25. 05. 2017
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Fahr mal hin: Im Bräuwerck, auf dem Kordigast und die Rückkehr zum Kommunator



KULMBACH / NEUDROSSENFELD – Am vorerst wohl letzten fußballfreien Sonntag nutzte die Redaktion von inundumsw.de die Gelegenheit und erkundigte sich nochmal bei einem launigen Ausflug nach Oberfranken über den „Zustand“ des dortigen Bieres. Die Reise führte zu fünf unterschiedlichen Brauereien und Gaststätten.

Los ging´s nach dem Mitteressen zuhause über die Autobahn an Bamberg vorbei und dann runter kurz vor dem Würgauer Berg. Würgau, genau: Dorthin zog es uns, weil die Brauerei Hartmann mit einem Pfund wuchern konnte: Es gab noch einen dunklen Bock. Als wir gegen 13.45 Uhr ankamen, verwunderte uns die noch immer vollen Gasträume mit überwiegend älteren Menschen, die doch an sich spätestens um 12 Uhr ihr Mittagessen auf dem Tisch haben wollen. Hier scheinbar nicht. Wir fanden mit Mühe zwei Plätzchen, warteten dann relativ lange auf unser Bier. Das kam vom Faß und war deshalb ziemlich „gasig“, schlitterte also nicht so wie erhofft die Kehlen hinunter. Vielleicht lag es aber einfach auch an der frühen Uhrzeit.

Gegen halb drei ging´s weiter, den Würgauer Berg hoch und wieder auf die Autobahn, ein paar Ausfahrten weiter gleich runter bei Bayreuth. Doch der zweite Ort schon bot eine relativ neue und wieder erweckte Brauerstätte: Das Drossenfelder Bräuwerck in Neudrossenfeld (wo der FC 05 vor ein paar Jahren mal bitterböse verhauen wurde. Also nicht im Brauhaus, sondern auf dem benachbarten Fußballplatz…). Leider gab´s den hellen Bock mit Namen Kraftwerck nicht mehr, weshalb wir uns für ein Nachtwerck entschieden, also ein dunkles Kellerbier, das es das ganze Jahr über gibt. Es war ungefähr 15 Uhr – und nun galt es zu überlegen, wie wir weiter verfahren, weil wir ja mit dem Auto unterwegs waren. Einer von uns musste uns ja später noch nach Hause lenken. Und drei weitere Bierstätten hatten wir noch vor uns… Also tranken wir im Bräuwerck zusammen eine (gute) Halbe.

Keine 15 Minuten dauerte die anschließende Fahrt nach Kulmbach. Dort weilten wir Anfang Januar bereits in der Kommunbräu, der Wirtshausbrauerei, die einst gegründet wurde, weil man es in Kulmbach satt hatte zu sehen, wie sich die traditionellen Brauereien dieser Bierstadt dem Industriekonsum hingaben. In der Kommunbräu gibt´s Monatsbiere, im Februar den Kommunator, einen richtig heftigen Bock, für den wir ein zweites Mal den Weg auf uns nahmen. Diesmal mit Vorab-Reservierung, denn das letzte Faß dieses Traumbieres wurde am Morgen bereits angezapft. Wir entschieden uns für zwei Halbe. Petra übernahm nach einer halben Halben danach das Steuer, ich beschloss nach drei halben Halben, den Autoschlüssel für den Rest des Tages aus der Hand zu geben.

Wir stießen auf zwei Biathlon-Goldmedaillen an und machten uns dann weiter auf den Weg zum nächsten Ziel. Ich hatte mir erhofft, irgendwo einen dunklen Abt-Knauer-Bock der Weismainer Püls-Bräu zu bekommen und wählte laut www.bierland-oberfranken.de den offiziellen Brauerei-Gasthof. Doch siehe da: Das Hotel zur Krone am Markt mit Hallenbad hat seine guten Tage längst hinter sich. Geschlossen! Weismain – das ist das kleine Städtchen, das mal bundesweit bekannt wurde wegen des Höhenfluges der SC-Fußballer, die vor ziemlich genau 20 Jahren sogar mal vor 18.000 Zuschauern ein Punktspiel gegen den Nürnberger Club bestritten.

Also keine Einkehr bei der Krone. Ich recherchierte vorher, dass es in der Gasthaus „Steinerne Hochzeit“ Weismainer Bier gibt. Das ist eine Art Berggasthof auf dem Kordigast, einer Erhebung zwischen Weismain und Altenkunstadt. Unfassbar urig geht´s dort oben zu. In der mit überwiegend älteren Menschen gefüllten Gaststube gibt es nur kalte Brotzeiten – und leider keinen Bock. Der würde kaum getrunken werden, erklärte der junge Wirt. Da wir nun aber schon mal zugegen waren, entschied ich mich für einen 1798 Altfränkischen Kellertrunk. Ist auch sehr lecker. Allerdings waren wir nun relativ spät dran, weil wir doch für 18 Uhr einen Tisch reserviert hatten in einem anderen Lokal, in dem wir auch speisen wollten.

Tragischer Weise reichte die Zeit nicht, um auf dem Weg mal wieder zu Metzgerbräu zu schauen, einer der urigsten Brauereien überhaupt. Wir hatten uns bei der Staffelberg-Brauerei in Loffeld bei Bad Staffelstein angekündigt, kamen eh 30 Minuten zu spät, bekamen so die letzten beiden Plätze an einem runden Tisch. Zu einem Schnitzel mit Kartoffelsalat und einer Portion Gerupften durfte Petra, die sich an einer Schorle festhielt, nur mal nippen an meinem achtprozentigen Doppelbock. Es war schon eine echte Herausforderung, das fünfte Bier des Tages zu schaffen.

Sollte Alkohol tatsächlich ungesund sein, so haben wir an diesem Sonntag einen wichtigen Beitrag für die Menschheit geleistet und 3,5 Liter davon vernichtet. Zu guter Musik von Solar Fake bretterte Petra über die Autobahn nach Hause und hatte einen schon leicht dösenden Beifahrer an Bord, der daheim gerade noch zur Lindenstraße in der Lage war, um dann freilich am Montag schon wieder den nächsten bierigen Ausflug zu planen…

www.brauerei-hartmann.de
www.braeuwerck.de
www.kommunbraeu.de
www.weismainer.de
www.metzgerbraeu.com
www.staffelberg-braeu.de
www.youtube.com/watch?v=b3Dxt4lsJvo



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