Home / Fußball / Regionalliga / Nobby Kleider und sein FC 05: Die Mailänder Pommes-Bude als Trainer-Killer

Nobby Kleider und sein FC 05: Die Mailänder Pommes-Bude als Trainer-Killer


Muster 300x300

SCHWEINFURT – Die DDR gab´s noch und mit ihr Erich Honecker. Michail Gorbatschow und Ronald Reagan waren die Mächtigen der Welt, Johannes Rau wurde nominiert, um Helmut Kohl in Deutschland als Kanzler abzulösen. Das alles passierte 1985, als Norbert Kleider mit knapp 34 Jahren Torwart-Trainer beim 1. FC Schweinfurt 05 wurde. Heute ist er doppelt so alt – und hat den Posten noch immer inne.

Der 68-Jährige verlängerte seinen Vertrag sogar schon für die kommende Saison, nach der er dann rund 70 Jahre alt wird. Ob dann für ihn Schluss ist, was ihn antreibt, immer noch – wenn auch momentan nicht täglich auf dem Fußballplatz zu stehen und was er seinem Sohn Andreas für den sportlichen Ruhestand wünscht, das verriet Kleider im großen anpfiff.info-Interview.


Winner Plus

Herr Kleider, erstmal natürlich die Corona-Frage: Geht es Ihnen und Ihrer Familie gut? Und was machen Sie so tagsüber in den Zeiten ohne Fußball-Training und ohne gesellschaftliches Leben?
Norbert Kleider: Mir uns meiner Familie geht es gut. Mein Tag beginnt immer früh um 10 Uhr, wenn ich fünf Kilometer jogge. Dann gibt´s ein gutes Mittagessen, danach spaziere ich mit meiner Frau. Dann wird Karten gespielt, wobei ich mich schon darüber aufrege, weil sie immer gewinnt…


Ein Highlight Ihrer Karriere als Torwart war sicherlich trotz einer 1:2-Niederlage der 17. November 1979, als Sie an der Seite von Jupp Kapellmann oder Heinz Flohe mit dem TSV 1860 München das Stadtderby gegen die Bayern bestritten. Klaus Augenthaler, Paul Breitner oder Karl-Heinz Rummenigge waren ihre Gegner. Ist einem so ein Ereignis nach mehr als 40 Jahren noch direkt vor den Augen – oder verblassen Erinnerungen irgendwann?
Norbert Kleider: Klar, das vergisst man nicht – vor 78.000 Leuten im Olympiastadion. Schade, dass wir knapp verloren. Gut aber, dass ich an keinem Gegentor die Schuld hatte…

Ihre anderen vier Bundesligaspiele bei Hertha BSC Berlin, in Mönchengladbach, Braunschweig und gegen den VfB Stuttgart endeten jeweils unentschieden. Überwiegt der Stolz, in der 1. Liga nur gegen die Bayern verloren zu haben? Oder ärgern Sie sich, dass Sie bei keinem Sieg auf dem Rasen standen?
Norbert Kleider: Toll ist, dass ich überhaupt mal 1. Bundesliga gespielt habe und dass wir im ersten Jahr die Liga halten konnten. Und dass wir mit mir nur einmal verloren haben.

Gab´s damals Kontakte zu den Stars der Gegner?
Norbert Kleider: Mit Paul Breitner spielte ich ja früher in der Bayernauswahl, in der Süddeutschen zusammen mit Uli Hoeneß. Im Jugendbereich war bei den Auswahlen damals aber 1860 München stärker vertreten als die Bayern. In der Jugend-Nationalmannschaft, die damals von Udo Lattek trainiert wurde und in der auch Rainer Bonhof stand, war ich der dritte Mann im Kader, bestritt zwar kein echtes Länderspiel, nur Vorbereitungspartien.

1981/82 bestritten Sie auch in der 2. Bundesliga für die Löwen fünf Partien – mit Stürmer Rudi Völler im Team. Bleibt von so einem Kontakt was hängen? Bekamen Sie zwischen 2000 und 2004 Länderspiel-Karten? Oder heute noch welche für Partien von Bayer Leverkusen?
Norbert Kleider: Wir lebten in der gleichen Wohnanlage, waren damals befreundet. Mit seiner damaligen Freundin war er oft bei uns. Damals war er natürlich noch nicht so bekannt. Er kam ja mit jungen 18 Jahren zu den Löwen. Als er dann in Leverkusen war, habe ich mal versucht, dass Bayer zu einem Freundschaftsspiel nach Schweinfurt kommt. Er aber konnte das damals nicht entscheiden. Später habe ich ihn mal zufällig auf dem Flughafen in Frankfurt getroffen. Da stand dann sofort ein Pulk von Leuten um uns herum…

Vor der Zeit in München wechselten Sie 1975 vom FC Schweinfurt 05 zu Bayern Hof. Heute wäre sowas an sich undenkbar. Warum damals weg aus Unter- und ins höchste Oberfranken?
Norbert Kleider: Ich bin ja erst für zwei Jahre zum VfB Coburg, der damals gerade in die Bayernliga, damals die 3. Liga, aufgestiegen war. Die machten mir ein Angebot, in Schweinfurt sah ich gegen Manfred Kirsch, Winfried Böhm, Dietmar Diekmann oder Wolfgang Dramsch keine große Chancen als junger Mann. Die Schnüdel hatten gute Torhüter. Danach machte ich ein Probetraining bei Eintracht Frankfurt, hätte wohl auch nach Bayreuth gehen können, sah aber auch da gegen Wolfgang Mahr keine großen Chancen, ihn vom Sockel zu stoßen.

Auf zum Fußball passend elf weitere Fragen antwortete Norbert Kleider höchst lesensert im Beitrag auf www.anpfiff.info. Das fränkische Fußballportal hat eben weiteren Fotos und KLeiders Steckbrief auf sein Dreamteam parat, in dem unter anderem Schorsch Baier, Steffen Rögele, Erwin Albert, Ralf Scherbaum und auch Rudi Völler (!) stehen. anpfiff.info leidet natürlich auch unter der Corona-Virus-Krise. Doch die Jungs jammern nicht und haben trotzdem täglich frische, lokale Fußball-Ware für ihre Leser parat.

liefert Dir Ergebnisse und mehr der Regionalliga 

Heute mal ausgehen/bestellen? Wie wäre es mit:
Maharadscha
Geiselwind oben
Ozean Grill
Eisgeliebt
Naturfreundehaus
Yummy
Du willst hier auch DEINE Werbung sehen?






© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Endzeiten der Events sind Schätzungen!
Fotos ggf. beispielhaft!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

#Schweinfurt #News #Nachrichten #Veranstaltungen #Events #swpacktdas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.