22. 10. 2017
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0:7 für die 05er: Zu starker Club für die zweite Schnüdel-Garde



SCHWEINFURT – Für Michael Köllner ist Schweinfurt ein gutes Pflaster. Letzte Saison gewann seine Nürnberger Reserve erst um Punkte mit 2:1 im Willy-Sachs-Stadion, dann auf dem Kunstrasen zur Winter-Vorbereitung gar mit 4:1. Kurze Zeit später übernahm der Oberpfälzer die Profimannschaft. Und die will nun am Tor zur 1. Bundesliga kratzen. Da verwundert ein 7:0-Sieg im Test beim FC 05 kaum.

„Die werden ganz schön eng aneinander stehen…“, blickte Markus Wolf unmittelbar nach dem Abpfiff ins diesmal gähnend leere weite rund und dachte da schon an die Partie genau 14 Tage später. Über 15.000 Zuschauer werden dann gegen Eintracht Frankfurt die Ränge bevölkern. Das Pokalspiel zieht die Massen an, anscheinend die dritt- oder viertgrößte Kulisse, die je im Stadion zu vermelden war. Auch Präsident Wolf ist heiß auf das, was kommt. Dass nur knapp unter 600 Fans an einem herbstlichen Dienstagabend den Club sehen wollten, mussten die Schnüdel einkalkulieren. „Schade, dass die halbe Mannschaft krank oder verletzt ist“, erklärte der Vorstand die Aufstellung der Heimelf.

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Anscheinend schleppte Adam Jabiri einen Virus in die Mannschaft, der schließlich ein paar andere befiel. Ausgerechnet der Torjäger, der halbwegs wiedergenesen ist, sollte an sich zu Beginn auflaufen, nachdem er in Seligenporten erst zur Pause kam. Doch beim Vormittagstraining meldete sich ein Zwicken im Rücken. Und so blieb Lukas Billick der einzige Mann aus der allerersten Elf, der sogar 90 Minuten durchspielte. Das aber auch nur deshalb, weil er nach Gelb-Rot am letzten Samstag für den kommenden ausfällt. Aus dem zweiten Glied durften sich Keeper David Paulus, Andreas Bauer, Marco Janz, Marco Fritscher und Michael Schlicht empfehlen. Dominik Weiß kickte wenigstens eine Halbzeit. „Lukas hat es ordentlich gemacht, Michael war sehr gut. Die Zwei sind herausgestochen“, lobte hinterher Trainer Gerd Klaus.

Die Geschichte des eigentlichen Spiels muss man gar nicht lange erzählen. Auf Pass von Marco Fritscher scheiterte Christopher Lehmann frei an Nürnbergs Torwart Fabian Bredlow. Das hätte das 1:0 sein müssen. Danach gab der Zweitligist, der anfangs bis auf ein paar Ausfälle seine erste Elf aufbot, Vollgas. Schon nach 13 Minuten hieß es 0:3. Vor allem Enrico Valentis dritter Treffer der Gäste war schon sehr sehenswert, so wie ein paar andere Tore der Nürnberger auch. Mikael Ishal schnürte gar einen Doppelpack. Schon zur Pause hieß es 0:5. Mit Alexander Freitag und Maximilian Krauß brachte Köllner dann zwei Nachwuchskräfte, wechselte generell komplett durch, brachte später weitere Youngsters. Patrick Kammerbauers 7:0 eine Viertelstunde vor dem Ende passte zum Auftritt der Gäste, die wirklich sehenswerte Einschüsse zeigten gegen Schweinfurter, die 90 Minuten mit Akteuren wie Lehman, Vincent Waigand oder Fabio Feidel spielten, die Markus Thomann, Marius Heinze oder Marcel Volkmuth aus der eigenen U23 brachten.

Bei Kreisligist TSV Meckenhausen vergangenen Freitag setzte sich der Club „nur“ mit 6:1 durch. Ob dieser zweite Test während der Länderspielpause Michael Köllner neue Erkenntnisse brachte vor dem Zweitligaspiel kommenden Montagabend bei Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98? Fraglich! Allemal sympathisch präsentierte sich der Club bei Schnüdeln, die möglichst mit vielen diesmal zuschauenden Spielern, sofern wieder gesund, am Samstag Platz zwei in der Regionalliga zurückerobern wollen, ja müssen. Und das im Verfolgerduell gegen den FC Ingolstadt 2. „Das ist Alltag, der leider dazu gehört“, weiß Markus Wolf. „Für alle, die sich heute zeigen konnten, war das gegen Nürnberg ein guter Test“, sagt der FC 05-Vorstand. Und er gibt das Rennen gegen den TSV 1860 München trotz der 13 Punkte Vorsprung der Löwen noch nicht auf. „Wir wollen den Anschluss nicht verlieren. 60 trifft nun auf Augsburg 2, auf Bayern München 2, dann auf Bayreuth, hat dazwischen spielfrei. Wir haben bis auf Ingolstadt 2 am Samstag die schweren Gegner erstrmal hinter uns!“ Allerdings fehlen gegen die Schanzer die Innenverteidiger Billick und Patrick Wolf. Neben Matthias Strohmaier müssen es Herbert Paul, Marco Janz oder Andreas Bauer richten. Die beiden Letzteren, zweifelsfrei nicht gerade mit viel Spielpraxis ausgestattet, bekamen am Dienstagabend phasenweise ganz schön ihre Grenzen aufgezeigt in Sachen Schnelligkeit.

Fußball-Freundschaftsspiel: 1. FC Schweinfurt 05 – 1. FC Nürnberg 0:7 (0:5)
1. FCS: Paulus – Feidel, Bauer, Janz (54. Volkmuth), Weiß (46. Heinze), Billick, Waigand, Lehmann, Schlicht, Fritscher, Pieper (46. Thomann).
1. FCN: Bredlow (46. Kirschbaum) – Margreitter (46. Jäger), Petrak, Ewerton (59. Satkus), Kammerbauer, Erras (46. Krauß), Behrens (59. Pex), Valentini (59. Stoßberger), Fuchs, Ishak (46. Freitag), Möhwald (59. Schleimer)
Tore: 0:1 Valentini (6.), 0:2 Ishak (12.), 0:3 Valentini (13.), 0:4 Ishak (35.), 0:5 Erras (36.), 0:6 Behrens (52.), 0:7 Kammerbauer (74.)
Schiedsrichter: Markus Pflaum (Hallstadt).
Zuschauer: 597







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