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Tobias Strobl gegen seinen Ex: „Man muss den Rosenheimern Respekt zollen!“


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SCHWEINFURT – Sechs Tore hat ihm Hansi Flick nun voraus seit Dienstag und Belgrad. Vorher siegte der FC Bayern München drei Mal unter dem neuen Coach bei 10:0 Toren. Das ist die gleiche Bilanz, wie sie Tobias Strobl beim FC Schweinfurt 05 bisher vorweisen kann. Unter dem 32-Jährigen kippten die Schnüdel ihre Tristesse in einen Umschwung. Nun steht das zweite Wiedersehen für Strobl binnen weniger Tage an.

Letzten Samstag musste ihm Alex Käs gratulieren. 6:0 gewann der FC 05 gegen den TSV Rain inklusive dessen Trainer, letzte Saison noch in Strobls Stab beim FC Ingolstadt 2, den er nach den eineinhalb Jahren in Rosenheim übernommen hatte und auf Rang neun führte. Der half nicht, den Abstieg zu vermeiden, weil die Profi-Schanzer in die 3. Liga mussten. Strobl ging, pausierte bis Anfang November, ehe ihn der Schweinfurter Präsident Markus Wolf telefonisch erreichte. Am Tag danach löste er Timo Wenzel ab.


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anpfiff.info sprach mit Tobias Strobl:


Herr Strobl, was würden Sie denn heute machen, wenn Sie Markus Wolf an diesem 4. November angerufen hätte?
Tobias Strobl: Am kommenden Wochenende würde ich mir bestimmt ein Spiel anschauen, vielleicht wäre es ja sogar Schweinfurt gegen Rosenheim geworden. Ansonsten werde ich am 11. Dezember eine Englisch-Prüfung schreiben, weil ich mich da zu einem Business-Kurs angemeldet habe, um die Sprache besser zu lernen.

Andere Angebote gab´s nicht?
Tobias Strobl: Keines, wo es sofort so gekribbelt hat wie bei Schweinfurt 05…

Ist das in bei den Schnüdeln Ihre bislang größte Herausforderung als Trainer?
Tobias Strobl: Ja. Einfach nur ja! Weil die Ambitionen hier anders sind. Man merkt, dass der Verein und das Umfeld Lust auf mehr haben.

Die ersten vier Wochen – ein Traum?
Tobias Strobl: Ja! Das Umfeld, die Menschen, die Mannschaft, der sportliche Erfolg – es funktioniert so wie erträumt.

Die Bayern spielen erst Samstagabend gegen Leverkusen. Vorher könnten Sie wieder gleichziehen mit Hansi Flicks vier Siegen zum Einstand…
Tobias Strobl: Die Parallelen zu ihm sind schön. Ich muss schmunzeln, wenn das die Leute immer wieder ansprechen. Leider haben wir nicht viel gemeinsam. Sein Bankkonto hätte ich gerne…

Ist das gegen Rosenheim eine besondere Partie?
Tobias Strobl: Ja, weil viele Kontakte noch bestehen. Aber für 90 Minuten ruht die Freunschaft.

Auf welches Wiedersehen freuen Sie sich am meisten?
Tobias Strobl: Mit Matthias Heiß oder dem Sportlichen Leiter Hansjörg Kroneck.

Sie verfolgen den TSV 1860 also noch?
Tobias Strobl: Man muss Respekt zollen, wie sie den großen Umbruch gemeistert haben. Sie stehen nur einen Punkt schlechter da letzte Saison zu dem Zeitpunkt.

Wissen Sie trotzdem, wie man Rosenheim schlägt?
Tobias Strobl: Wir müssen ihnen gegen den Ball einen Ticken weh tun, ihnen die Lust am Fußball nehmen. Wir müssen sie zum Laufen bringen, dann wird´s ein unangenehmes Spiel für Rosenheim. Aber ich weiß auch, dass sie mit Moritz Moser einen Spieler haben, der weiter einwerfen kann als ich schießen…

Im April 2020 werden Sie Vater. Soll dann die ganze Familie in Schweinfurt leben?
Tobias Strobl: Ich hoffe es. Der Plan sieht den Februar vor und dass meine Frau Katharina mitkommt und sich freut, wenn sie dann hier Zeit für das Baby hat.

Ein Drittliga-Aufstieg – so er bei acht Punkten aus Türkgücü München denn noch realistisch ist – würde angesichts Ihres fehlenden Scheins als Fußball-Lehrer für Probleme sorgen. Macht man sich da schon Gedanken?
Tobias Strobl: Jetzt nicht, aber im April/ Mai könnte das ein Thema werden. Wenn es noch klappen sollte mit dem Aufstieg, dann könnte ich den Lehrgang mitmachen, wäre dann aber Montag bis Mitwoch weg. Dann müssten wir das Trainerteam entsprechend aufstellen.

Ihre eigene fußballerische Kreisliga-Karriere beim FC Grün-Weiß Ingolstadt ist erstmal beendet?
Tobias Strobl: In der Rückrunde werde ich das ad acta legen. Die Hallensaison spiele ich noch mit. Immerhin habe ich bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft letzte Saison beim Endturnier in Stadtbergen bei Augsburg gegen Gundelfingen im Finale das Siegtor geschossen!

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

Mit am Tisch bei diesem Gespräch: Tim Danhof, die 22 Jahre alte Offensivkraft der Schnüdel, bereits fünffacher Torschütze diese Saison, jedoch unter Strobl noch auf einen Treffer wartend. Der Herzogenauracher spielte bis zum Alter von elf Jahren in seinem Heimatort für den FC, wechselte dann über Erlangen-Bruck zu Greuther Fürth, wo er ab der U13 die Nachwuchsmannschaften durchlief. Letzte Saison netzte er in der Regionalliga vier Mal ein, hat diese Marke also bereits übertroffen.

„Rosenheim ist eklig zu bespielen“, weiß Danhof aus Erfahrung. Die Winterpause nach der Partie kommt ihm nicht ungelegen. Erstens weil er sich auf die Zeit um Weihnachten mit der Familie freut, von der er diese Saison erstmals getrennt lebt. Zweitens „weil wir dann während der Vorbereitung Sachen verfeinern können, spezielle Abläufe, Stellschrauben“, wie es der Spieler ausdrückt.

Unter Strobls neuem System agiert er auf der Position einer „8“, ein bisschen defensiver als auf der „10“ oder der Außenbahn. „Und das macht Spaß, weil ich gerne im Spiel bin und Bälle bekomme!“ Danhof gibt jedoch zu, dass er seine defensive Arbeit noch verbessern muss, „denn das ist nicht so meine Stärke“. Weil er kreativ ist, hält er sich grundsätzlich für einen intelligenten Spieler. Und er ist einer, der mit seiner Torausbeute die letzten Spiele nicht so zufrieden ist: „Da hätte er ein oder andere Ball reingekonnt!“

Vielleicht klappt´s am Samstag, wenn der Trainer auf seinen alten Verein trifft. „Wir wollen wieder drei Punkte, aber ich wünsche Rosenheim trotzdem den Klassenerhalt“, sagt Tobias Strobl. Um mit Hansi Flick gleich ziehen zu können, müsste am Samstag wieder ein 6:0 her. Eher unwahrscheinlich, unmöglich aber gewiss auch nicht. Dass Lukas Billick nach seiner fünften Gelben Karte fehlt, sollte einen möglichen Tordrang der Schnüdel gewiss eher nicht stören.

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