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8:0 gegen Alzenau: Warum sich der FC 05 so langsam auf den Abschied von Torjäger Meris Skenderovic vorbereiten muss – VIELE FOTOS!


Eisgeliebt

SCHWEINFURT – Einen recht ambitionierten Oberligisten muss man erst einmal mit 8:0 schlagen. Das ist die Erkenntnis des ersten Vorbereitungsspiels der Schweinfurter Schnüdel gegen Bayern Alzenau. „Wir waren erstens von der ersten bis zur letzten Monute engagiert und fokussiert, haben zweitens keine Verletzten und es drittens geschafft, zu Null zu spielen“, zeigte sich Trainer Tobias Strobl überaus zufrieden mit einem „Test, mit dem wir leben können“.

Während der Hessenligist in Halbzeit eins noch ab und an gefährlich in die Hälfte des FC 05 kam und Bennet Schmidt aufmerksam sein musste, hatte nach der Pause Nico Stephan im Tor eigentlich gar nichts zu tun. Das alles in Abwesenheit von Keeper Luis Zwick (Corona-Erkrankung), neben dem nur Vitus Scheithauer fehlte, der nach seiner schweren Verletzung vom Mai 2021 wohl die nächsten zwei, drei Wochen wieder integriert werden kann. Plus Tim Kraus, der sich am Freitag eine Zerrung im Leistenbereich zuzog.


Mezger



Scheinbar ist Florian Pieper wieder eine Alternative vorne. „Er fühlt sich wohl und es fühlt sich sehr gut an, auch wenn wir ihn unter der Woche bei zwei Einheiten wieder raus genommen haben und er seine Laufeinheiten auf Rasen bestreitet, während die anderen Jungs auf der Tartanbahn sind“, berichtet der Coach. Pieper traf nach den Toren von Martin Thomann und Malik McLemore zum 3:0. Adam Jabiri leitete gleich nach dem Seitenwechsel und seinem Kommen mit dem 4:0 den Reigen ein, ehe zwei Mal Amar Cekic, Edin Hyseni und auch Meris Skenderovic trafen.


Letzterer stand natürlich im Mittelpunkt, nachdem Michael Köllner vom TSV 1860 München den 23-Jährigen aus Montenegro nach 13 Toren in 20 Partien unbedingt in die 3. Liga holen möchte – als Nachfolger von Sascha Mölders. „Sie planen ihn nicht als 19. oder 20. Spieler ein“, weiß Tobias Strobl. Sondern haben ihm Einsatzzeiten noch diese Saison versprochen. Skenderovic besitzt noch einen Vertrag bei den Schnüdeln bis Ende der Saison, dre sich nur im Falle eines Aufstiegs in die 3. Liga verlängern würde.

„Ich gehe davon aus, dass ich ihn erfüllen werde“, meint der Stürmer selbst den Kontrakt bis Sommer, „aber für so einen riesen Traditionsverein würde jeder gerne spielen. So lange aber nichts passiert, bin ich noch hier“, sagt der einstige Hoffenheimer. Bis Ende Januar wird sich zeigen, ob die Löwen bereit sein, ihn jetzt schon aus dem Vertrag heraus zu kaufen.

„Ich hätte ihn nicht ungern ab 1. Februar weiter hier. Aber wir wollen einem jungen Mann auch nicht im Weg stehen. Wenn er Hummeln im Hintern hat, dann ist daran nullkommanull etwas Verwerfliches. Er hat sich ja dort nicht angebiedert. Bei uns fühlt sich eh jeder wohl, ist keiner auf dem Sprung“, zeigte Tobias Strobl parallel auch Verständnis für den ihn seine Heimat zum Stammverein zurück gekehrten Daniel Adlung, dem man diese Chance ebenfalls nicht verbauen wollte. Einen weiteren Topspieler aber, der im Sommer mutmaßlich eh gehen wird, würde man wohl dann abgeben, wenn Geld in die Kasse kommt und dann ein bis zwei Neuzugänge realisierbar wären. gefordert sind nun Geschäftsführer Markus Wolf und der sportliche Leiter Robert Hettich, eine Lösung zu finden in den nächsten Tagen. Das Aus der Münchner im DFB-Pokal gegen Karlsruhe trug die letzte Woche eher dazu bei, dass der Drittligist wohl nicht das große Geld übrig hat für eine Ablöse.

Hettich, seit einem Jahr im Amt, hätte am liebsten Jakob Tranziska geholt, das 20 Jahre alte Top-Talent von Bayernligist Eintracht Bamberg, das 21 Mal in 19 Partien dieser Saison traf. Doch der Oberfranke wollte in Schweinfurt kein Probetraining absolvieren und entschied sich nach dem Vorspielen bei einem Team in Österreich und bei den Würzburger Kickers zum sofortigen Wechsel zum Südwest-Regionalligisten FSV Mainz 2 – natürlich dort mit Blick 3. Liga (das Team überwintert als Zweiter hinter Ulm) und Ambitionen in Richtung Bundesliga. „Es gibt aber noch den ein oder anderen interessanten Spieler, der demnächst sicherlich mal mittrainieren wird bei uns. Gut möglich, dass wir zwei Sommertransfers aus der Region machen werden“, verspricht Strobl.

Und würde sich durchaus freuen, wenn die Bamberger als aktuell Zweiter dennoch in die Regionalliga aufsteigen würden. So wie er auch nichts gegen au der 3. Liga absteigende Würzburger Kickers hätte. Beides mit Blick auf tolle Derbys kommende Saison, falls die Schweinfurter – aktuell sehr realistisch – in der Regionalliga Bayern bleiben würden. „Wenn wir so spielen wie geplant, dann wird es schwer, uns zu schlagen. Wenn wir das schaffen, dann wird´s vielleicht nochmal spannend“, hofft Strobl und glaubt, selbst einen Verlust von Meris Skenderovic („es erfüllt uns mit Stolz, wenn 1860 ihn auf der Liste hat!“) intern auffangen zu können mit beispielsweise einem Marco Zietsch, der bislang eine eher untergeordnete Rolle spielte.

Zwei Sachen betreffen den 05er Coach selbst: Er bekam die Zusage, ab Ende Februar seinen Fußball-Lehrer machen zu dürfen. Über ein Jahr lang muss er dann – wie auch Benedetto Muzzicato, Coach von Drittligist Viktoria Berlin – mutmaßlich nicht mehr nach Hennef, sondern in den DFB-Campus nach Frankfurt. „Es gibt die Zusage, dass ich öfters beim Team sein kann“, sagt Strobl, der dennoch ein bisschen weniger zuhause sein kann und daher darüber nachdenkt, sein Engagement als Spieler beim Landesligisten DJK Schwebenried-Schwemmelsbach zurückzufahren.

Schade: Das nächste Testspiel kommenden Samstag wieder ab 14 Uhr, wahrscheinlich wieder auf Kunstrasen, wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Bei den Offenbacher Kickers als Gast würden zu viele Fans erwartet werden, als dass sich dann die notwendigen Maßnahmen eines Ordnungsdienstes rechnen würden. Am 6. und 12. Februar haben die Anhänger jeweils um 14 Uhr gegen die Bayernligisten aus Seligenporten und den Würzburger FV aber die Chance zu kommen.

Fußball-Vorbereitungsspiel: FC Schweinfurt 05 – Bayern Alzenau: 8:0 (3:0)

Schweinfurt: Bennet Schmidt – Lukas Billick, Nico Rinderknecht, Marco Zietsch, Jannik Schuster, David Grözinger, Kevin Fery, Malik McLemore, Amar Suljic, Florian Pieper; eingewechselt: Nico Stephan – Thomas Haas, Kristian Böhnlein, Emir Bas, Amar Cekic, Edin Hyseni, Adam Jabiri, Meris Skenderovic.

Tore für Schweinfurt: Amar Cekic (2), Martin Thomann, Malik McLemore, Florian Pieper, Adam Jabiri, Edin Hyseni, Maris Skenderovic

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