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„Halbzeit“-Interview, Teil 07: Gerd Klaus und die nicht erwarteten 30 Punkte


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SCHWEINFURT – 30 Punkte nach 22 Partien sind natürlich sehr ordentlich. So wie es aussieht, muss der FC Schweinfurt 05 diese Saison nicht wieder bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen. Wir sprachen im Winter mit Trainer Gerd Klaus.

Wie fällt ihre Bilanz aus zur Winterpause?
Gerd Klaus: Ich denke mal sehr, sehr positiv. 30 Punkte konnte man vor der Saison sicher nicht erwarten. Zumal wir ja kaum Vorbereitung hatten. Das ist schon eine überragend gute Ausbeute.


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Gibt es ein Spiel, mit dem Sie als Trainer so richtig zufrieden waren?
Gerd Klaus: Auf eines kann man das eigentlich gar nicht reduzieren. Gerade zuhause haben wir sehr viele gute Spiele abgeliefert. Aber die Partie daheim gegen Greuther Fürth war auch spielerisch so, wie wir uns das vorstellen.


Und welches würden Sie am liebsten aus Ihrem Gedächtnis streichen und warum?
Gerd Klaus: Garching, klar! Bei der Hinspiel-Niefderlage zuhause waren wir kaputt und müde. Auswärts aber haben wir einen rabenschwarzen Tag erwischt. Da hatten wir acht, neun Totalausfälle im Team. Gegen die Garchinger würde ich gerne nochmal mit voller Munition spielen.

An welches besondere Tor oder an welche kuriose Szene erinnern Sie sich besonders?
Gerd Klaus: An das Gegentor in Burghausen. Wir bekommen spät eine Rote Karte und einen Elfmeter gegen uns. Diese Partie haben wir eigentlich immer im Kopf. Da waren wir damals 80 Minuten die bessere Mannschaft und geben das Spiel trotzdem her und verlieren.

Gerd Klaus netz 1Was hat das Team insgesamt schon richtig gut gemacht?
Gerd Klaus: Wir haben uns gerade in der Rückwärtsbewegung wahnsinnig verbessert. Und auch in Sachen Kompaktheit haben wir nochmal einen Riesenschritt gemacht. Genauso fußballerisch.

Woran muss in der Vorbereitung gezielt gearbeitet werden, damit es noch besser klappt als bisher?
Gerd Klaus: Wir werden unseren Fokus auf das Pressing in der gegnerischen Hälfte legen. Wir wollen den Gegner künftig noch früher angreifen.

Welcher Spieler der Liga fiel Ihnen besonders auf und warum?
Gerd Klaus: Dominik Stolz. Es ist ja bekannt, dass wir den vor der Saison auch haben wollen, aber leider nicht bekommen haben. Das ist ein sehr guter Spieler, ein Riesenfußballer, der große Anteile hat an der Entwicklung zuletzt in Bayreuth.

Welcher Ihrer eigenen Spieler hat Sie in der Halbserie am meisten überrascht und wieso?
Gerd Klaus: Bei Kevin Fery haben wir es ja gewusst, dass er noch besser wird. Er hat das ja schon letzte Rückrunde angedeutet, hat seitdem einiges gelernt. Aber ich möchte Manuel Müller nennen. Den haben wir eigentlich als dritten oder vierten Innenverteidiger aus Memmelsdorf geholt. Als „Stand by“-Stammspieler, wobei das Wort so richtig nicht passt. Er ist dann aber gleich von Anfang an voll durchgestartet.

Mit welcher Zielsetzung starten Sie 2015 neu?
Gerd Klaus: Wir sollen so schnell wie möglich auf 40 Punkte kommen, nichts zu tun haben mit dem Abstieg und wollen es nicht wieder so spannend machen wie letzte Saison.

Gerd Klaus netz 2Gibt es im Winter Veränderungen im Kader?
Gerd Klaus: Max Schebak und Martin Thomann gehen nach Aubstadt. Für die beiden Talente ist es wichtig, dass sie spielen und sich weiter entwickeln. Das können sie in der Bayernliga. Bei uns wäre es schwer für sie gewesen, Stammspieler zu werden. In Aubstadt können sie reifen. Wir behalten aber beide im Auge. Man hat ja einst am Beispiel Philipp Lahm gesehen, welche Auswirkungen so ein Ausleihen wie bei ihm damals nach Stuttgart haben kann. Momentan wäre es für beide ein Riesensprung zur Stammkraft in der Regionalliga.

Bleiben Sie dem Team als Trainer über die Saison hinaus erhalten?
Gerd Klaus: Hmmm…, wir haben ja schon erste lose gespräche geführt. Markus Wolf hat signalisiert, dass der Verein verlängern will. Und ich habe auch gesagt, dass ich gerne bleiben möchte. Wenn also nichts Großartiges passiert…. Ich sehe das sehr entspannt.

Warum marschiert der FC Bayern München – und was lief bislang in Dortmund falsch?
Gerd Klaus: Das ist eine schwere Frage, gerade mit Dortmund. Da bin ich zu weit weg, um irgendwas sagen zu wollen.

FC 05 Aufstieg Gerd KlausÄrgert es Sie als Franken, dass in der 2. Bundesliga der FC Ingolstadt deutlich vor dem Nürnberger Club steht?
Gerd Klaus: Es ärgert mich nicht, weil in Ingolstadt mit dem guten Trainer die sehr gute Arbeit jetzt belohnt wird. Und auch der Club ist jetzt auf einem richtigen Weg und hat wieder einen guten Trainer. Mich ärgert, dass dort mit Gertjan Verbeek ein guter Trainer entlassen wurde, mit dem die Mannschaft die richtige Entwicklung genommen hätte.

Wenn Ihre Mannschaft ein Getränk wäre – welches wäre das und warum?
Gerd Klaus: In der Kabine wird oft ein Radler getrunken. Das ist ein „Gemisch“ und passt zu unseren noch nicht immer konstanten Leistungen.

Wie ärgerlich ist es aus Ihrer Sicht, dass die Dopingsache mit Joe Mensah noch immer nicht geklärt ist?
Gerd Klaus: Das zieht sich schon hin und sorgt immer wieder für Diskussionen. Schon die Spiele danach verliefen ja recht schleppend. Es ist nicht gut, wenn man nicht weiß, ob wir die Punkte aus Buchbach nun behalten dürfen und ob in der Konsequenz daraus dann auch der für uns wichtige Spieler bei uns bleiben kann.

Drücken Sie eigentlich den Würzburger Kickers die Daumen – oder wären Ihnen Derbys auch nächste Saison lieber?
Gerd Klaus: Irgendwie würde ich mich schon freuen, wenn die aufsteigen. Es ist ein unterfränkischer Verein, der seine Arbeit sehr, sehr gut macht. Ich ziehe den Hut vor dem, was da geleistet wird. Wenn die Kickers den Aufstieg schaffen, dann werden wir gratulieren. Aber wir spielen natürlich auch gerne wieder das Derby mit vielleicht 7000, 8000 Zuschauern.

Letzte Frage: Wo sieht man die Schnüdel den Winter über in der Halle – und was können Sie schon zur Vorberitung verraten?
Gerd Klaus: An den meisten Turnieren wird die zweite Mannschaft teilnehmen, also auch bei der Stadtmeisterschaft, in Hammelburg oder in Bergtheim. Sieben, acht Mann und ich aus der ersten Mannschaft spielen am 28. Dezember in Bergrheinfeld mit. Da waren wir letztes Jahr schon dabei. Am Samstag, den 24.Januar, starten wir dann um 10.30 Uhr mit dem Training. Vorgesehen sind danach vor dem ersten Punktspiel bei Schalding-Heining am 7. März Testspiele am 31. Januar um 14 Uhr beim FC Sand, eine Woche später zur gleichen Zeit bei der Spvgg Bayreuth, nochmal sieben Tage später bei uns im Stadion gegen den TSV Großbardorf, einen Tag später am Sonntag, den 15. Februar, um 10 Uhr in Bamberg gegen Jahn Forchheim, Sonntag, den 22. 02. um 12 Uhr wieder in Bamberg gegen Seligenporten und am Samstag danach wieder um 10 Uhr und erneut in Bamberg auf Kunstrasen gegen den FC Amberg.


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