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SuedLink: Keine Schneise durch den Klimawald, die letzten Kilometern als Erdkabel


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BERGRHEINFELD – Im vergangenen Jahr wurden Pläne von Tennet bekannt, die geplante Gleichstromleitung SuedLink auf den letzten Metern zwischen dem Konverter und dem Umspannwerk bei Bergrheinfeld als Freileitung in einer Schneise quer durch den bestehenden Klimawald zu führen.

Dagegen regte sich heftiger Widerstand in der Gemeinde und der gesamten Region. Auch die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber und der Landtagsabgeordnete Gerhard Eck haben damals bei einem Gespräch mit Vertretern des Netzbetreibers Tennet dagegen protestiert.





„Die Ostvariante am Klimawald vorbei ist nun die Vorzugstrasse in der weiteren Planung.“ Diesen Erfolg konnte Bergrheinfelds Bürgermeister Ulrich Werner nun bei einem Ortstermin mit den CSU-Abgeordneten verkünden. Die Anbindungsleitung soll vom Konverter entlang der bestehenden Straße verlaufen. Der Wald soll nur kurz überspannt werden. „Das ist auf jeden Fall ein Erfolg zum Schutz des wertvollen Klimawaldes“, fasst Anja Weisgerber zusammen. „Der Widerstand, der gemeinsam gegenüber Tennet vorgebracht wurde, hat hier schon mal gewirkt“, betont Gerhard Eck.


Die Idee für den neuen Verlauf haben Weisgerber und Eck bereits 2021 in die Diskussion mit Tennet eingebracht. „Der Klimawald, der vor mehr als 20 Jahren von Bergrheinfelder Bürgern gepflanzt wurde, muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt Anja Weisgerber. Deshalb ist die Umweltpolitikerin froh darüber, dass Tennet die Ostvariante geprüft hat und damit auch in das Planfeststellungsverfahren gehen wird. Gerhard Eck erwartet nun von der dem grünen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck unterstellten Bundesnetzagentur, dass die Belange der Gemeinde Bergrheinfeld auch im Genehmigungsverfahren umfassend berücksichtig werden.

Bürgermeister Werner berichtet, dass Tennet in seinen Planungen nunmehr auch von einem „Klimawald“ spricht und nicht mehr von einem „Niedergehölz“ die Rede ist. Mit der Erdverkabelung von Suedlink und der Anbindungsleitung am Klimawald vorbei sei ein wichtiger Beitrag für eine bürgerfreundliche und landschaftsverträgliche Planung der Gleichstromleitung geleistet worden, war man sich einig.

Offen ist indes der Verlauf der darüber hinaus geplanten Wechselstromleitung P43, die auch als Fulda-Main-Leitung bekannt ist. Hier sprechen sich Anja Weisgerber und Gerhard Eck für eine Variante aus, die als Erdkabel bis zum Umspannwerk Bergrheinfeld führt. „Diese Variante mit Erdverkabelung muss nun ernsthaft geprüft und im Verfahren vorrangig behandelt werden“, so die Abgeordneten. Schließlich sei der Region die Erdverkabelung von P43 seinerzeit von Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger großspurig versprochen worden.

Foto: Martin Schlör


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