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Zwei Heimspiele für den FC 05: „Man muss nur sterben oder auf´s Klo!“


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SCHWEINFURT – Fast noch spannender als die am Dienstagabend ab 19 Uhr anstehende Nachholpartie gegen Buchbach dürfte die nahende Entscheidung des Bayerischen Fußballverbandes werden, der an diesem Tag tagen und entscheiden will, was mit dem Protest der Würzburger Kickers passiert.

Nur drei statt der vier vorgeschriebenen U23-Spieler standen beim 3:1 der Schnüdel gegen die Rothosen im Kader. Die wahrscheinlichste Variante eines Entschlusses deshalb dürfte lauten, dass die Jungs vom Dallenberg am 03. Oktober nach Illertissen zur Virtelfinalpartie reisen dürfen. Und dass der FC 05 am Grünen Tisch ausscheidet.

„Der Regelverstoß ist klar. Wir haben eine Stellungnahme geschrieben“, erzählt Benni Liebald von der Geschäftsstelle. Montag gegen 17 Uhr wollte er sie zum BFV senden. Am Wochenende engagierte der Verein Dr. Rüdiger Herzog als Rechtsanwalt, den Vertrauensmann von Vorstand Markus Wolf. Der FC 05 hat anscheinend eine Strategie, da die Statuten diesbezüglich ein wenig schammig sein sollen. Der Verein hofft auf einen Freispruch in Sachen Wertung mit einer Geldauflage als Ziel.


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Ein Wiederholungsspiel scheint so gut wie ausgeschlossen, denkbar aber ist womöglich eine Wertung gegen beide Vereine. Was dann bedeuten würde, dass Illertissen kampflos ins Halbfinale einziehen könnte. Beide nicht weiter – das würde die Kickers wohl am meisten fuchsen. Die versicherten mittlerweile, dass sie nicht schon vor der Partie von Lapsus der Schnüdel erfuhren, sondern wirklich erst im Nachgang. Anders wären die Reaktionen nach dem sportlichen Aus auch nicht zu erklären.





Stichwort Lapsus: Dass Trainer Timo Wenzel am Montagnachmittg nicht rechtzeitig zur Pressekonferenz kam, weil er mit seinem Co Jan Gernlein bei Nürnberg auf der Autobahn im Stau steckte, ließ sich verkraften. Das Mediengespräch wurde so über Handy geführt – auch mal was Neues. Zu erfahren gab´s da, dass anscheinend – das Abschlusstraining Montagabend ausgeklammert – nahezu alle Mann an Bord sind. „Ein Luxusproblem“, so Wenzel.

Nur Adam Jabiri wird wohl aussetzen müssen, nachdem er beim 2:2 in Nürnberg gerade noch rechtzeitig ein Zwicken im Oberschenkel bemerkte und so Schlimmeres vermied. Wenzel will dennoch mit zwei Spitzen beginnen gegen Buchbach, Florian Pieper und Stefan Maderer dürften sie heißen. „Wir wollen zuhause ja Tore machen“, sagt der Coach. Stefan Kleineheismann und Matthias Strohmaier sind auch beide wieder fit. Gut möglich, dass sie die Innenverteidigung erneuern und Lukas Billick mit Christopher Kracun die Doppel-Sechs bildet. „Bis auf die beiden Gegentore, die wir nicht gut verteidigt haben“, hätten laut Wenzel beide ihre Sache zentral hinten sehr ordentlich verrichtet.

Buchbach, genau: Die Oberbayern holten bei Bayern München am Samstag einen Punkt. „Die haben nur verteidigt, machen das oft mit einer Sechserkette. Da müssen wir über die Flügel schnell durch, so wie beim 1:0 in Nürnberg“, weiß Timo Wenzel und mahnt, „hellwach“ zu sein bei den schnellen Buchbacher Stürmern. Das Gute sei: „Wir können bei unserem Kader wechseln und frische Kräfte bringen. Buchbach kann das sicher nicht so!“ Und dann wagt der Coach einen vergleich mit Bayern München 2: „Die sind U23, wir erfahrener, haben eine gestandene Mannschaft!“ Das könne helfen, wenn ein Gegner mauert. Wie am Dienstag zu befürchten.

Die Köpfe seien wieder frei. „Klar waren wir Samstagabend alle enttäuscht“, weiß der Trainer. Aber nun wollen die Schweinfurter nach dem Regenerationstag am Sonntag angreifen und haben selbst alles noch in der Hand. Bayern München 2 ist aus eigener Kraft noch abfangbar, das erste Aufeinandertreffen wurde übrigens auf Samstag, den 08. Dezember, 14 Uhr, Grünwalder Stadion verlegt. Zeitlich für Mitreisende nicht ganz ideal, da schon um 15.30 Uhr das Derby in der Allianzarena gegen den Club steigt. Zurück zur Aktualiät: Dienstagabend kann der FC 05 auf Platz zwei klettern und als momentan Sechster vor allem an Eichstätt, Memmingen und Burghausen vorbeiziehen. Stichwort Pokal-Qualifikation.

Und dann steht ja am Samstag schon wieder ein Heimspiel an: Gegen Greuther Fürth 2. Sechs Punkte aus beiden Partien wären natürlich ideal, sind eigentlich sogar notwendig, um weiter ganz nach oben schauen zu können. Und um zu träumen von Aufstiegsspielen zur 3. Liga. Der Nord-Meister wäre da der Gegner. Vielleicht eine Zweite Mannschaft aus Bremen, Wolfsburg oder Hannover – oder der VfB Lübeck. Oder der SV Drochtersen/Assel. Der hat ja unlängst schon gegen die großen Münchner Bayern gut mitgehalten…

Mit dem einen Punkt in Nürnberg kann Timo Wenzel einigermaßen leben, zumindest dann, „wenn man mir das vorher gesagt hätte“. Nur das Zustandekommen sei halt ärgerlich gewesen. Auswärts siegen wolle man, man müsse aber nicht. „Man muss nur sterben oder auf´s Klo“, sagt der Trainer mit einem Lachen. Das sah man natürlich am Valznerweiher bei ihm nicht als der kleine Club in Unterzahl in der 89. Minute noch ausglich.

Übrigens: Das Spiel gegen Buchbach musste deshalb auf diesen Dienstagabend verlegt werden, weil die Schnüdel Mitte August gegen Schalke 04 spielten. Mit nur drei Akteuren unter 23 im Kader. Auf DFB-Ebene aber spielt das keine Rolle. Da verstehe einer die Fußballverbände…







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