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Foto: www.hoechstadtalligators.de

Eishockey-Sensation: Die Höchstadt Alligators spielen um den Aufstieg in die DEL 2


Glöckle Tag der Ausbildung

HÖCHSTADT – Corona, klar: Profi-Eishockey ohne Fans macht wenig Spaß und stellt die Vereine vor finanzielle Herausforderungen. So gesehen kann man es verkraften, dass die Mighty Dogs seit nunmehr einem Jahr kaum auf dem Eis standen, dass die Saison der Bayernliga lange schon abgebrochen wurde.

ABER vor allen ein langjähriger Rivale zeigt, was möglich wäre auch am Standort Schweinfurt. Nun muss man dem nicht unbedingt aktuell groß hinterher trauern, weil außer über Sprade TV (was sich aber zur wichtigen Einnahmequelle entwickelte) die Spiele alle nicht zu sehen wären. Auch die nun laufenden oder bald beginnenden Play-offs abseits des Bildschirms nicht.





In der DEL 2 müssen die Bayreuth Tigers als aktuelles Schlusslicht wiederum um den Klassenerhalt spielen. Wie in den letzten drei Jahren auch. Ob so eine Rolle einer ERV-Crew ohne Eigengewächse gut tun würde, sei mal dahin gestellt. Aber: Die Oberfranken spielten 2013 noch in der Bayernliga vor unter 1000 Zuschauern im Schnitt, 2015/16 schon vor mehr als 2100 Fans pro Heimpartie. Man kann also Euphorie erzeugen mit gutem Eishockey.


Sergej Waßmiller führte die Bayreuther in die zweithöchste Profiliga, danach küsste er auch die Memminger Indians wach und führte sie 2020 in der abgebrochenen Saison ans Tor der DEL 2. Fast 2000 Fans im Schnitt honorierten am Hühnerberg den Höhenflug. Hauchdünn im fünften Spiel flogen die Indians nun aus der Runde – scheiterten im Viertelfinale an den Eisbären aus Regensburg.

Im Halbfinale der Oberliga stehen sich nun ab Samstag die Selber Wölfe und die Starbulls Rosenheim gegenüber und im anderen Duell die Eisbären Regensburg und die Alligators des Höchstadter EC. Auch mit Selb, das die ebenfalls lange Jahre unter dem Schweinfurter Rader spielenden Islanders aus Lindau aus der Saison warf, duellierte, sich die Mighty Dogs über eine ewige Zeit mindestens auf Augenhöhe.

Und natürlich sollte den ERV-Verantwortlichen zu denken geben, wie großartig sich heuer die Mittelfranken aus Höchstadt verkaufen. Mit drei Siegen im Viertelfinale setzten sie sich gegen den mehrfachen Deutschen Meister SC Rießersee durch. Letzten Sonntag gab es in der Kleinstadt einen Autokorso der Fans nach der Sensation. Möglich gemacht unter anderem durch zahlreiche Schweinfurter. Da finden sich im Kader Daniel Tratz, Philipp Schnierstein, Markus Babinsky, Domantas Cypas oder Dimitri Litesov, vor allem aber Goalie Benjamin Dirksen und Trainer Mikhail Nemirovsky.

Den wie auch Sergej Waßmiller wollte man in Schweinfurt nicht mehr. „Nemo“ lebt noch immer in der Kugellagerstadt, Waßmillers Familie in Maßbach. Beide mussten weg, um große Erfolge als Trainer zu feiern. Die Mighty Dogs wurden zuletzt zwei Mal Zwölfter der Bayernliga – und lockten 2019/20 nur noch 522 Fans an… Bis zu 200 mehr im Schnitt kamen parallel im 13.000 Einwohner-Städtchen Höchstadt zu den Partien. Dort, wo man auf ein neues Eisstadion hofft, aber frühestens dann wirklich mal an den Aufstieg in die DEL 2 denken könnte.

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