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Rückblick auf das bittere Pokal-Aus des FC 05: Eine Mischung aus Enttäuschung und Stolz


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SCHWEINFURT – Mit ein paar Stunden Abstand wurde es auch nicht besser. Es erinnerte an den Winter 2018, als Deutschland bei den Olympischen Spielen dicht vor Gold im Eishockey stand: Führung und Überzahl gegen Russland, Ausgang bekannt. „Silber“ gab´s Dienstagabend auch für die Schnüdel. Nach einem 1:4 auf Schalke. Klingt deutlich? War es aber nicht.

Die Gäste führten, waren lange gleichwertig bis besser, pressten früh, hätten mehr erreichen können. Eindeutig. Vorwürfe an den Schiedsrichter? Dass Sven Jablonski zu früh abpfiff – geschenkt. Ob er nicht doch Selif Sané nach einem Zweikampf mit Kristian Böhnlein Gelb zeigte, so wie es alle sahen, weshab Sané nach Gelb beim Elfmeterfoul an Adam Jabiri vom Platz gehört hätte? Wurde diskutiert! Und ob der gehaltene Strafstoß wiederholt hätte werden müssen, weil Ralf Fährmann beim Parieren des Balles die Linie verließ? Letztlich alles kein Thema mehr! „Er hat es sich verdient, dass er ihn gehalten hat. Ich sehe das so lieber, als wenn ein Elfmeter wiederholt wird“, erwies sich FC 05-Coach Tobias Strobl als fairer Verlierer.


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„Wenn der Ball reingeht, geht das Spiel anders aus“, sagt Schnüdel-Keeper Luis Zwick nichts Unerwartetes. Dann dann hätte es 20 Minuten vor dem Ende 2:2 gestanden. „Ich wollte ihn schon schießen“, hatte Martin Thomann danach keine Vorwürfe parat in Richtung Amar Suljic, der sich den Ball schnappte und vergab. Weil der zuvor erst eingewechselte Schweinfurter sich sicher fühlte. Genauso sicher wie Thomann, der in der 37. Minute für eines der Highlights sorgte in der jüngeren Vereinsgeschichte der Schnüdel. „Das hat sich sehr gut angefühlt“, grinste das Eigengewächs, das zwischenzeitlich in Aubstadt erwachsen wurde, über sein 0:1 – oder besser: 1:0, weil ja der FC 05 offiziell Heimrecht hatte in der Arena. Eiskalt netzte der 26-Jährige ein – und jubelte danach euphorischer als Mario Götze nach seinem Siegtor anno 2014…


„Wenn wir mit dem 1:0 in die Pause gehen, dann wird das ein komplett anderes Spiel“, denkt Thomann. Doch das zuvor komplett enttääuschende Schalke kippte es per Doppelschlag noch vor dem Seitenwechsel. Dann der vergebene Elfmeter, danach Königsblau zwei Mal eiskalt. „Wir können trotzdem alle unfassbar stolz sein. Wenn wir die Spielmomente nutzen, dann können wir eine Sensation schaffen“, weiß Tobias Strobl, „aber wenn nicht, dann kommt eben so ein Ergebnis zustande!“ Anders ausgedrückt: Die 1:0-Führung über die 45. Minute retten, das 2:2 per Elfmeter machen – wer weiß, was dann passiert wäre…

Gut möglich, dass dann der FC 05 noch im Wettbewerb wäre und in Pokalrunde zwei. So aber: Winterpause, Trainingsverbot, das Team in Kurzarbeit. „Wir reden mit dem Verband und versuchen, in der ersten Febrauer-Woche mit der Liga wieder anzufangen. Sonst wird es knackig, die Runde zuende zu spielen“, ahnt mit Markus Wolf der Präsident, Geschäftsführer und Hauptsponsor der Schweinfurter. Wolfs bester Kumpel, ein Jugendfreund, ist glühender Schalke 04-Fan und war am Dienstagabend womöglich etwas glücklicher als die Delegation aus Unterfranken, die danach die lange Busfahrt nach Hause auf sich nahm.

Im Wissen, „dass wir dieses Jahr das Grün leider nicht mehr sehen werden“, so Tobias Strobl. Mit entscheidend für ihn: „Nach unserem 1:0 hatten wir etwas in der Hand, aber auch das Gefühl, dass wir nun etwas zu verlieren haben!“ Bis dahin hätte ein Viertligist bei einem Bundesligisten nur gewinnen können. So war´s für Luis Zwick nach Abpfiff eine Mischung aus „Enttäuschung und Stolz. Aber wir haben ein Riesenspiel abgeliefert!“

Die Bilanz der Schnüdel in 2020, was Pflichtspiele betrifft: Niederlagen in Heimstetten, Aschaffenburg und jetzt Gelsenkirchen, Unentschieden im Ligapokal bei Fürth 2 und gegen Aubstadt, der einzige Sieg auch im Pokal in Aschaffenburg. Trotz des Pokal-Auftritts: Das ist dünn, das ist zu wenig. Das muss 2021 besser werden! Überwintern tut der Verein auf Platz vier der Regionalliga Bayern. Bei sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Aschaffenburg, aber auch zwei Spielen in der Hinterhand. Weil auch Bayreuth fünf Zähler enteilt ist, werden die angedachten Play-offs nach der Punkterunde immer wichtiger. Der BFV muss sie nur im nun engen Terminplan unterbringen, was schwer wird, wenn der Ligapokal fortgesetzt werden soll.



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