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Spitze Zungen: Der nebenberufliche Nivea-Gebietsverkaufsleiter


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Natürlich muss Joachim Löw als Bundestrainer unserer Fußballer nun langsam mal abtreten. Gar nicht unbedingt alleine wegen des 0:6 am Dienstag gegen Spanien. Sondern deshalb, weil Länderspiele schon lange keinen Spaß mehr machen und eine wirkliche Besserung nicht in Sicht ist.

Ob nun Hummels, Boateng und Müller wirklich zurückkehren müssen, ist auch gar nicht so des Pudels Kern. (Schöne Redewendung übrigens, ich weiß gar nicht, wie ich da jetzt drauf kam, und ob sie überhaupt passt…) Fakt ist, dass sich Löw selbst unnötig in die Enge getrieben hat, indem er das Trio – auch heute noch im besten Alter – vor fast schon zwei Jahren einfach so ohne Grund aussortierte. Einen Toni Kross hingegen schleift er weiterhin durch: Den Mann, dessen Pässe im Mittelfeld über zwei Meter immer alle ankommen. Würde mir wohl auch gelingen…


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Natürlich passt es den Kritikern nun in den Kram, und muss es sich auch Manager Oliver Bierhoff (der neulich den Flug von Stuttgart nach Basel zu verantworten hatte, andere Sportler wären mit dem Rad gefahren…) gefallen lassen, dass man ihn jetzt an den Pranger stellt. 0:6 bei einer ebenfalls sich im Aufbau befindlichen spanischen Mannschaft darf man halt auch nicht verlieren. Zumal die Partie auch 1:10 hätte enden können.


Deutschland spielte mit fast allen Leistungsträgern, kurzum: Das ist die Elf, mit der Löw nächsten Sommer bei der EM etwas gewinnen will und im Jahr darauf bei der WM. Vielleicht nicht mit Innenverteidiger Ginter rechts hinten, der seinem Trainer durchaus ja auch mal sagen könnte, dass er da fehl am Platz ist und nicht spielen will.

Bei einem Süle hören wir seit nun gefühlt vier Jahren, dass er nach seinem Kreuzbandriss ja auch noch nicht fit sein kann. Ja, herrje: Warum spielt er denn dann ständig? Einen formlosen Gnabry stellt Löw nie in Frage, andere Spieler nominiert er treu, auch wenn sie im Verein nur auf der Bank oder gar der Tribüne sitzen.

Und dann sind wir halt dann doch wieder beim Thema Hummels, Boateng und Müller. Die würden a.) den Laden hinten dicht halten und b.) wären vorne immer für zumindest eine Torvorlage gut. Müller kommt in sieben Bundesligaspielen heuer auf je vier Treffer und Assists. Damit ist er die Nummer zwei unter den Deutschen, zusammen mit Max Kruse, den der Bundestrainer ja auch schon immer ignorierte.

Müller: Einige Fans schreiben aktuell in den sozialen Medien, dass man auf seine Rückkehr am ehesten noch verzichten könne, weil es im Nationaltream eben hinten brennt und vorne die Truppe eigentlich ganz ordentlich aufgestellt ist. Stimmt, aber trotzdem: Warum verzichtet man freiwillig auf die Dienste eines gerade mal 31-Jährigen, der in 100 A-Länderspielen 38 mal traf, mit dem 68 Siege gelangen (einige schöne beim WM-Titel) und mit dem Deutschland nur 16 Mal verlor? Es müllerte bei WM´s zehn Mal, bei 19 Erfolgen bei Titelkämpfen (inklusive EM) stand Thomas Müller auf dem Rasen.

Als Gute Laune-Leitwolf hätte man ihn bis zur Weltmeisterschaft 2022 auf alle Fälle gebrauchen können, ebenso Hummels und Boateng als Führungskräfte. Meinetwegen sogar Lukas Podolski. Danach hätte Süle die Folgen seines Kreuzbandrisses sicherlich überstanden, wäre Erling Haaland eingebürgert und wird ohnehin dann Youssoufa Moukoko mit seinen fünf Toren pro Partie jede weitere Personaldiskussion unnötig machen. Ab dann könnten wir auch Gerd Bratwurst ins Tor stellen, dann endet jedes Match 5:4. Das sorgt für Einschaltquoten!

Kurzum: Der nebenberufliche Nivea-Gebietsverkaufsleiter für Baden sollte sich auf den Job mit Gesichtscreme und Haarlotion konzentrieren, wenn er nicht endlich bereit ist, seinen Fehler einzusehen, dass es unnötig war, unser Heldentrio auszusortieren. Ob Ralf Rangnick ein geeigneter Nachfolger wäre, mag zwar fraglich sein, genauso wie Jürgen Klopp oder Julian Nagelsmann wohl sicher eher jetzt noch keine Lust hätten auf das Amt. Thomas Tuchel? Auch wenn er in Paris gehen muss, kann man über ihn sicherlich streiten.

Doch die drei letzten Lehrgänge des DFB brachten ja zahlreiche neue Fußball-Lehrer hervor, bei denen der ein oder andere Name interessant klingt. Merke: Auch ein Joachim Löw war 2006 kein etablierter und im höchsten Maße erfolgreicher Coach, als er ins Amt kam. Also warum nicht mal anfragen bei beispielsweise Tim Borowski, Christian Rahn, Dino Toppmöller, Patrick Helmes oder Daniel Bierofka?

Und war nicht neulich irgendwo zu lesen, dass Christoph Daum nochmal Lust hätte auf eine Rückkehr ins Fußballgeschäft? Schlimmer als mit dem 0:6 kann´s ja eh nicht werden, oder?

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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