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Untätigkeit führt zu Unmut: Schweinfurter Linke unterstützt das Bürgerbegehren „Bezahlbar wohnen in Schweinfurt“


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SCHWEINFURT – In den letzten Jahren hat sich in Schweinfurt auf dem Wohnungsmarkt für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen nicht viel getan. Im Gegenteil: als Ergebnis der Untätigkeit des Oberbürgermeisters ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Sozialwohnungen stark rückläufig. Es war an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. 

Am Mittwoch, 2. Oktober 2019 wurde das Bürgerbegehren „Bezahlbar wohnen in Schweinfurt“ gestartet. Die Initiative von Frank Firsching, Jochen Keßler-Rosa, Elke Tober-Vogt, Sinan Öztürk, Karl-Heinz Körblein und Barbara Mantel hat bereits eine lange Vorgeschichte. Gab es doch schon verschiedene Anträge im Stadtrat der Stadt Schweinfurt, den Mangel an Sozialwohnungen zu beheben, was ja eine der Aufgaben einer Stadtverwaltung zur Daseinsvorsorge ist.


DB Oktober-November

Die Mitgliederversammlung DIE LINKE. Kreisverband Schweinfurt hat nun am Abend des 2. Oktober 2019 einstimmig beschlossen, das Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen.

Die Schatzmeisterin Kerstin Reichert hob besonders hervor, dass mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln der Bau von neuen Wohnungen zu absolut günstigen Konditionen unverzüglich in Angriff genommen werden könne.


Für die Unterstützung des Bürgerbegehrens wurde auch die notwendige Änderung des Finanzplans beschlossen, um die Initiative bei den weiteren Aktivitäten zu stärken.

Für die Kreisvorstandsmitglieder Andrea C. Greber und Robert Striesow ist klar, dass die Frage des Wohnens nicht alleine dem Markt überlassen werden darf. Robert Striesow betont, dass die Frage nach passenden Grundstücken leicht zu beantworten ist. Es gäbe noch einige Freiflächen in Schweinfurt. Weiterhin könne die Stadt Schweinfurt Grundstücke dazu kaufen. Er zitierte den bayerischen Bauminister Hans Reichhart, der in einem Interview mit dem Spiegel feststellte, dass der Bau von Sozialwohnungen der beste Weg wäre, um dem massiven Anstieg der Mieten zu begegnen.

Andrea C. Greber stellt die Notwendigkeit heraus, die Sozialwohnungen sowohl ökologisch nachhaltig als auch kostengünstig zu bauen. Auch gelte es, darauf zu achten, sie alternsgerecht zu gestalten, damit die Bürgerinnen und Bürger möglichst lange darin wohnen bleiben können. Es könne ja nicht angehen, dass man im Alter eine Sozialwohnung nicht mehr nutzen könne, weil sie im dritten Stock ohne Aufzug nicht mehr erreichbar sei oder die Ausstattung den veränderten Bedürfnissen dieser Personengruppe nicht mehr entspräche. Auch der Aussage des Ministers: „Der soziale Wohnungsbau ist die soziale Frage unserer Zeit und Garant für den gesellschaftlichen Frieden.“ sei ohne Abstriche zuzustimmen, so Andrea C. Greber.

DIE LINKE. Kreisverband Schweinfurt wird aktiv für dieses Bürgerbegehren werben und sich an Aktionen zum Sammeln der notwendigen Unterschriften beteiligen. Infostände gibt es an folgenden Tagen:

Freitag, 11. Oktober,15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 12. Oktober, 10.00 Uhr-16.00 Uhr.
Freitag, 18. Oktober, 15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 19.Oktober, 10.00 Uhr- 16.00 Uhr.
Freitag, 25. Oktober, 15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 26. Oktober, 10.00 Uhr-16.00 Uhr.

Die Standorte werden rechtzeitig bekanntgegeben.



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