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Schützenkönig und Täfelesaufhänger: Der FC 05 trauert um Willi Memmel


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SCHWEINFURT / RANNUNGEN – Am vergangenen Samstag verstarb im Alter von 63 Jahren Wilhelm „Willi“ Memmel, ein großer Fan des FC 05. Er sei „rasch und unerwartet eingeschlafen“ heißt es in der Todesanzeige der Familie.

Er hinterlässt Frau und Kinder. Willi Memmel wird am Freitag, den 29. März, um 11 Uhr auf dem Friedhof in seinem Wohnort Rannungen beigesetzt. Bekanntheit erlangte er durch ein eigenes Kapitel im Buch zum 100-jährigen Jubiläum der Schnüdel, das 2006, ein Jahr nach dem runden Geburtstag, erschien.


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sw1.news und fuswball.de erinnern in Gedenken an Wilhelm Memmel mit dieser Geschichte an ihn. Geschrieben hat sie Michael Horling mit einem Erlebnis.

Willi Memmel oder: Mit dem Schützenkönig auf Tour


1990 deutete im Herbst frühzeitig alles auf einen Untergang der Schnüdel in der 2. Bundesliga hin. Trotzdem ließ sich der Verfasser dieser Zeilen anfangs nicht die Laune nehmen, den FC 05 auswärts zu begleiten. Da kam es sehr gelegen, dass zu Preußen Münster ein Fanbus fuhr.

Gut, die Partie dort in einem schmucken, alten Stadion war bezeichnend für die Talfahrt des Jahres. 0:5 verloren die Schweinfurter, passend zum Namen. Lustig war´s trotzdem, weil sich im Bus der Schützenkönig an Bord befand, der Täfelesaufhänger. Willi Memmel eben aus Rannungen, ein lustiger Fan mit einem Bart zum darin Verstecken.

Der Willi, der zum damaligen Zeitpunkt für die Aktualisierung des Spielstandes an der längst noch nicht elektronischen Anzeigetafel zuständig war (daher sein Name „Täfelesaufhänger“) hatte die Ehre, am Abend zuvor zum Schützenkönig gewählt zu werden. So was muss man feiern, demzufolge befand er sich auch in einem guten Zustand und erzählte von einer launigen Nacht während der Hinfahrt. Im wahrsten Sinne des Wortes in einer Tour.

Auf der Heimreise ging es längst nicht so launig zu. Als damals zuständiger für die Stadionzeitung überlegte der Autor dieses Textes, eine ganze Seite in der nächsten Ausgabe frei zu lassen, lediglich mit den Worten „Rückblick auf Münster: ohne Worte!“ zu schmücken. Das aber hätte denn sicherlich Ärger mit dem Vorsitzenden Peter Galm nach sich gezogen.

Zurück zum Schützenkönig: Der meldete kurze Zeit später seinen neu geborenen Sohn Markus gleich nach der Ankunft auf Erden beim FC 05 als Mitglied an und bekam in den späteren Jahren richtig Ärger mit dem Präsidenten Gerhard Hertlein. Was an sich keine Kunst ist. Willi soll nämlich gegnerische Fans zu Regionalliga-Zeiten mit Bier bestochen haben, damit sie gegen Verantwortliche der Schnüdel schreien. Das gab Stadionverbot und einen tiefen Stich ins grün-weiße Herz eines Anhängers, den man auch im Jubiläumsjahr oftmals rund um´s Willy-Sachs-Stadion sieht.



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