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Dr. Reiner Wirsching: Arzt statt Weltmeister in Italien – ungeschlagen gegen die Bayern


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SCHWEINFURT / VOLKACH / STAMMHEIM – 1988 war es, als Reiner Wirsching mit 25 Jahren seinen Heimatverein verließ. Den damals sechstklassigen SV Stammheim im Landkreis Schweinfurt. Der benachbarte und lange vorher schon anfragende FC 05, der zwei Jahre später in die 2. Bundesliga aufsteigen sollte, hatte endlich Erfolg. Das große Talent wechselte.

Doch in der Aufstiegs-Saison sollte Medizin-Student Wirsching die Schnüdel längst schon wieder verlassen haben. Der heute 54-Jährige „übersprang“ nahezu die Bayernliga, wurde nach einem halben Jahr vom Nürnberger „Club“ verpflichtet als Nachfolger des zu Eintracht Frankfurt gewechselten Dieter Eckstein. Zur Premiere gegen St. Pauli erzielte Wirsching zwei Tore. Das wichtigste des offensiven Mittelfeldspielers war das 1:0 beim 2:1 gegen Bayern München, das den Klassenerhalt bedeutete. Sieben Treffer gelangen ihm in der Saison 1989/90.

1988 bis 1990 lief´s richtig rund im Dress des 1. FC Nürnberg. Fast wäre er anscheinend noch auf den WM-Zug nach Italien aufgesprungen. „Da müsste man den Franz Beckenbauer fragen. Aber es war wohl ziemlich knapp“, weiß Wirsching, der verletzungsbedingt 1991 schon zurück zum FC Schweinfurt 05 wechselte, 1994 sich dem TSV Vestenbergsgreuth anschloss und mit dem Team die Bayern aus dem Pokal warf. „Das und ein 4:0 in Nürnberg gegen die Bayern war sicherlich weitere Höhepunkte. Ich bin wohl einer der wenigen Bundesligaspieler, die nie gegen die Münchner verloren haben…“, lacht Wirsching heute.


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Mehr als 72 Bundesligaspiele wurden es aber nicht. War mehr drin? „Ja, wenn ich früher zu einem höherklassigen Vereinen gewechselt wäre oder wenn ich mich nicht verletzt hätte“, sagt Wirsching heute und hält seinen Werdegang für kaum noch denkbar im Jetzt. Mit 25 Jahren von der Bezirksliga in die Bundesliga. „Nebenbei studieren wäre auch nicht mehr möglich. Der Trainingsaufwand heute ist wohl höher, als es zur damaligen Zeit war.“




Dr. Reiner Wirsching leitet heute eine Praxis in seinem Wohnort Volkach am Main, arbeitet als Chirurg, Orthopäde und Sportmediziner. Gattin Heike ist Chirurgin in der Praxis in Volkach, die drei Kinder studieren alle Medizin. „Ergebnisse nach operativer Versorgung der frischen fibularen Bandruptur des oberen Sprunggelenkes“, lautete 1996 die Doktorarbeit von Wirsching, der seit rund vier Jahren beim FC Schweinfurt 05 Mannschaftsarzt ist. Schnüdel-Trainer Gerd Klaus war damals in Vestenbergsgreuth sein Teamkollege genauso wie später in Weismain, wo Wirsching am Ende der Karriere nochmals einen Höhenflug eines Dorfvereins mitmachte. Zusammen mit Bruder Dieter, der 2001 als Spieler mit Schweinfurt 05 in die 2. Bundesliga aufstieg.

Reiner, der 2002 kurzzeitig Trainer oder besser Teamchef war beim Würzburger FV, spielt noch selbst, aber „sehr selten, wenn Not am Mann ist“ für die Senioren des TSV Bergrheinfeld aus dem Landkreis Schweinfurt, mit denen er 2009 die inoffizielle deutsche Meisterschaft für über 40-Jährige gewann. Und er hofft darauf, dass in naher Zukunft mal den Mannschaftsarzt Dr. Reiner Wirsching in der 3. Liga geben wird. „Wenn die Schnüdel aufsteigen. Es sieht momentan nicht so schlecht aus. Die Entwicklung der Mannschaft geht ja voran!“, lobt er die Bemühungen in Schweinfurt.

Diesen Beitrag stellte uns das Kicker-Sportmagazin zur Verfügung, das im Rahmen seiner Serie „Fußball in Bayern“ am 2. November auf einer ganzen Seite über Dr. Rainer Wirsching berichtete. Kommende Woche steht im Kicker eine große Reportage über seinen Bruder Dieter an, der unter die Erfinder gegangen ist.







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