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Dieter Kurth im Interview: „Das Umfeld für die 3. Liga in Schweinfurt ist da!“


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SCHWEINFURT – Dieter Kurth ist etwas überraschend mit dem 1. März neuer sportlicher Leiter bei den Schweinfurter Schnüdeln. Der 52 Jahre alte Thüringer arbeitete zuletzt bei der Spvgg Bayreuth und zuvor erfolgreich unter anderem bei Eintracht Bamberg, dem TSV Großbardorf oder dem VfL Frohnlach. Wir unterhielten uns mit ihm.

Herr Kurth, die Eingangsfrage muss natürlich nochmal ihre Gesundheit betreffen: Sind Sie nach ihrem Herzinfarkt letztes Jahr wieder komplett fit und belastbar?
Dieter Kurth: Es sind mittlerweile fünf Monate vergangen und ich habe mich sehr gut erholt. Ich bin seit geraumer Zeit wieder im Arbeitsprozess und voll belastbar.


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An sich war ja vorgesehen, dass Sie in Bayreuth zumindest bis Saisonende im Hintergrund tätig sind. Warum nun die Kehrtwende und die Vertragsauflösung?
Dieter Kurth: Ich mus mich zunächst noch einmal bei den Verantwortlichen der Spvgg Bayreuth bedanken, die mich in den letzten Monaten toll unterstützt haben. Es war auch für den Verein keine einfache Situation, und es wurde einmal mehr deutlich, was Zusammenhalt und fairer Umgang miteinander bewirken. Ich hatte auf Wunsch des Vereins gerne meine Mitarbeit bis zun Saisonende zugesagt – mit der Bitte, den Vertrag auflösen zu können, falls sich für mich eine Möglichkeit ergibt entweder als Trainer oder in anderer Funktion wie eben jetzt als Sportlicher Leiter zu arbeiten. Als Anfang der Woche die Anfrage aus Schweinfurt kam, war für mich klar, dass mich diese Aufgabe reizt. Die Vertragsauflösung in Bayreuth war dann die logische Konsequenz.


Kam eine Trainertätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Frage?
Dieter Kurth: Vorerst nicht. Ich hatte in den letzten Monaten zwei konkrete Anfragen, um wieder als Trainer zu arbeiten, habe aber abgelehnt. Ich schließe für die Zukunft eine Trainertätigkeit nicht generell aus, jetzt konzentriere ich mich aber voll auf den 1. FC Schweinfurt 05 – und wer weiß, vielleicht liegt ja meine Zukunft mehr im Bereich Management.

Beschreiben Sie doch mal Ihr Aufgabengebiet beim FC 05….
Dieter Kurth: Zuallererst sehe ich mich als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Vorstand. Unser Mambo Mauder hat über viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet. Er hat natürlich eine Lücke hinterlassen, die wir im Team füllen müssen. Ich werde Gerd Klaus in vielen Sachen unterstützen, es gilt die neue Saison vorzubereiten, die Kaderplanung für die nächste Saison steht an. Auch Sponsorenbetreuung und -gewinnung, sowie das Scouting und die Verbindung zur U 23 und dem Nachwuchsbereich sind hier zu nennen. Dazu kommen natürlich organisatorische Aufgaben rund um die Regionalligamannschaft.

Sie starten mit dem 1. März: Also liegen wir bestimmt richtig mit der Vermutung, dass Sie ab sofort mit Trainer Gerd Klaus am Team für die neue Saison basteln?
Dieter Kurth: Das wird in den nächsten Wochen unsere vorrangige Aufgabe sein.

Schaffen die Schnüdel denn den Klassenerhalt?
Dieter Kurth: Davon sind wir natürlich überzeugt. Je früher desto besser. Es wird nach dem Punkteabzug noch ein langer Weg, doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine gute Rolle in der Liga spielen kann. Wir brauchen die Unterstützung unserer tollen Fans und werden alle Kräfte bündeln.

Sie haben ja das Spiel im letzten Jahr in Bayreuth gesehen. Und damit sicherlich nicht gerade eine Glanzleistung des FC 05… Oder?
Dieter Kurth: Das würde ich so nicht sagen, denn die Mannschaft hat nach einem schnellen Gegentor gut dagegengehalten und erst Mitte der zweiten Halbzeit wurde Bayreuth mit dem 2:0 sicherer. In Erinnerung ist mir das Hinspiel in Schweinfurt geblieben, da hat die Mannschaft von Gerd Klaus 5:3 gewonnen – und ich hatte als Bayreuther Trainer tüchtig Kopfschmerzen…

Hat sich damals bei der Begegnung in Bayreuth schon in ersten Gesprächen angebahnt, was nun vertraglich fixiert wurde?
Dieter Kurth: Markus Wolf hat mich damals gefragt, ob ich denn weiterhin als Trainer arbeiten werde, oder ob ich mir auch eine andere Aufgabe vorstellen könne. Ich habe gelacht, ihm zugezwinkert und wir haben nach dem Spiel Telefonnummern ausgestauscht. Ich wurde danach immer mal wieder gefragt, ob ich mir eine Aufgabe als sportlicher Leiter in Schweinfurt vorstellen könne. Konkret wurde es allerdings erst letzte Woche.

Sind Sie beruflich noch in Schalkau tätig – und wenn ja: Klappt das mit dem Pendeln? Oder müssen Sie gar nicht so oft in Schweinfurt anwesend sein?
Dieter Kurth: Ich leite seit fünf Jahren eine Allianz-Agentur in Schalkau und nach Schweinfurt habe ich weniger Kilometer zu fahren als nach Bayreuth. Das ist also überhaupt kein Problem. Ich werde natürlich bei den Spielen und an vielen Trainingstagen vor Ort sein.

Die Würzburger Kickers wollen in die 3. Liga. Wir vermuten mal, dass Sie nicht in Schweinfurt tätig sind, damit der FC 05 dauerhaft um den Klassenerhalt in der Regionalliga spielt…?
Dieter Kurth: Wir haben natürlich in Schweinfurt auch das Ziel, uns weiter oben in der Tabelle zu etablieren. Um den nächsten Schritt, sprich 3.Liga zu machen, bedarf es großer Anstrengungen. Das Umfeld ist da, wir müssen es schaffen, Sponsoren für uns zu gewinnen, die finanziellen Möglichkeiten sind aktuell zu begrenzt. Ich werde mein ganzes Know How einsetzen um an diesem Ziel tatkräftig mitzuarbeiten.

Mal aus dem Bauch raus: Auf welchen Positionen müssen die Schnüdel zur nächsten Runde verstärkt werden?
Dieter Kurth: Ich werde zusammen mit Gerd Klaus den Kader analysieren und dann werden wir gemeinsam Gespräche mit den Spielern führen und natürlich Augen und Ohren offen halten. Einige Kandidaten haben wir auch schon auf dem Zettel.

Man sagt Ihnen nach, dass Sie die Liga kennen und Kontakte haben. Also wird vielleicht bald der ein oder andere Ihrer Ex-Spieler beim FC 05 auftauchen?
Dieter Kurth: Es ist natürlich von großem Vorteil, wenn man über viele Kontakte und ein gutes Netzwerk verfügt. Wir haben im Verein eine Top.Nachwuchsabteilung, warum sollte es nicht einer unserer jungen Spieler in den Kader schaffe. Und unser Trainer hat bewiesen, dass er mit Talenten super arbeitet. Ich werde aber auch gezielt Spieler beobachten und schließe nicht aus, dass wir über Spieler nachdenken, die ich schon als Trainer in der Mannschaft hatte.

Welche Zeit war denn die schönste in Ihrer bisherigen Karriere, da noch als Trainer: Regionalliga in Großbardorf, Bamberg, Frohnlach oder Bayreuth?
Dieter Kurth: Bis auf die letzten Monate in Bamberg war jede Station eine tolle Erfolgsgeschichte. Dem TSV Großbardorf habe ich viel zu verdanken. Mit meinen damaligen Mitstreitern Udo Eckert und Otto Dietz haben wir in einer Saison aus einem Fastabsteiger einen überraschenden Aufsteiger gemacht. Frohnlach war für mich als Spieler schon sehr erfolgreich – und wenn man zweimal hintereinander aufsteigt, dann sind es natürlich absolute Highlights. In Bayreuth habe ich mich sehr wohl gefühlt und werde dem Verein immer verbunden bleiben.

Sie gelten durchaus als Person, die gradlinig ist und auch mal bewusst aneckt, wenn´s um die Sache geht. Klappt die Zusammenarbeit mit Trainer Gerd Klaus und vor allem mit Markus Wolf, der ja als Alphatier auch konsequent seine Meinung vertritt?
Dieter Kurth: Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Aufgabe. Ich bin ein Teamplayer und es gibt nichts Besseres, wenn man gemeinsam die Dinge anpackt und es vorwärts geht. Da gehört es dazu, dass kontrovers diskutiert wird.

Zu Zeiten in Frohnlach gab´s sicherlich ein paar Möbel aus dem Haus Schillig. Müssen Sie sich nun zuhause neu einrichten?
Dieter Kurth: Für die Inneneinrichtung ist meine Frau Petra zuständig – und soviel ich weiß, besteht im Moment kein Bedarf.

Versprechen Sie uns bitte zum Ende dieses Interviews, dass Sie lieber nicht mehr künftig am Sonntag kegeln?!
Dieter Kurth: Das habe ich meiner Familie auch versprochen….

Alles Gute, beste Wünsche und – willkommen beim FC 05!


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