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Der FC Schweinfurt 05 trainiert wieder: Viel Kaffee und ein Traum-Schwiegersohn


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SCHWEINFURT – Hurra, der FC Schweinfurt 05 trainiert wieder! Die Schnüdel trafen sich am Montag unter strengsten Hygienevorschriften um 15 Uhr zum ersten Mannschaftstraining. Mit Thomas Haas (zuvor Türkgücü München), Vitus Scheithauer (zuletzt vereinslos, vorher Mainz 05 2) und Daniel Adlung (Greuther Fürth 2) waren alle drei neuen Spieler anwesend. Der neue sportliche Leiter Robert Hettich wird am Ende der Woche nach Schweinfurt kommen.

Geplant sind täglich werktags eine Übungseinheit, am Wochenende soll die Mannschaft frei bekommen. „Wir müssen erst das fußballspezifische Feeling wieder aufbauen. Das wird nun unsere Vorbereitung auf die Vorbereitung“, sagt Trainer Tobias Strobl, der es langsam angehen lassen will, der ein bisschen Angst hat vor Verletzungen nach der so langen Pause. Mit Maximilian Bauer wird der Zugang des letzten Winters noch fehlen. Er hat nach einem kleinen operativen Eingriff noch immer Schmerzen im Knie, wo ihm ein Splitter entfernt wurde. Womöglich liegt es an den Nerven, aktuell soll ein Spezialist in Köln ihn untersuchen.


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Ansonsten sind alle Mann an Bord. Jungs, mit denen Strobl, sofern sie aus der Region kommen wie Kevin Fery oder Adam Jabiri, die letzten Wochen mal einen Kaffee trank, wie auch mit Sascha Marinkovic, mit dessen Frau Mersedes sich Strobls Gattin Katharina bestens versteht. Mit Co-Trainer Jan Gernlein („mittlerweile ein guter Freund!“) hat er oft telefoniert oder sich über What´sApp ausgetauscht. Montag gab´s mit ihm genauso wie mit Vorstand Markus Wolf ein Wiedersehen. Daniel Adlung konnte Tobias Strobl bereits in der Geschäftsstelle kennen lernen, als der Fürther zum Einkleiden kam. „Er ist ein angenehmer Zeitgenosse, von dessen Erfahrung wir sehr profitieren werden“, glaubt der Coach, der auch mit Thomas Haas bereits einen Kaffee trank: „Er ist menschlich wow und ein Traum-Schwiegersohn. Nun freue ich mich noch darauf, Vitus Scheithauer kennenlernen zu dürfen“, so Strobl am Montagmorgen.


Nicht mehr an Bord sind auch einige Akteure. Beispielsweise Ronny Philp, der seine Karriere beendete. Oder Pressesprecherin Jessica Oldenburger, die sich zu einer Fortbildung in München entschlossen hat. Nicht wenige Fußballfans werden am Sonntagnachmittag Stefan Kleineheismann beim Jubeln gesehen haben nach dem überraschenden 2:1-Sieg von Arminia Bielefeld in Leverkusen. „Zu drei bis fünf Prozent sind wir traurig, dass er weg ist, zu 95 Prozent aber ist unsere Freude groß, dass es jemand von Schweinfurt aus in die Bundesliga geschafft hat. Und er ist sogar der erste Co-Trainer und engster Vertraute von Frank Kramer. Aber Stefan fehlt uns im Trainerteam natürlich sehr“, sagt Tobias Strobl.

Er rechnet damit, dass der Re-Start der Beginn einer rund 12-wöchigen Vorbereitung sein wird, in der sich wohl derein oder andere Keeper präsentieren wird dürfen, nachdem Jan Reichert kommende Saison zum 1. FC Nürnberg 2 wechseln wird. „Ich hoffe zwar, dass die Saison zuende gespielt wird. Ich glaube aber nicht, dass wir an der Serie noch teilnehmen werden“, drückt der 33-Jährige seine Gefühle der Ungewissheit aus. Strobl rechnet eher damit, dass es nur noch zu Play-off-Spielen um die Meisterschaft kommen wird. Gegen Viktoria Aschaffenburg und die Spvgg Bayreuth.

„Und da hoffe ich auf Hin- und Rückspiel, jeder gegen jeden“, malt Strobl ein realistisch klingendes Szenario aus, auch wenn die Aschaffenburger als Nicht-Profis sich gegen so viele Partien aussprachen und eher für einen kompletten Abbruch der Runde. Was die Viktoria aufgrund der Quotientenregel zum Meister machen würde. „Das aber wird nicht passieren, hat der Verband gesagt. Und darauf vertrauen wir. es wird Play-offs geben“, so Schweinfurts Trainer, der natürlich am Ende mit dem FC 05 auf Position eins stehen möchte.

Um dann gegen den Meister der Regionalliga Nord einen Platz in der 3. Liga auszuspielen, die das große Ziel der Schnüdel ist. Der Gegner aus dem Norden? „Wir hatten ja immer gesagt, dass für uns Weiche Flensburg der Favorit ist. Aber dieser Verein hat gar keine Lizenz beantragt. Also denken wir, es könne Havelse werden. Und die kennen wir!“ Letzten Winter in der Türkei gab es einen Test gegen die Mannschaft aus dem Vorort von Hannover. 1:0 gewannen die Grün-Weißen durch Mohamad Awatas Tor.

Komisch ist Tobias Strobls Gefühl, dass er nun wieder regelmäßig für den Beruf aus dem Haus muss. Am Montag war es erst kalt und regnete heftig, rechtzeitig zum Training auf dem Kunstrasenplatz kam aber die Sonne heraus. Über das Wochenende weilten Strobl und seine Frau Katharina in seiner Heimat in Ingolstadt auf einem Besuch bei der Verwandtschaft. Ein Geburtstag stand an, natürlich keine Feier, aber ein unter Corona-Bedingungen erlaubtes Treffen mit einer Tante. Mit dabei war natürlich auch Tochter Lisa. „Sie wird nun elf Monate alt und lacht ständig, nun kann man mit ihr auch mal raus auf den Spielplatz“, weiß er und versichert, die fußballlose Zeit natürlich auch genossen zu haben.

Noch ein Rückblick: Angesichts der anhaltenden Talfahrt von Schalke 04 muss man im Nachhinein fast schon sagen, es wäre mehr drin gewesen in Pokalrunde eins für die Schnüdel in der Arena. Das Erreichen von Runde zwei, vielleicht sogar noch mehr, siehe Rot-Weiß Essen. Dann hätte der FC Schweinfurt 05 vielleicht bis vor kurzem noch zusammen sein können. So aber: Fußball im Land der Grün-Weißen hat ewig schon Pause. „Ich denke weniger an unser Event dort zurück, verfolge aber die krasse Entwicklung auf Schalke. Das ist schon sehr, sehr schlecht. Wenn ich Fan wäre, würde ich das nicht so cool finden, was sich die Mannschaft erlaubt. Da kann man nur hoffen, dass einige Spieler nächste Saison dieses Trikot nicht mehr tragen“, findet Tobias Strobl.

Das Foto mit den fünf Personen zeigt: Trainer und Zugänge des FC Schweinfurt 05 – von links: Jan Gernlein (Co-Coach), Daniel Adlung, Thomas Haas, Vitus Scheithauer und Cheftrainer Tobias Strobl

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