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Alltag raus aus dem WSS!


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Ein paar Tage dauert´s nur noch, dann startet die Fußball-Saison. Knapp 48 Stunden vor dem WM-Finale geht´s auf regionaler Ebene schon wieder los mit der Punkterunde. Für den 1. FC Schweinfurt 05 wird´s unter Garantie eine heiße Spielzeit. Man peilt den Aufstieg an.

Ja, die 3. Liga soll es sein für die Schnüdel. Möglichst schon ab 2019. Dazu müssen die Grün-Weißen vor danach anstehenden Aufstiegsspielen erst einmal Meister werden in der Regionaliga Bayern. Das ist das Ziel. Um eine Spielklasse verlassen zu können, die zwar von Dorfvereinen aus Schalding-Heining, Buchbach oder Pipinsried geliebt wird, die der Verband als absolutes Erfolgsmodell zu verkaufen versucht, die aber außer Gegnern wie Aschaffenburg, Bayreuth oder mit Abstrichen Burghausen kaum attraktive Gegner bietet für die Schweinfurter.

Momentan steht der FC 05 in der Tabelle vor dem ersten Spieltag auf dem letzten Rang. Das liegt daran, dass alle Teams in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet sind. Unterföhring und Seligenporten stiegen ja ab. Experten erwarten, dass die Schnüdel mit Bayern München 2 einen ernsthaften Rivalen im Titelkampf haben werden, dass Nürnberg 2 oder Augsburg 2 oder Ingolstadt 2, also weitere von insgesamt fünf nervenden zweiten Mannschaften, genauso Außenseiterchancen haben werden wie vielleicht das ein oder andere Überraschungsteam.


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Eher nicht auf der Liste der Anwärter steht Illertissen, am 13. Juli, einem Freitagabend, Auftaktgegner und Gast im Willy-Sachs-Stadion, wo man auch gleich mal sehen wird, wie neugierig die Schweinfurter sind auf das Vorhaben, diese Saison endlich mal für den großen Wurf zu sorgen. 1500 Fans oder mehr kommen gemeinhin immer zu einem Eröffnungsspiel, diesmal sollten es eigentlich mehr als 2000 Zuschauer werden. Von 2500 im Schnitt träumt Fußballboss Markus Wolf gar.





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Das kann nur dann realistisch werden, wenn es der FC 05 schafft, eine absolute Euphorie zu erzeugen, wenn ein Spitzenspiel gegen Bayern München 2 um die 10.000 Leute anlockt, wenn die Schnüdel von Beginn an oben stehen. Unmöglich ist es nicht. Aber ein Selbstläufer ist ein volles Stadion auch bei großem sportlichen Erfolg nicht zwingend automatisch. Es gehört ein bisschen mehr dazu heutzutage. Man(n) muss auch trommeln, wenn die Musik über die Stadtgrenzen hinaus gehört werden soll.

Und der FC 05 muss endlich begreifen, dass er fraglos zwar der Nummer eins-Verein in der Region ist, dass man auf den Dörfern aber die Schnüdel noch immer ein bisschen mit Zweifeln betrachtet, teils gar schlicht und einfach nicht mag. Weil es immer so wirkt, als würden die Verantwortlichen ein bisschen von oben herab aus dem Willy-Sachs-Stadion zu „denen da unten“ schauen. Bestes Beispiel ist die an sich nicht notwendige Verlegung der Eröffnungspartie von Samstag auf Freitagabend, wo der Verband nun parallel das erste Match der Landesliga Nordwest ansetzte: In Euerbach kommt es gegen Fuchsstadt zu einem Derby und einem Aufeinandertreffen vieler ehemaliger Schnüdel, die genauso wie die Zuschauer dort, sicherlich mehr als 500, dann eben nicht beim FC 05 sein können.

Dabei geht es gar nicht um diesen einen Tag und diese Leute, sondern einfach darum, dass ein Verein, der alle Fußballfans der Region ins Boot holen will, sein Spiel dann eben Samstag ansetzt, Freitag mit Mann und Maus in Euerbach auftaucht, vielleicht beide Teams für Samstag einlädt und Zuschauern mit Landesligaticket einen Bonus beim Eintritt gewährt. So betreibt man Werbung in eigener Sache, nicht indem man ignorierend einfach zeitgleich antritt nach dem Motto: Was interessieren uns denn die paar wenigen Euerbacher?

Man kann das als Arroganz bezeichnen, oder einfach auch nur weglächeln. Die Zuschauer kommen ja auch schon nach Schweinfurt, wenn es sportlich passt. Für das Pokalspiel gegen Schalke 04 Mitte August werden sie dem FC 05 ohnehin die Bude einrennen. Das wird das Spiel des Jahres vor mehr als 15.000 im altehrwürdigen Rund. So wie letzte Saison die Partie gegen Frankfurt. Und ab Liga 3 strömen eh immer die Massen.

Doch Vorsicht: Trotz der sportlich besten Saison seit langen Jahren kamen, wenn man die 6000 gegen 1860 München abzieht, zu den Punktspielen der Schnüdel in den letzten 12 Monaten im Schnitt nur knapp über 1000 Fans. So wenige wie seit ewigen Zeiten nicht mehr. Alltag sollte also raus aus dem Stadion. Und Euphorie rein. Möglichst ab dem 13. Juli.

Michael Horling
[email protected]







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