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Ohne Motivation Pass abholen: Wie schön wird Weihnachten für den FC 05?


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SCHWEINFURT – Weihnachten? „Wir super, wenn wir gewinnen“, sagt Timo Wenzel. „Aber es wird auch gut, wenn wir verlieren. Denn es ist ein Fest der Familie“, so der Trainer des FC 05 vor dem wegweisenden letzten Match der Fußball-Regionalliga Bayern am Freitagabend ab 19 Uhr im Grünwalder Stadion beim FC Bayern München 2.

Die Fakten sind klar: Verlieren die Schnüdel, dann überwintern sie als Dritter jeweils neun Punkte hinter dem Gegner und hinter dem VfB Eichstätt, wobei die Bayern zwei weitere Spiele in der Hinterhand haben. In Sachen Meisterschaft wär´s dann fast vorbei. „Wir sind Außenseiter, wollen aber den Favoriten ärgern. Und wenn wir gewinnen, dann ist alles wieder gut“, weiß Wenzel. Die sechs Partien zuletzt ohne Sieg wären dann erstmal vergessen, drei Punkte hinter den Bayern und sechs hinter Eichstätt ließe es sich mit Angriffslust überwintern.

Die Schweinfurter treten ohne Kapitän Stefan Kleineheismann an, der nach Rot in Aschaffenburg zwei Spiele Sperre erhielt, auch wenn der FC 05 Protest eingelegt haben, weil sie den Platzverweis für eine Notbremse zu hart empfanden. Im Raum steht, dass der selbe Schiedsrichter zuvor schon mal die Viktoria pfiff und da einen ihrer Akteure unberechtigt vom Feld schickte. Stichwort Wiedergutmachung. So lange in Unterzahl zu spielen und nicht zu verlieren ist das eine. Den Ausgleich wieder kurz vor dem Ende zu kassieren das andere. „Trotzdem haben es die Fans honoriert, wie wir gekämpft haben. Wir haben halt die Seuche am Fuß“, sagt der Trainer.


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Um die 120 mitreisende erwartet man im Grünwalder Stadion. Ein Fanbus fährt. Ein paar im Raum München lebende Exil-Schweinfurter dürften auch kommen. Von Euphorie freilich ist vor so einem wichtigen Match rein gar nichts zu spüren. Auch wenn der Tabellenzweite den Dritten empfängt. Viel mehr Fußball geht an diesem Freitagabend eigentlich gar nicht.





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Die Gäste sind weiter gehandicapt. Weil Noah Schorn aus privaten Gründen verhindert ist, wird der A-Jugendliche Jannik Binder die Reise mitmachen. Für David Paulus (Magen-Darm) könnte Ersatzkeeper Jan Reichert an Bord sein. Philip Messingschlager hat wegen Knieproblemen seit Montag nicht trainiert. Florian Trinks fällt wegen einer genähten Platzwunde am Spann aus.

Timo Wenzel erkannte zuletzt „eine Festigung und einen Lernprozess“ im Team. Die Stimmung sei gut, „trotz der schlechten Punkteausbeute. Aber wir wollen in München gewinnen.“ Der Coach liebt die Konstellation eines halben Endspiels und sagt: „Wer da nicht vor den letzten 90 Minuten des Jahres motiviert ist, kann sich nach der Weihnachtsfeier den Pass abholen!“ Diese findet am Samstag in Schweinfurt statt. Dann sollen sich die Spieler erst einmal zwei Wochen komplett ausruhen, sich danach indivuell vorbereiten für den Trainingsstart Mitte Januar. Die Testspiele stehen schon fest, werden demnächst bekannt gegeben. Unter anderem steht eine Partie beim SSV Ulm an.

Von „Höhen und Tiefen“ in der Hinserie spricht Wenzel bilanzierend schon jetzt. Vier Remis in Serie nach einem Start trotz allem ohne Niederlage standen im Zeichen des sportlich so genialen, letztlich aber wertlosen Erfolges gegen die Würzburger Kickers. Dann gab´s wieder drei Siege in Serie, unter anderen in Burghausen und gegen Eichstätt. Und zuletzt eben die sechs Partien ohne Dreier.

So gesehen wird es am Freitag wirklich ganz entscheidend sein, wie auch im Umfeld die Stimmung der Schnüdel über das Fest und den Jahreswechsel ausfällt. „Wir werden nicht aufgeben. Das ist eine Kampfansage“, formuliert es der seit einer Woche 41 Jahre alte Übungsleiter so, dass man als Anhänger eigentlich zuversichtlich sein müsste für Freitagabend.







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