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Spitze Zungen: Abba bitte nicht so!


Anja Weisgerber

Ich muss zugeben, dass ich als Heranwachsender logischer Weise mit der Musik von Abba groß wurde und den ein oder anderen Song der vielen Welthits auch deshalb mag, weil Erasure, eine meiner Libelingsbands in den 80ern und 90ern, auf ihrer ‘Abba-esqe’ EP einige Songs coverten wie den hier angefügten.

Abba: Da fallen einem mindestens 30 brutal geile Ohrwürmer ein. Auch von Erasure, der zweiten Nachfolgeband des genialen Vince Clarke, der einst Depeche Mode mit gründete, um dann erst Yazoo zu machen und schließlich mit Andy Bell dieses Duo, das es nun auch schon fast 40 Jahre gibt.


Wehner - Backen



40 Jahre: So lange pausierte Abba. Und je länger die Zeit ins Land ging, umso weniger vermisste man die vier nun über 70-Jährigen. Um sich trotzdem immer wieder an sie zu erinnern durch die Songs aus der Vergangenheit. Mamma Mia, SOS, Waterloo, Dancing Queen, Gimme! Gimme! Gimme!, Money, Money, Money, Take a Chance on me, The Winner takes it all, Super Trouper – die Liste der Singles ist endlos und man fragt sich, ob es denn eigentlich schlechte Abba-Songs gab.


Während ab den 90er Jahren Erasure immer belangloser wurden (wie parallel Depeche Mode…), aber immerhin weiter und weiter machten, immer wieder tourten, neues Material veröffentlichten, hatten Benny (Andersson) und Björn (Ulvaeus) keine Überzeugungskraft bei ihren Ex-Frauen. Abba ruhten vor sich hin, wurden zwar nie vergessen, aber ein Comeback? Eigentlich war´s unwahrscheinlich!

Nun die Wende. Nach acht Alben in zehn Jahren und vier Dekaden des Nichtstuns erscheinen plötzlich „Don’t Shut Me Down“ und „I Still Have Faith In You“, ein Album folgt im November.

Nun müsste man ja meinen, die beiden Songwriter hätten vielleicht schon gleich nach ihrer Hochphase des Schaffens ein paar Dutzend Perlen kreiert, irgendwo versteckt, um nun ein Paket an Welthits auszugraben und unseren Planeten endlich musikalisch zu verändern.

Aber nein: Die ersten zwei neuen Songs sind austauschbar. Allerwelts-Gedüdel, das einzig seinen Reiz hat, weil da wirklich eine 40 Jahre verschollene Band wieder zusammen wirkt. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Aber letztlich doch: Irgendwie ernüchternd!

John Lennon und George Harrison sind längst tot, sonst hätte man sich nach 50 Jahren ein anderes Comeback genauso gewünscht. Die Stones werden nie mehr in Bestbesetzung auf Tour gehen und Depeche Mode fehlt seit fast schon 30 Jahren der Sound von Alan Wilder.

Jetzt warten wir trotzdem nur noch auf neues Material von Guns n’ Roses, Metallica und Pink Floyd. Die dürfen dann alle wieder auf große Welttournee gehen. Mit Open Air-Konzert 2022 bitte in Schweinfurt.

Michael Horling
redaktion@sw1.news


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