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Starkregenereignisse zeigen laut Dr. Anja Weisgerber erneut: Der Klimawandel ist bei uns angekommen


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UNTERFRANKEN – In den letzten Tagen gab es in weiten Teilen Unterfrankens schwere Unwetter, die hunderte von Feuerwehreinsätzen auslösten. Ein Schwerpunkt lag in der Region Schweinfurt aber auch der Landkreis Kitzingen und der Untermain waren betroffen.

„Die Starkregenereignisse in der Region Schweinfurt am vergangenen Wochenende haben uns wieder vor Augen geführt, dass der Klimawandel auch bei uns spürbar ist. Die Zeiten, in denen der Klimawandel nur mit vom Untergang bedrohten Inselstaaten in Verbindung gebracht wird, sind vorbei“, kommentiert die Schwebheimer Bundestagsabgeordnete die Ereignisse.


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Experten sind sich einig, dass auch die Zunahme der Starkregenereignisse in unseren Breitengraden auch auf die Klimaerwärmung zurückzuführen ist. „Deshalb ist es wichtig, dass Deutschland weiterhin konsequent an seinen ambitionierten Klimazielen festhält und an deren Erreichung arbeitet. Dafür setze ich mich als Klimabeauftragte meiner Fraktion ein“, so Weisgerber. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent in Vergleich zum Jahr 1990 reduzieren. Aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums wird dieses Ziel Prognosen zufolge nicht genau im Jahr 2020 erreicht.

„Wir werden aber alles daran setzen, dass die Klimalücke in den Jahren nach 2020 so schnell wie möglich geschlossen wird und dass wir unser Klimaziel 2030 sicher erreichen“, so Weisgerber weiter. Einen wesentlichen Beitrag dazu wird die Kohle zu leisten haben. Es ist gut, dass die Strukturwandelkommission eingesetzt wurde. Sie soll bis Ende des Jahres Pläne zu einer schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vorlegen, inklusive eines verbindlichen Abschlussdatums. Aber auch alle anderen Sektoren müssen einen angemessenen Beitrag leisten, allen voran der Verkehrssektor, dessen Emissionen seit 1990 im Wesentlichen gleich geblieben sind.


„Trotzdem müssen wir die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in unsere Entscheidung mit einbeziehen. Gerade für die Zuliefererindustrie in unserer Region ergeben sich durch die Entwicklung von Umweltinnovationen neue Chancen, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität. Aber auch der Gebäudesektor muss liefern. Hier setze ich mich für eine steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudesanierung ein. Mit den richtigen Materialien gedämmte Wände und Dächer, neue Heizungen, Fenster und eine intelligente Gebäudetechnik – das alles schützt nicht nur das Klima, sondern spart auch Energiekosten“, so Weisgerber abschließend.

Bild: Büro Weisgerber



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