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So alt, dass er vergisst, wie alt er ist: Warum Esbjörn Hofverberg nun für die Mighty Dogs spielt


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SCHWEINFURT – Eine Legende schließt sich den Mighty Dogs Schweinfurt an: Esbjörn Hofverberg kommt von den EXA Icefighters Leipzig an den Main und bringt reichlich Erfahrung mit. Mit 26 Jahren kam der Schwede mit koreanischen Wurzeln nach Deutschland und spielte fast ausschließlich hier.

Von 1999 bis 2000 zog es den Deutsch-Schweden nochmal nach Schweden, eher er nach einer Saison wieder nach Deutschland kam. Den größten Teil seiner Laufbahn war Esbjörn für Crimmitschau und Leipzig auf dem Eis gestanden und hat den Gegenspielern das Leben schwer gemacht. „Ich durfte schon gegen Esa spielen und das war nicht angenehm. Mit seiner Erfahrung wird er dem Verein definitiv weiterhelfen!“, freute sich Headcoach Andreas Kleider über den Neuzugang.



Die letzten sieben Jahre verbrachte Hofverberg bei den EXA Icefighters Leipzig und kam bei 238 Spielen auf 31 Tore und 133 Vorlagen –das kann sich sehen lassen für einen Verteidiger.


„Ich war glücklich genug, nicht zu viele schwere Verletzungen erlitten zu haben und immer wieder fit zu werden“, wird Esa auf der Homepage der Leipziger zitiert. Denn er musste nur 2008 bis 2009 pausieren, aufgrund einer Knieverletzung. Sein letztjähriger Coach Sven Gerike schwärmte beim Abschied über den Schweinfurter Neuzugang: „Das allein ist schon ein Phänomen! Esa war ein harter Gegenspieler, als wir uns ein paar Jahre in der zweiten Liga duellierten. Das er da so gut durchgekommen ist, spricht für einen lupenreinen Lebensstil und vielleicht auch ein Quäntchen Glück.“

„Die Erfahrung, die Esa bringt, ist genau das Puzzleteil, welches wir für die Mannschaft gesucht haben!“, freut sich der sportliche Leiter Gerald Zettner über den prominenten Neuzugang aus Leipzig, der noch weitere lobende Worte findet: „Ein besseres Vorbild , wenn es um positive Eishockey-Verrücktheit geht, kann ich mir kaum vorstellen. Dass er nicht nur mit Erfahrung, sondern auch mit Leistung glänzt, hat er letztes Jahr in Leipzig bewiesen. Insofern freuen wir uns ungemein, dass wir ihn für die Mighty Dogs gewinnen konnten!“

Ein Abschiedsspiel war bei den Verantwortlichen der Icefighters durchaus angedacht, aber Esa hatte den ausdrücklichen Wunsch, dass keines stattfinden wird. „Warum Karriereende? Ich bin hochmotiviert, weiter Eishockey zu spielen und vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit!“, erklärte Hofverberg seinen Wunsch. Und diese Möglichkeit bekommt er nun in der Kugellagerstadt.

Nicht nur für Stabilität in der Verteidigung soll der jung gebliebene Verteidiger sorgen, Esa wird auch für den Nachwuchs der Talentschmiede Mighty Dogs Juniors verantwortlich sein. „Da Juri Peregudov in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, waren wir natürlich auf der Suche nach einen neuen Trainer für den Nachwuchs und hier ergab sich die Möglichkeit mit Esbjörn Hofverberg. Mit ihm haben wir natürlich dann auch einen Trainer, zudem der Nachwuchs aufschauen kann!“, so einstimmig die Verantwortlichen.

Das Medienteam der Mighty Dogs sprach mit dem erfahrenen Spieler, der am Donnerstag 51 (!!) Jahre alt wird:

MD: Herzlich Willkommen in der Kugellagerstadt, Esa! Im Sommer wurdest Du bei den EXA Icefighters Leipzig verabschiedet und bist nun bei uns am schönen Main. Was hat dich überzeugt, für die Mighty Dogs aufzulaufen?
Esa: Ich wollte, dass Schweinfurt einen etwas älteren Spieler im Team hat, der zusätzlich hoch motiviert ist Eishockey zu spielen (lacht)! Grundsätzlich haben mich aber die sehr guten Gespräche überzeugt.

MD: Deine Laufbahn ist beeindruckend! Was hat dich zum Eishockey damals gebracht und wie bist Du dann nach Deutschland gekommen?
Esa: Damals wie auch heute spielen viele Kinder in Schweden Eishockey und keine zehn Meter von unserem Haus entfernt war eine Eisfläche. Mein Spielervermittler, Jaro Tuma, hat Spieler für Grefrath gesucht und für mich war es ein Traum, beruflich Eishockey zu spielen.

MD: Seit 1996 bist Du ausschließlich für einen deutschen Eishockeyverein auf Punktejagd gegangen. Ausnahme war in der Saison 1999 bis 2000. Was war der Grund, dass Du nicht zurück nach Schweden bist?
Esa: In meinem damaligen Beruf als Außendienstler konnte ich immer für acht Monate eine Freistellung beantragen wegen Studium im Ausland. Nach drei Jahren musste ich mich entscheiden: Eishockey oder beruflich abgesichert zu sein für die Zukunft. Mit 29 Jahren ist man gedanklich schon ein Stück beim Karriereende, da damals kaum einer über 30 Jahre noch aktiv Eishockey spielte in Schweden.

MD: Bei einer Laufbahn von über 30 Jahren hatte man sicherlich viele Höhepunkte, aber sicherlich auch Erinnerungen, die man schnell vergessen möchte. Woran erinnerst Du dich gern zurück und welches Ereignis möchtest Du am liebsten vergessen?
Esa: Oooh.. Ja! Ganz viele! Das würde jetzt den Rahmen hier sprengen. Die schlechten habe ich natürlich schon vergessen (lacht)!

MD: Du bist mittlerweile in einem Alter, wo nur noch ganz wenige Hochklassig den Sport ausüben. Das wohl berühmteste Beispiel ist Jaromir Jagr. Wie hältst Du dich fit? Was ist dein Geheimnis?
Esa: Ich habe direkt kein Geheimnis. Generell mache ich sehr viel Sport und achte auf meinen Körper. Wahrscheinlich bin ich zu alt, dass ich immer wieder vergesse, wie alt ich eigentlich bin (lacht).

MD: Gegen Erding hast Du bereits dein erstes Spiel in Weiss-Blau bestritten. Wie haben dich die Mannschaftskollegen aufgenommen und welche Unterschiede siehst Du zwischen der Oberliga und der Bayernliga?
Esa: Die komplette Mannschaft und auch Keke (Insider) haben mich super aufgenommen! Die Oberliga ist etwas stärker, da einige Vereine fast 100% professionell sind. Trotzdem hat die Bayernliga ein sehr gutes Niveau mit vielen guten Spieler, die reichlich DEL, DEL II und Oberliga-Erfahrung haben.

MD: Nicht nur für die erste Mannschaft wirst Du aktiv sein. Dein Hauptaugenmerk liegt bei dir dann als Trainer für den Nachwuchs bei unserer Talentschmiede. Wie können sich das die Fans vorstellen? Bist Du nur für ein Team zuständig oder wirst Du mehrere Teams begleiten und deine Erfahrung entsprechend weitergeben?
Esa: Da sind wir noch in enger Absprache, und hier geht es nur noch um Kleinigkeiten.

MD: Neben dem Eishockey bist Du auch Golflehrer – was fasziniert dich an Golf?
Esa: Golf kann in verschiedene Varianten gespielt werden: Einfach aus Spaß, als Wettkampf oder auch als Profisportler. Natürlich geht das auch mit der Familie. Was mich an Golf fasziniert? Etikette, Verhalten, Höflichkeit und Ehre! Das sind Tugenden, die heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr sind!

MD: Was möchtest Du unseren Fans noch gerne mitteilen?
Esa: Ich wünsche mir, dass so viele Fans wie möglich in den Icedome kommen und wir gemeinsam eine erfolgreiche Saison haben!

MD: Danke für deine Zeit und nochmals herzlich Willkommen in Schweinfurt!

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