Home / SLIDER / Pyroshow vor Jubelarien: Wie es passieren konnte, dass die Schnüdel (endlich mal wieder) die Kickers schlugen – MIT VIELEN FOTOS UND EINEM HAMMER-VIDEO!

Pyroshow vor Jubelarien: Wie es passieren konnte, dass die Schnüdel (endlich mal wieder) die Kickers schlugen – MIT VIELEN FOTOS UND EINEM HAMMER-VIDEO!


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SCHWEINFURT – Die Auslosung des Pokal-Achtelfinals am Donnerstagfrüh sorgte dann für ein klein bisschen Ernüchterung. Na gut, Illertissen kann man schlagen. Aber am 2. oder 3. Oktober müssen die Schnüdel wieder auf Reisen gehen. Parallel ist Ligarivale Aschaffenburg in Seligenporten genauso favorisiert wie die Drittligisten 1860 München in Buchbach und Unterhaching beim ATSV Erlangen. Ein Drittligist fehlt indes seit Dienstagabend.

Was war das doch für eine denkwürdige Partie! Die bot wirklich alles, was man liebt – und auch manches, was nicht so sein muss. Schon im Vorfeld sorgte sich die Polizei um das Wohl der beiden Fangruppierungen, die dann im Stadion alles rausließen, was an gegenseitigen Hass aufeinander in ihnen steckt. Witzige Banner waren das eine, eine Pyroshow das andere. Bengalische Feuer sorgten für Unterbrechungen, als aus dem Schweinfurter Block ein lauter Knall zu hören war, stand die Begegnung sogar kurzzeitig vor dem Abbruch. Auch nach einer erneuten „Show“ der Gäste. Nach einem mit Gelb geahndeten Foul von Dominic Baumann musste Schweinfurts Keeper Alex Eiban verletzt vom Feld. Würzburgs Hendrik Hansen sah nach zwei Unbeherrschtheiten die Ampelkarte und war nicht mehr dabei, als das Match insgesamt fast eine halbe Stunde (!) länger dauerte als geplant. Die Zusatzzeit danach: Jubel pur der Schnüdel, die endlich mal wieder die Kickers schlagen konnten. In einem Derby, über das man noch lange reden wird.

Neben Kapitän Stefan Kleineheismann fehlte auch Matthias Strohmaier angeschlagen. Beide Innenverteidiger mussten also passen. Was also tun? Klar war vorher schon, dass Lukas Billick weiter nach hinten rücken sollte. Neben ihm agierte zentral Christopher Kracun, der die Kapitänsbinde trug. Beide spielten absolut sensationell. Wie eigentlich alle Schnüdel an diesem Tag. Matchwinner wurden aber die beiden offensiven Mittelfeld-Außen. Und natürlich wieder mal der routinierte Torjäger. Zu dem aber später mehr. Die anfängliche Überlegenheit der Kickers bekamen die Schweinfurter relativ schnell in den Griff. Und sie machten das, was ein jeder guter Fußballer tun sollte: Tore schießen zum möglichst richtigen Zeitpunkt. Nach Pass von Adam Jabiri zog Marco Fritscher, eigentlich nicht unbedingt als Goalgetter im Team vorgesehen, einfach mal ab. Patrick Drewes kam nicht mehr an den Ball. „Jabbo dreht sich super auf, ich starte in die Tiefe im richtigen Moment und er steckt mir den Ball perfekt durch. Ich habe dann nicht lange überlegt und Ball super getroffen“, erzählt der Torschütze, der eine Viertelstunde vor dem Ende mit Krämpfen vom Feld musste. So ein 1:0-Jubel im Stadion vor mehr als 5000 Fans bei eingeschaltetem Flutlicht hat schon was! Noch lauter schien´s gewesen zu sein, als Alexander Pieper nach innen zog, Kai Wagner wie einen D-Schüler stehen ließ (Verzeihung an alle D-Schüler, ihr könnt das besser!) und mit Linksschuss abschloss. Hat da einer zu viel Arjen Robben geschaut? Jedenfalls passte dieses 2:0 kurz vor der Pause den Gastgebern natürlich in den Kram.


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Torwarttrainer Norbert Kleider wollte gerade Anweisungen an Alex Eiban geben, da musste der Keeper der Schnüdel plötzlich hinter sich greifen. Patrick Breitkreuz schien das Derby zehn Minuten nach Wiederanpfiff nochmals spannend zu machen. Was ja eigentlich auch erwartet wurde. Doch direkt nach dem Anstoß flankte Alex Piller, Adam Jabiri köpfte zum 3:1 ein. Ausgerechnet der Mann also, der beim letzten Aufeinandertreffen rund vier Jahre zuvor eines der beiden Tore für die Würzburger Kickers zum 2:0-Sieg erzielte. Wohl dem, der einen Jabbo hat! Spätestens als acht Minuten später Domiic Baumman Eiban bereits umspielt hatte und nur das Außennetz traf, als die Gästefans mit einem „Wir woll´n Euch kämpfen seh´n!“ reagierten, die Rothosen aber nicht mehr so recht kämpfen konnten, da nahm die Pokal-Überraschung Gestalt an. Oder kann man gar von einer Sensation reden? Nein, wohl eher nicht. Beide Teams spielten absolut auf Augenhöhe, der FC 05 könnte wohl auch in der 3. Liga halbwegs mithalten. Baumann erwischte dann etwas unglücklich Schlussmann Eiban, der vom Feld musste (obwohl er nicht wollte). Schon in der ersten Halbzeit hatte er ein gegnerisches Knie an die Schläfe bekommen. So kam Publikumsliebling David Paulus zu einem ersehnten Einsatz. Zu tun hatte er nichts mehr, auch wenn bis fast 21.15 Uhr gespielt wurde. Und phasenweise auch mal nicht. Wegen wiederholter Pyrotechnik schickten die Unparteiischen die Spieler in die Kabine. Hendrik Hansen handelte sich danach Gelb-Rot ein. Gelb sah er, als er den angeschlagenen Florian Pieper über die Torauslinie rollte, damit die Partie schneller fortgesetzt werden kann. Da gab´s dann auf dem Platz auch mal Tumulte.





Nun steht für beide Mannschaften der Liga-Alltag wieder an. Die Würzburger Kickers müssen zu im Pokal weiter gekommenen Unterhachingern, dem Tabellenführer der 3. Liga. Man darf gespannt sein, wie das nach der doch arg enttäuschenden Leistung am Mittwochabend endet. Die Schweinfurter treten zu einer nicht minder schweren Aufgabe am Samstag beim 1. FC Nürnberg 2 an. Am Valznerweiher gewannen sie letzte Saison das erste Match der Runde. Das ist auch diesmal wieder notwendig, wenn die Schnüdel ein Wörtchen mitreden wollen um die Titelvergabe in der Regionalliga Bayern. Der FC Bayern München 2 baute nämlich seine Tabellenführung am Mittwoch durch ein 2:1 im Nachholspiel gegen Schlusslicht Spvgg Bayreuth weiter aus. Jetzt auf sechs Punkte. Zur Pause führten die Oberfranken noch mit 1:0. Als das verkündet wurde und der FC 05 gerade mit einem 2:0-Vorsprung in die Halbzeit ging, da schlugen die Grün-Weißen Herzen wohl so schnell wie schon seit Monaten nicht mehr…

Fußball-Verbandspokal Bayern, 3. Runde: 1. FC Schweinfurt 05 – FC Würzburger Kickers: 3:1 (2:0)
FC Schweinfurt 05: Eiban (68. Paulus) – Weiß, Billick, Kracun, Lo Scrudato – Piller (86. Krautschneider), Fery, Jelisic, Fritscher (73. Philp) – Pieper, Jabiri.
FC Würzburger Kickers: Drewes – Göbel, Hansen, Schuppan, Wagner – Kaufmann (88. Ademi), Gnaase (63. Skarlatidis), Hägele, Mast – Baumann, Breitkreuz (67. Elva).
Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer.
Tore: 1:0 (20.) Fritscher, 2:0 (43.) Piller, 2:1 (55.) Breitkreuz, 3:1 (56.) Jabiri.
Gelb-Rot: Hansen (Kickers, 89.)
Zuschauer: 5160.

Und hier vor ganz vielen Fotos erst ein Video. Weitere Bilder und alle Stimmen zur Partie hat das fränkische Fußball-Portal www.anpfiff.info.

 







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Ein Kommentar

  1. Lieber Michael,

    wer den Artkel ließt meint, dass nur durch Pyro-Aktionen Schweinfurter Idioten das Spiel vor dem Abbruch stand.
    Ganz besonders gefährdet war die Fortsetzung des Spiels, als zum ebenfalls wiederholtem Male Kickers Idioten Pyro-Technik abbrannten.
    Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass auf beiden Seiten einige wenige durch diese Aktionen meinten, die wichtigsten Protagonisten des Abends zu sein.

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