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Auswärtsrätsel für Timo Wenzel: „Zuhause ist es vom Kopf her ganz anders!“


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SCHWEINFURT – Fraglos war der eine Punkt aus den beiden die Brücke zwischen Hin- und Rückserie schlagenden Auswärtspartien in Pipinsried und Illertissen nicht das, was sich der FC 05 erwartete. Vor allem das peinliche 0:5 in dem Dorf im Landkreis Dachau warf Fragen auf, aber auch das Remis danach trotz an sich komfortabler Führung. Nun muss wieder ein Heimsieg her.

Der SV Schalding-Heining gastiert Freitagabend zum ersten richtigen Flutlichtspiel seit Schalke 04 im Willy-Sachs-Stadion, wo die Schnüdel mit 20 geholten von 24 möglichen Punkten eine Macht sind. Auswärts sah´s nach dem Auftaktsieg im Hinspiel bei den Niederbayern auch noch gut aus. Fünf Unentschieden in Fremde folgten, nach dem Sieg in Burghausen die Pleite zuletzt und dann das 2:2 in Illertissen. Mit 12 Auswärtspunkten ist der FC 05 keine Spitzenmannschaft.

Anders als der kommende Gegner. Der ist auf Reisen noch ungeschlagen, sammelte 18 Zähler, siegte in Illertissen oder in Rosenheim. Und wird sicherlich nicht nach Schweinfurt kommen, um sich kampflos zu ergeben. Doch wie erklärt sich diese Auswärtsschwäche der Schnüdel? Da rätselt sogar Trainer Timo Wenzel, wie er beim Mediengespräch am Donnerstagmittag eingestehen musste.


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„Zuhause ist es vom Kopf her ganz anders. Da haben sie das Gefühl, jeden schlagen zu können. Auswärts gibt´s eine Blockade“, hörte Wenzel von den Spielern, mit denen er unter der Woche über das Thema sprach. „Mit jedem einzelnen und mit einigen intensiver!“ Und diese Blockade, die es ja anscheinend schon letzte Saison gab, müsse man unbedingt lösen.

„In Illertissen haben sie es die erste Halbzeit sehr gut gemacht. Ich habe noch nie eine Mannschaft erlebt, die so laut war auf dem Platz. Wir brauchen diese Kommunikation untereinander auch. Aber warum war das die zweite Halbzeit nicht mehr so? Warum waren sie da so ruhig?“ Das uns mehr wollte Wenzel von seinen Spielern wissen. Er weiß, welche Reaktion letzten Samstag nach dem 1:2-Anschlusstor richtig gewesen wäre: „Die Brust rausstrecken und sagen, wir spielen hier weiter Fußball und bekommen nun keinen Gegentreffer mehr!“

Aber trainiert wurde diese Woche auch wie immer. „Genauso intensiv, keinen Schritt weniger, aber auch nicht zweieinhalb Stunden mehr!“ Der Trainer verfolgt seinen Weg. „Wir haben eine Linie und die wird durchgezogen. Ob wir nun zehn Mal nacheinander gewinnen oder verlieren!“

Fakt ist die erste eine Niederlage in der Liga. Timo Wenzel: „Klar sind wir nicht zufrieden mit den vielen Unentschieden. Aber wir dürfen die negativen Sachen nicht so an uns ranlassen und müssen uns an den guten Sachen hochziehen. Wir haben´s einfach in Illertissen die letzte halbe Stunde nicht mehr gut gemacht. Jetzt sind wir zuhause wieder gefordert und müssen gewinnen. Der Druck ist wieder da. Ein Punkt aus den letzten zwei Spielen war zu wenig. Das muss ich den Jungs nicht jeden Tag sagen!“

Schalding-Heining erwartet der Coach mit einem 5-4-1-System. „Die werden nur auf Konter aus sein. Das ist gefährlich. Da dürfen wir nicht blauäugig spielen und die Defensive vernachlässigen. Wir müssen Geduld haben, auch wenn die Fans nach 20 Minuten pfeifen sollten.“ Fehlen wird neben Kreuzbandmann Vincent Waigand nur der gelbgesperrte Philip Messingschlager. „Sonst sind alle Mann an Bord. Wir trainieren Freitagfrüh nochmal und geben dann den Kader bekannt. Nicht dass ich ihn schon Donnerstag sage und bei der Witterung wird noch jemand über Nacht krank und ein anderer ist dann nicht darauf eingestellt, dabei zu sein.“

Groß diskutiert wurde die Aussage von Steffen Krautschneider nach Illertissen, fünf, sechs Spieler hätten nach der Pause mehr oder weniger keinen Bock mehr gehabt. „Er sagt, er hat es so nicht gesagt“, erklärt Wenzel. Es kam doof rüber. „Zum Schluss hat beim ein oder anderen die Kraft gefehlt“, wäre wohl die bessere Aussage gewesen, so der Trainer. Oder ein „drei Mann haben beim Verteidigen nicht mehr die notwendigen Wege gemacht. Und wenn sie die gemacht hätten, dann hätten wir gewonnen!“

Grundsätzlich sei Krautschneider „sehr schnell negativ. Aber man muss auch kritisch sein und seine Meinung vertreten. das ist ein Lernprozess für die Spieler, der Umgang mit den Medien. Nicht aus der Emotion heraus Dinge sagen, die ich hinterher bereue. Das war für ihn eine Lehre“, so Wenzel. Grundsätzlich müssten solche Einschätzungen die Spieler unter sich klären. „Aber intern gibt´s keine Probleme. Die Stimmung ist manchmal fast zu gut. Und auch das kann schlecht sein, wenn jemand nicht spielt und seinem Kumpel trotzdem nicht weh tun will. Es geht um Einsatzzeiten auf dem Platz. Das ist das professionelle Denken. Aber irgendwann macht es klick!“

Übrigens: Die fast zeitgleiche Ansetzung der Partie zum parallelen Eishockey-Frankenderby im Icedome zwischen den Mighty Dogs und Pegnitz erklärt Benni Liebald mit dem bereits seit Juli feststehenden Spielplan. Sportlich sei es zudem stets besser, auf einen Gegner zu treffen, der nach der Arbeit der Amateurspieler mit dem Bus anreise. Der Job der Akteure und die lange Fahrt von Passau sei der Grund, weshalb der Gegner keiner Verlegung nach vorne auf 18 Uhr zustimmte, um der Puckjagd aus dem Weg zu gehen.







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