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Spitze Zungen: Der Hühner-Schorsch


Glöckle Tag der Ausbildung

Der kleine Ort Pfersdorf, der zur Gemeinde Poppenhausen im Landkreis Schweinfurt zählt, hat ganz so viele erwähnenswerte Besonderheiten nun vielleicht nicht. Die nahe Quelle der Wern vielleicht, ja, die kann man nennen. Und einen Hühner-Schorsch, auf dem am Ortseinang von Richtung Bad Kissingen kommend ein großen Schild hinweist.

Den richtigen Namen von ihm und seiner Hähnchenbraterei erwähnen wir an dieser Stelle nicht und auch auf das Zeigen des Schildes verzichten wir hier bewusst. Denn wenn man den Hühner-Schorsch auf dem falschen Fuß erwischt, dann kann der auch schon mal ganz heftig reagieren.



So geschehen am Montagmorgen, als der Verfasser dieses Beitrags ein Bild von dem Hinweisschild auf Facebook postete – zusammen mit einem weiteren von einigen Hühnern, die in der Ortsmitte von Pfersdorf nur wenige hundert Meter entfernt beheimatet sind. Zusatz zu den beiden Fotos war ein: „Das riecht nach Ärger!“ Lustig gemeint.


Kaum eine Stunde später mailte der Hühner-Schorsch, weil ihn angeblich binnen kürzester Zeit um die 30 Leute auf das Posting hingewiesen hatten. Seine Nachricht endete zwar „Mit freundlichen Hühnergeschrei :)“ ganz witzig, der Rest der Mail aber hatte es in sich.

„Haben sie nichts besseres zu tun?“, fragte er und befahl: „Sie werden das sofort aus Facebook nehmen und sich dafür entschuldigen.“ Der Schorsch hätte nämlich gar keine lebenden Hühner, seine seien „im Gefrierraum in Kisten“.

Und er drohte: „… wenn sie das nicht unverzüglich löschen werde ich Ihnen eine Klage an den Hals hängen die sich gewaschen hat.“ Da fehlten zwar zwei Kommas, aber egal.

Weil der Schreiber dieses Textes und Fotograf der Bilder aber ein netter Mensch ist, entfernte er den Beitrag dann doch gleich, glaubt aber, dass eine Klage in diesem Fall komplett ins Leere gelaufen wäre.

Wenig später entschuldigte sich der Hühner-Schorsch für seine Mail und erklärte das mit seinem Verdacht, es bestünde noch Stallpflicht und die Leute denken nun, seine Tiere würden im Freien herumlaufen und vielleicht krank werden.

Werden sie nicht. Sie sind ja auch schon tot. Und sollen gegrillt vor allem mit Pommes bestens munden. Wer sich also nicht vegetarisch ernährt: In Pfersdorf gibt´s leckere Hähnchen! Und ein engagiertes Firmenoberhaupt!

Michael Horling
redaktion@sw1.news


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