20. 08. 2017
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Kompakt stehen, schnell kontern: Wie der FC 05 am Sonntag Sandhausen packen will



SCHWEINFURT – Kurz vor der Auslosung hatte sich Gerd Klaus festgelegt. Der SV Sandhausen wäre sein erklärter Wunschgegner. Was dann passierte, ist längst bekannt: Der FC 05 zog tatsächlich den Zweitligisten aus der Nähe Heidelbergs. Da machte sich anfangs Ernüchterung breit.

Nun steht die erste DFB-Pokal-Hauptrunde direkt vor der Türe. Am Sonntag ab 15.30 Uhr wird gekickt. Ob Sandhausen noch immer der Lieblingsgegner des Schnüdel-Trainers ist? „Das kann aich am Sonntag so um 18 Uhr sagen…“, grinst Klaus und wägt nochmals ab. Der SVS als etablierter Zweitligist sei „vom Namen her nicht so attraktiv, aber man kann sie an einem sehr guten Tag schlagen. Es gibt jedoch klangvollere Namen, das ist sicher!“

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Die Bayern, Dortmund, Schalke, Köln, Frankfurt, Stuttgart…, bei all diesen Gegnern wäre das Willy-Sachs-Stadion mit seinen fast 17.000 Plätzen längst ausverkauft. Aber: Immerhin um die 3000 Karten waren bis Freitagmittag verkauft, die Tribüne ist längst bis auf den letzten Stuhl voll. Und das, obwohl vielleicht nur 200 Sandhausener Anhänger sich auf den Weg machen. Zum Vergleich: Bei Zweitligist Dresden als Gegner hätten sich wohl mehr als 3000 Dynamo-Fans angekündigt.

Sandhausen also schlagbar? „Das ist ein sehr, sehr guter Zweitligist“, weiß Gerd Klaus und erinnert an den Sieg des Rhein-Neckar-Vereins vom Hardtwald unlängst erst gegen Bundesliga-Absteiger Ingolstadt durch ein Tor von Andrew Wooten. Zum Auftakt bei Neuling Holstein Kiel (2:2) führte der SVS lange mit 2:0. „Die machen aber nicht gerne das Spiel, das eher auf Konter ausgelegt ist“, weiß Klaus ebenso und sieht da die Chance der Schnüdel. „Wir werden nicht gleich draufrumpeln am Sonntag!“ Sondern kompakt stehen.

„Das ist keine Übermannschaft. Aber sie sind besser als wir. Doch wenn unser Kollektiv passt, wir Glück haben und die Schiedsrichterleistung passt, dann können wir für eine Überraschung sorgen“, glaubt Klaus. Mit schnellen Außen wie Marius Willsch und Steffen Krautschneider oder auch Marco Fritscher, der durchaus für einen Einsatz in Frage kommt, will er Sandhausen knacken und sieht den Außenverteidiger Philipp Klingmann als eine mögliche (langsame) Schwachstelle. Man müsse mal durchkommen, ein Tor schießen.

„Und so viele Spiele hat Sandhausen noch nicht gedreht!“, sagt der Schwienfurter Trainer. Dagegen sei die Mannschaft bei einer eigenen Führung gut organisiert und kaum zu bezwingen. Der passende Mann für ein 1:0 der Schweinfurter wäre sicher Sturmführer Adam Jabiri. „Er hat jetzt diese Führungsrolle und reißt die anderen mit. Er tut uns gut und ist wahnsinnig anerkannt“, lobt Klaus den fünffachen Regionalliga-Torschützen.

In der Vorbereitung besiegte Sandhausen den Englischen Erstliga-Aufsteiger Huddersfield Town mit 3:2, den Deutschen Bundesligisten SC Freiburg gar mit 3:0 und Bayer Leverkusen mit 3:2. „Vielleicht hätten wir uns gegen einen Bundesligisten sogar leichter getan“, vermutet Gerd Klaus, „denn die sind im Gegensatz zu den Zweitligisten noch nicht im Rhythmus. Aber es ist ja kein Wunschkonzert!“

„Es gibt nicht den geringsten Grund, den Gegner zu unterschätzen. Wir bereiten uns auf das Spiel genauso vor, wie auf ein normales Punktspiel“, mahnte Sandhausens Trainer Kenan Kocak laut Homepage (www.svs1916.de) auf der Pressekonferenz des Vereins. Der SVS hat also Respekt vor den Schweinfurtern, die in den letzten Tagen für den Bio-Rhythmus jeweils um 15 Uhr trainierten und die auf 6000 bis 7000 Zuschauer hoffen.

„8000 bis 9000 wären natürlich toll“, hofft Gerd Klaus auf eine noch größere Resonanz. „Weil gerade in so einem Spiel eine Top-Unterstützung extrem wichtig ist mit lauten Rufen von Beginn an. Dann sind wir nämlich nur schwer zuhause zu schlagen.“ Und dann könnte der Traum weiter leben von Runde zwei und den Bayern, Dortmund, Schalke, Köln, Frankfurt, Stuttgart…

Runde zwei, gutes Stichwort: Auf Verbandsebene reisen die Schnüdel schon wenige Tage nach dem nächsten Auswärts-Punktspiel bei der Spvgg Bayreuth nach Aubstadt zum Bayernligisten. „Das war im Lostopf der beste Verein, wir freuen uns. Sicherlich ist das der schwerste, aber auch der attraktivste Gegner mit vielen ehemaligen Spielern von uns. Wenn es so ausgeht, wie letzte Saison, dann wären wir heilfroh!“, sagt Gerd Klaus. 5:2 gewannen die Schweinfurter im September 2016 im Grabfeld. Wiederholung erwünscht.

Zur Not reicht auch ein 4:2 – und das eine, Goldene Tor zieht der FC 05 schon diesen Sonntag gegen Sandhausen….



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