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Dr. med. Matthias Blanke ist nicht nur für die Mighty Dogs ein unverzichtbarer Mannschaftsarzt


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SCHWEINFURT – Für die Mighty Dogs ist er unverzichtbar: Der renommierte Orthopäde und Unfallchirurg Dr. med. Matthias Blanke! Gemeinsam mit seinem Ärzteteam betreut der Chefarzt des Leopoldina Krankenhauses Schweinfurt auch in dieser Saison wieder das Team des Schweinfurter Eishockey-Bayernligisten. Neben den Mighty Dogs behandelt Dr. med. Matthias Blanke auch weitere regionale und internationale Profisportler.

In einem Interview spricht Dr. med. Matthias Blanke darüber, was ihn am seiner Arbeit als Mannschaftsarzt begeistert, warum er Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wurde, aber auch wie ein freier Tag bei ihm aussieht. Dr. med. Matthias Blanke, Teamarzt der Mighty Dogs, spricht im InsideMD-Interview über seine Arbeit als Mannschaftsarzt und verrät zudem, in welcher Sportart er bereits an der bayrischen Meisterschaft teilgenommen hat.


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Dr. med. Matthias Blanke war bereits vor seiner Zeit als Chefarzt am Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt in leitender Funktion am Universitätsklinikum Erlangen und betreute und behandelte dort unter anderem die Profispieler des 1. FC Nürnberg, der Spielvereinigung Greuther Fürth und weitere Profi- und Spitzensportler. Regelmäßig wird er von Profisportlern aus der Region, ganz Deutschland aber auch international für einen Rat, Behandlung oder wenn notwendig einer modernen operativen Therapie aufgesucht. Mit fast 5.000 operativen Eingriffen am Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt und der Geomed Kreisklinik Gerolzhofen zählt die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Endoprothetik unter seiner Leitung zu den Größten in Nordbayern.


InsideMD: Vielen Dank das Sie sich Zeit für uns genommen haben. Sie und Ihr Team begleiten die Mannschaft der Mighty Dogs jetzt die vierte Saison in Folge. Würden Sie uns bitte zu Beginn ihr Team vorstellen?
Dr. med. Matthias Blanke: Das diesjährige Team besteht aus meiner Person sowie drei sehr erfahrenen Oberärzten: Dr. Michael Völk, Dr. Germar Müller und Dr. Krisztian Fülöp.

InsideMD: Was ist für Sie das Faszinierende an der Orthopädie, Unfallchirurgie und Endoprothetik?
Dr. med. Matthias Blanke: Die Kunst als auch das Handwerk, das Erschaffen von Dingen hat mich schon seit jeher fasziniert. Deswegen war mit meiner ersten Berührung klar, dass die Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Endoprothetik mein Berufsziel wird. Bestärkt wurde dies durch etliche Verletzungen, die ich als sehr ambitionierter Sportler selbst hatte und hier orthopädisch und unfallchirurgisch behandelt wurde.

InsideMD: Aktuell sind Sie und Ihr Team als Mannschaftsärzte für den FC Schweinfurt 05 und die Mighty Dogs im Einsatz. Wie würden Sie Ihre Erfahrung als Mannschaftsarzt beschreiben?
Dr. med. Matthias Blanke: Aktuell betreue ich zusammen mit meinem Team die Mighty Dogs und den FC Schweinfurt 05. In meiner vorhergehenden Wirkungsstätte am Universitätsklinikum Erlangen war ich zusammen mit weiteren Kollegen als Mannschaftsarzt des 1. FC Nürnberg Bundesligavereins, die Spvgg. Greuther Fürth und vieler weiterer Profisportler verantwortlich. Seit jeher begeistert mich die Zusammenarbeit im Spitzen- und Profibereich auf beiden Seiten, sowohl medizinisch als auch sportlich geht es um Höchstleistung.

InsideMD: Wie wird man überhaupt Mannschaftsarzt?
Dr. med. Matthias Blanke: Wie oben bereits aufgeführt war ich und bin ich dem Sport sehr zugetan. Bereits in meiner Tätigkeit am Universitätsklinikum Erlangen war ich sehr intensiv in die Behandlung von Profi- und Amateursportlern involviert. Gerade auch durch mein breites operatives Spektrum mit der gesamten minimalinvasiven arthroskopischen Chirurgie vom Kniegelenk über das Sprunggelenk bis zum Schultergelenk ist man sehr intensiv mit Sportlern aller Leistungsgrade in Kontakt. Bereits kurz nach Antritt der Chefarztposition hier in Schweinfurt war für mich klar, dass ich weiterhin in der Betreuung und der operativen Behandlung von Sportlern aktiv sein möchte. Durch mein sehr engagiertes Team lässt sich das perfekt realisieren.

InsideMD: Wie viel Zeit verbringen Sie mit den Spielern?
Dr. med. Matthias Blanke: Alles was man mit Herzblut macht, macht man sehr intensiv. Mein Lebensinhalt, neben meiner Familie, ist meine Tätigkeit als Arzt und Operateur, sodass ich sicher deutlich mehr als der Durchschnitt täglich arbeite und in dieser Tätigkeit auch praktisch täglich mit Amateur- und Profisportlern sowie den Spielern der von uns betreuten Mannschaften zu tun habe. Aber ich empfinde dies nicht als Arbeit oder Belastung, sondern nehme hieraus viel positive Energie und mache dies einfach sehr gerne.

InsideMD: Gibt es auch Negatives an Ihrer Arbeit?
Dr. med. Matthias Blanke: Die eigentliche Arbeit als Arzt und Operateur macht mir tagtäglich großen Spaß, nur die zunehmende Bürokratisierung mit den ganzen administrativen Aufgaben könnte ich gerne abgeben. Dies gehört leider aber auch zur Tätigkeit eines Chefarztes, vor allem dann, wenn sie an zwei Standorten verantwortlich für knapp 25 Ärzte und fast 5 000 stationäre Behandlungen und Operationen im Jahr sind.

InsideMD: Die Aufgaben des medizinischen Stabes haben sich in der Vergangenheit aufgrund der Belastung und Frequenz der Spiele enorm in Richtung Rehabilitation und Prävention verschoben. Inwieweit können Sie hier Einfluss auf Spieler und Trainer nehmen? Wo liegen Ihre Schwerpunkte bei diesem Thema?
Dr. med. Matthias Blanke: Wir haben in den letzten Jahren und Jahrzenten gelernt Zusammenhänge zwischen Verletzung, Prävention und Rehabilitation anders zu verstehen. Diese neuen Erfahrungen, die wir sehr gut in einem Setting beim Profispieler oder Profisportler testen können, fließen direkt in die Behandlung unserer normalen Patienten ein. Ein Beispiel sind autologe Wachstumsfaktoren aus dem Eigenblut, die ich vor 10 Jahren nur bei Profisportlern angewendet habe. Diese Therapie wird in unserer wöchentlichen Sprechstunde von vielen Patienten dankend angenommen und wir können hier tolle Ergebnisse auch ohne Operation erreichen. Wenn sie mich nach dem Einfluss fragen, muss man ganz klar sagen, dass hier ein extrem gutes Miteinander existiert. Oft komm ich mir ein bisschen wie in einer Vaterrolle für die Sportler und Spieler vor, die aus meiner Sicht meinen Rat immer gerne aufnehmen und den auch sehr konsequent befolgen. Gerade mit den Trainern ist es eine Kommunikation auf Augenhöhe.

InsideMD: Was unterscheidet die Belastung beim Eishockey von der beim Fußball?
Dr. med. Matthias Blanke: Grundvoraussetzung ist eine gute körperliche Fitness. Vor allem hinsichtlich der Verletzungen haben wir beim Eishockey mehr Verletzungen im Bereich der oberen Extremität, im Fußball geht es vor allem um Verletzungen im Knie- und Sprunggelenksbereich. Gerade im Fußball haben wir bereits schon in niedrigeren Ligen den Profibereich, sodass hier ein ganz anderes Trainingspensum vorliegt und dies nicht selten zu anderweitigen chronischen Problemen wie beispielsweise Fersensporn, Achillessehnenreizung etc. führt. Im Eishockey sehen wir dieses nur vereinzelt.

InsideMD: Gibt es Verletzungen, die besonders häufig auftreten?
Dr. med. Matthias Blanke: Im Fußball sehen wir vor allem Verletzungen im Bereich des Kniegelenkes, Innenband, Meniskus, Kreuzband oder auch der Syndesmosenriss im Bereich des Sprunggelenkes. Aktuell werden Spieler vom Kader des FC 05 von mir operativ behandelt und machen extrem gute Fortschritte. Im Eishockey sehen wir häufiger Verletzungen beispielsweise im Schulter- oder Schlüsselbeinbereich. Dies kommt durch Kontakt während des Spiels, Bodychecks und Stürzen. So befindet sich auch aktuell Marcel Grüner nach einem Bodycheck beim Spiel gegen Bayreuth in meiner Behandlung mit einer Thoraxprellung.

InsideMD: Wie sieht es mit der Prävention für den Breitensportler aus?
Dr. med. Matthias Blanke: Zunächst ist zu begrüßen, dass Vitalität und körperliche Fitness im Bewusstsein der Menschen angekommen sind. Gerade auch ältere Patienten sind sportlich sehr ambitioniert. Genauso wie im Profisport ist aber auch im Amateurbereich die Prävention ein ganz wichtiges Thema. Hier kann ich nur jedem Amateur empfehlen sich einer entsprechenden Sportgruppe oder einem entsprechenden Sport- und Fitnessstudio anzuschließen, um gerade in der Anfangssituation korrekte Köperhaltung, Abläufe und vor allem auch Ausgleichsbewegungen und Dehnübungen zu erlernen. Wird dies berücksichtigt, macht Sport Spaß und führt zu hoffentlich wenig Verletzungen.

InsideMD: Sind Eishockeyspieler aus einem anderen Holz geschnitzt oder warum können diese mit Verletzungen wesentlich besser umgehen als andere Sportler?
Dr. med. Matthias Blanke: Per se muss man sagen, dass jeder ambitionierte Leistungssportler mit Verletzungen und Erkrankungen anders umgeht als der Durchschnittsbürger. Dies ist ja sein Kapital, sodass er viel intensiver auch auf seinen Körper hört. Ich muss Ihnen rechtgeben, dass wir bei Eishockeyspielern doch sehr extreme Situationen erlebt haben, Verletzungen wurden direkt am Eis behandelt (Schultern eingekugelt, Platzwunden getackert) und die Spieler haben umgehend weitergespielt. Auch hier treffen wir als Ärzte immer sehr kritische und klare Entscheidungen und schützen den Spieler vor sich selber, wenn es sein muss. Beim Fußball sind es oft Verletzungen beispielsweise im Kniegelenk mit Kreuzbandriss, die ein Weiterspielen völlig unmöglich machen.

InsideMD: So mancher Spieler erscheint – gerade bei großen Spielen unersetzbar. Was halten Sie vom Fitspritzen?
Dr. med. Matthias Blanke: Sowohl im Profisport als auch im Amateursport oder beim Durchschnittsbürger halte ich vom sogenannten „Fitspritzen“ nichts. Wir sind auch an die Dopingvorschriften gebunden. Wenn sie aber meinen, dass wir durch beispielsweise die Verwendung bestimmter Medikamente oder eben spezieller Faktoren aus dem Eigenblut (beispielsweise autologe Wachstumsfaktoren) eine Heilung extrem positiv auch im zeitlichen Ablauf beeinflussen können, nutzen wir diese Chance natürlich. Wie ich oben erwähnt habe, haben wir eine sehr große Sprechstunde die von Sportlern aber auch von Amateuren und Normalbürgen sehr intensiv bei Sehnenverletzungen, chronischen Reizungen wie dem Tennisellenbogen oder auch arthrotischen Beschwerden wahrgenommen wird. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

InsideMD: Viele Ärzte schätzen den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Wie ist das unter Mannschaftsärzten?
Dr. med. Matthias Blanke: Wie schon berichtet, betreue ich ja schon fast mein gesamtes berufliches Leben Sportler im Amateur- und Profibereich. Da ich ja auch sehr intensiv operativ tätig bin, bleibt eine permanente Fortbildung und Kommunikation national als auch international nicht aus. Gerade im Sportbereich bin ich sehr intensiv vernetzt mit Kollegen, die beispielsweise den 1. FC Nürnberg, den Hamburger SV und andere Sportvereine betreuen. Zum Teil sind es langjährige Weggefährten, mit denen man auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegt und sich regelhaft bei nationalen und internationalen Kongressen trifft.

InsideMD: Abschließend noch ein paar Fragen zur Privatperson Dr. med. Matthias Blanke. Wie sieht ein typischer freier Tag bei Ihnen Zuhause aus?
Dr. med. Matthias Blanke (‘auch hier lacht Dr. Blanke‘): Wirklich freie Tage, wobei die Medizin und meine Verantwortung sowohl als Chefarzt für 2 Kliniken als auch im Sportbereich eigentlich permanent präsent sind, gehören ganz und gar meiner Familie. Ich bin stolzer Vater von drei Jungs und habe eine wunderbare Frau, die all meine berufliche Belastung und Ambition für den Sport mitträgt. Aber auch in dieser Zeit steht oft körperliche Betätigung und Sport im Fokus. Gerne gehe ich auch dann zum Eishockeyspiel oder Fußballspiel und nehme meine Jungs mit. Gerade jetzt im Herbst nehme ich mir aber sehr gerne mal ein Buch und lasse die Gedanken schweifen.

InsideMD: Haben Sie selbst Eishockey gespielt? Können Sie Schlittschuhlaufen?
Dr. med. Matthias Blanke: Natürlich kann ich Schlittschuhlaufen und ich habe auch Eishockey gespielt. Allerdings nie in einer Liga oder besonders erfolgreich. Sportlich erfolgreich war ich in anderen Bereich, unter anderem in der Leichtathletik, wo ich auch mehrfach an Bayerischen Meisterschaften teilnehmen durfte. Eine Zeitlang habe ich auch verschiedenste Arten von Kampfsport erlernt. Aktuell beschränke ich mich eher auf Fitness, Krafttraining, Ski- und Snowboardfahren.

InsideMD: Wie halten Sie sich fit?
Dr. med. Matthias Blanke: Leider zu wenig. Wie oben gesagt, ist mein Tag sehr knapp bemessen und Zeit für meine eigene körperliche Fitness bleibt doch sehr wenig. Wenn irgend möglich versuche ich auch mit meinen Kindern zusammen sportlich aktiv zu sein. Aber ich nehme es mir fest vor, hier wieder mehr Zeit für meine eigene körperliche Fitness zu investieren. Bin aber ansonsten mit meiner Fitness ganz zufrieden.

Vielen Dank für Ihre Zeit und das sympathische Interview!

Wer mehr über Dr. Blanke, sein Team und den Alltag eines Orthopäden und Unfallchirurgen erfahren möchte, kann dies unter Instagram@dr.m.blanke (www.instagram.com/dr.m.blanke/?igshid=1mqhofanefpnk) oder auf Facebook (www.facebook.com/dr.m.blanke/) tun.

Verfasser: Medienteam Mighty Dogs



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