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Quo vadis, Schweinfurter Spitzensport? Warum in der Kugellagerstadt momentan so gut wie nichts geht


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SCHWEINFURT – 561 Zuschauer: Das mag gut klingen für eine viertklassige Eishockey-Liga. Und in der Tat: Mehr kamen am Sonntag nur zum Derby nach Dorfen gegen Erding. So gesehen sind die Mighty Dogs in der Bayernliga ziemlich weit an der Spitze. Aber angesichts der Tatsache, dass auch schon mal an die 2000 Fans im Schnitt zum ERV kamen, erschrecken die aktuellen Zahlen dann doch.

Immerhin ging es aktuell gegen den Tabellenzweiten aus Landsberg. Gegen einen attraktiven Verein, dem man in der Vereinsgeschichte bislang stets aus dem Weg ging. Und die Partie war wichtig, wollen die Schweinfurter doch Achter werden und damit die Aufstiegsspiele zur Oberliga erreichen. Das ist auch jetzt noch möglich, nach der 2:7-Heimniederlage gegen die Riverkings. Aber man mag sich fragen, wie das ohne die Unterstützung von den Rängen gelingen kann. Wenn 80 Prozent der Plätze leer bleiben, dann leidet darunter die Stimmung. Da können die Supporters anfeuern, so viel sie wollen.

In Sachen Kapazität ist es beim FC 05 ja eigentlich noch schlimmer. Waren das gegen Garching jüngst eigentlich noch 500 Anhänger im weiter, 15.000 Personen fassenden Rund? Die Schnüdel können fast schon froh sein, dass sie nächsten Freitag noch zu Bayern München 2 müssen. Nach sechs Partien ohne Sieg wäre den Schweinfurtern gegen Augsburg 2 (kommt Anfang 2019 ins Willy-Sachs-Stadion) eine Geisterkulisse sicher.


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Über die Problematik der Schnüdel wurde an dieser Stelle schon viel geschrieben (siehe Links zu den Beiträgen unten). Professionalität im Umfeld sieht gewiss anders aus. Was sich am Samstag wieder zeigte, als das Team wegen einer Sperrung der Autobahn zu spät in Aschaffenburg ankam. Andere Anhänger reisten (rechtzeitig) über die Bundesstraße an.





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Krass irgendwie auch, dass der in Würzburg, Bamberg oder Bayreuth so boomende Basketballsport in Schweinfurt nach wie vor nur eine Nische besetzt. Und das trotz der Klasseleistungen der DJK, die auch heuer wieder in der Bayernliga ganz weit oben mitspielt. Beim Sieg gegen die zuvor ungeschlagenen Kulmbacher vergangenen Freitag schauten gezählte 27 (!) Zuschauer in der DJK-Halle vorbei. Das ist ernüchternd und frustrierend, freilich aber wohl auch kein Wunder, wenn in der lokalen Tageszeitung seitenlange Berichte über die Würzburger Basketballer stehen und über die Schweinfurter nur kleine Texte, fast nie aber eine Vorschau zu den Spielen. Vielleicht kommen diesen Samstag zum Spitzenspiel gegen Rattelsdorf um 18 Uhr ja mal ein paar Leute mehr.

Den Mighty Dogs wär´s auch zu wünschen, dass kommenden Sonntag zum so wichtigen Heimspiel gegen höchst attraktive Passauer mal ein paar Fans mehr erscheinen oder der Icedome gar gut gefüllt ist. Doch wie an dieser Stelle auch schon mehrfach erwähnt tut der Verein so gut wie gar nichts, um Neugierde zu wecken oder gar Euphorie zu erzeugen. Seit 2012 eigentlich schon, als nach dem Aufstieg in die Oberliga auf einmal fast überhaupt nichts mehr los war im der Eishalle.

Und hier die Top-15 der Ausreden des ERV Schweinfurt, wieso die Zuschauerzahlen eingebrochen sind. Einiges davon – eigentlich alles… – hat man tatsächlich schon immer wieder gehört…

* „Das Herbstwetter ist noch so gut, die Leute kommen erst, wenn es Winter wird!“

* „Die Runde ist erst angelaufen, die Leute suchen sich die Spiele raus, in denen es um was geht!“

* „Wir starten bald eine Werbeaktion, aber das machen wir erst im Dezember!“

* „Wir haben eigentlich eine Aktion geplant, aber uns fehlen die Mitarbeiter, um sie umzusetzen!“

* „Jetzt beginnen die Weihnachtsmärkte, da haben die Leute am Sonntag anderes vor!“

* „Werbeaktionen brauchen wir nicht. Die Leute kommen schon zum Eishockey, wenn es um etwas geht!“

* „Weihnachtsfeiern stehen an. Klar, dass da die wenigsten Leute Freitagabend Zeit haben für Eishockey!“

* „Bad Kissingen komme am zweiten Weihnachtsfeiertag. Da wird der Icedome eh voll!“

* „Am 26. Dezember essen die Leute Gänse. Da hat man den Magen voll und will danach bei der Familie bleiben!“

* „Eine Aktion zur Auswärtsfahrt nach Pegnitz brauchen wir nicht. Da fahren die Leute eh mit!“

* „Zwischen den Feiertagen haben die meisten Leute Urlaub und fahren weg!“

* „Pegnitz ist abgeschlagen Lezter und hat ein Stadion ohne Dach. Unsere Fans wollen nicht frieren oder nass werden!“

* Jetzt ist die Hochphase des Faschings, da gehen die Leute auf Sitzungen!“

* „Nach dem langen Winter wollen die Leute nun wieder raus in die Natur und nicht in eine Eishalle!“

* „Jetzt ist die Saison eh rum. In der nächsten machen wir mal ein paar Aktionen!“

So ist das leider. Seit Jahren schon…

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2 Kommentare

  1. Lieber Michael,

    dem FC einen Vorwurf zu machen hinsichtlich der Anreise geht mir persönlich zu weit.
    Hätten wir uns in Aschaffenburg getroffen wäre sicherlich eine interessante Diskussion zur Anreise herausgekommen
    Nur soviel: mich hatte es auch erwischt und ich stand 75 Minuten im Stau auf der A3 zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld.
    Warum? Weil ich erstens dummerweise über die Autobahn gefahren bin statt über die B26 und zweitens, weil der Stau im Radio erst durchgegeben wurde, als wir schon knapp 40 Minuten standen (und auch das Navi vorher nichts anzeigte).
    4-5 Minuten eher an der Unfallstelle und wir wären ohne Probleme durchgekommen – war eben Pech.

    Da kann dann auch ein frühzeitig abfahrender Mannschaftsbus (der Bus fuhr über 3 1/2 Stunden vor Spielbeginn in SW los) nichts daran ändern, wenn zwischen der Unfallstelle Nahe der Ausfahrt Rohrbrunn und der Anschlusstelle Marktheidenfeld rund 10 Kilometer Stillstand ist (bei rund 15 Kilometern Strecke zwischen beiden Aschlussstellen).

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