20. 11. 2017

Schnüdel 2-Matchwinner Tobias Fleischer: „… dann stoßen wir das Bayernliga-Tor weit auf!“



SCHWEINFURT – Die Schlussphase in Lichtenfels letzten Samstag: Der FC Schweinfurt 05 2 hatte gerade einen 2:0-Vorsrung aus der Hand gegeben. Fußball-Landesliga-Neuling FCL hatte ausgeglichen. Punktverluste also für den Tabellenführer? Mitnichten! In der 93. Minute schlug Tobias Fleischer zu. Die Schnüdel bleiben souveräner Erster und auf Kurs Bayernliga.

Es war Saisontor drei für den 19-jährigen Offensivmann, der in Schweinfurt wohnt und bis 2012 bei FTS und TV Jahn spielte. Schon zum Auftakt ebenfalls bei einem 3:2 gegen Abtswind erzielte Fleischer einen wichtigen Treffer. Der des Studenten letzten Samstag dürfte aber nun noch wichtiger gewesen sein. anpfiff.info sprach mit dem Matchwinner, der in Künzelsau BWL mit Schwerpunkt Sportmanagement studiert, vor dem nächsten Schnüdel-Heimspiel am Samstag gegen den FC Coburg.

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Herr Fleischer, was ist das für ein Gefühl, wenn man in der 93. Minute einen Siegtreffer erzielt?
Tobias Fleischer: Ein Wahnsinnsgefühl! Jeder Treffer ist natürlich schön, aber wenn man ihn in der Nachspielzeit erzielt und somit den Sieg sichert, ist das enorm. Da können schon mal die Emotionen hochsteigen.

Hätten Sie noch daran geglaubt, aus Lichtenfels einen Dreier mitzunehmen?
Tobias Fleischer: Grundsätzlich ja. Unsere Mannschaft kämpft immer bis zum Schluss und wir haben gewusst, dass der Gegner zum Ende hin immer mehr nachlässt.

Schildern Sie doch mal das Tor!
Tobias Fleischer: Die Situation ist wirklich schnell abgelaufen. Von links außen wurde der Ball in die Mitte gespielt. Steffen Schmidt verlängerte den Pass mit seiner Fußspitze auf mich nach rechts. Von dort aus schob ich den Ball in die kurze Ecke. Ein bisschen Glück, das muss ich mir eingestehen, war schon dabei, als der Ball vom Unterarm des Lichtenfelser Keepers hinter die Linie sprang.

Welcher Treffer war denn bis jetzt der schönste Ihrer Karriere?
Tobias Fleischer: Das ist eine schwierige Frage! Es gab mehrere schöne Tore für mich. Besonders in Erinnerung habe ich jedoch noch das Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt. Da gelang mir ein Lupfer aus circa 30 Metern ins Tor.

Was zeichnet die seit Monaten scheinbar unschlagbare zweite Mannschaft der Schnüdel heuer aus?
Tobias Fleischer: Zum einen haben wir mit Uli Baumann einen super Trainer, der uns auch im Training alles abverlangt. Zum anderen kann die Mannschaft nur erfolgreich sein, wenn sie sich gut versteht und der Zusammenhalt passt. Das ist bei uns 100 Prozent der Fall!

Nun geht´s gegen Coburg und gegen einen sicher wieder schlagbaren Gegner. In Coburg beim 1:1 im Hinspiel tat sich der FC 05 2 schwer. Sie konnten erkrankt nicht spielen. Was erwartet die U23 am Samstag?
Tobias Fleischer: Nachdem Coburg einige gute Spieler hat, ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen. Laut Tabelle ist der Gegner natürlich schlagbar. Ich glaube jedoch, dass sie und alles abverlangen werden und wir enorm kämpfen müssen. Im Heimspiel wollen wir trotzdem die drei Punkte bei uns behalten.

Danach geht´s nach Fuchsstadt und zu Ex-Trainer Martin Halbig. Das Hinspiel dort endete mit einer Heimniederlage. Ist man da besonders heiß auf eine Revanche?
Tobias Fleischer: Natürlich. Das Hinspiel bei uns lief nicht so wie gewollt und wir mussten eine bittere Niederlage einstecken. Umso motivierter sind wir nun, dieses Spiel zu gewinnen.

Wiederum danach kommt Jahn Forchheim ins Willy-Sachs-Stadion. Ist das dann schon so etwas wie ein Endspiel um die Meisterschaft?
Tobias Fleischer: So kann ich das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Erstmal müssen wir die kommenden zwei Spiele gewinnen, um unseren Vorsprung beizubehalten oder eventuell auszubauen. Aber natürlich stoßen wir die Tür zur Bayernliga weiter auf, wenn wir gegen Forchheim gewinnen würden.

Hätten Sie denn Lust auf Bayernliga nächste Saison?
Tobias Fleischer: Klar! Die Bayernliga ist eine sehr starke Liga und wäre nicht nur für mich persönlich, sondern auch für die Mannschaft eine neue Herausforderung. Dieser Herausforderung würden wir uns sehr gerne stellen.

Sechs Tore in 16 Partien der U19-Landesliga stehen letzte Saison für Sie zu Buche. Was ist der Unterschied zwischen Nachwuchs-Landesliga und der bei den Erwachsenen?
Tobias Fleischer: Vor allem das Tempo bei den Erwachsenen ist deutlich höher als beim Nachwuchs. Man muss ständig hellwach sein und darf sich im Gegensatz zur Nachwuchs-Landesliga keine Sekunde ausruhen. Meiner Meinung nach muss man sich auch erst einmal an die Einsatzhärte gewöhnen, denn diese hat deutlich zugenommen.

Haben Sie noch gute Kontakte zur aktuellen U19?
Tobias Fleischer: Ja, vor allem mit meinen ehemaligen Mitspielern der letzten Saison und dem Trainerteam stehe ich in regelmäßigem Kontakt.

Wie lauten Ihre weiteren Pläne? Beim FC 05 weiter erwachsen werden und sich hocharbeiten? Oder könnte es auch mal zu einem anderen Verein gehen?
Tobias Fleischer: Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Diese Saison ist gerade meine erste bei den Herren. Die Zeit wird zeigen, was die Zukunft bringt. Derzeit fühle ich mich aber beim FC Schweinfurt 05 sehr wohl.

Würden Sie sich denn mittelfristig Regionalliga oder gar 3. Liga zutrauen?
Tobias Fleischer: Der Wunsch eines jeden Fußballers ist, so hoch wie möglich zu spielen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich die Chance bekommen würde noch weiter oben mitzuspielen. Durch mein Studium kann ich leider jedoch momentan nicht regelmäßig zum Training kommen, weshalb ich diesen Gedanken der Zukunft überlasse.

Danke für das Gespräch und alles Gute!
Tobias Fleischer: Sehr gerne!

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info zur Verfügung. Dort erschien er bereits Mitte der Woche und mit vielen Fotos. Auf anpfiff sind die „kleinen“ Fußballer der Region die wahren Champions. Das Portal befasst sich rund um die Uhr mit den lokalen, unterklassigen Ligen und beleuchtet die Situation in der Fußball-Landesliga mit mindestens einer Geschichte pro Woche. Derzeit besteht bei anpfiff.info die Möglichkeit, bei einem Gratis-Abo in das Portal hinein zu schnuppern.







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