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Spitze Zungen: Der Tag, an dem ich Papa wurde


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Manchmal traut man seinen Ohren nicht. Und fast hätte ich nicht nur die Faust geballt, sondern zugeschlagen. Axel Schulz wäre natürlich zu Boden gegangen. K.O. in der ersten Runde. An diesem Donnerstag war´s, als der Ex-Boxer beinahe nochmal kurz ein Comeback hätte geben müssen, um die Karriere mit dem Tiefschlag seines Lebens bitter endgültig zu beenden.

Der heute 52-Jährige kam zur Schweinfurter Tafel, brachte Geschenke mit in Form von Essensgläsern, erzählte von seinem Engagement für die Berliner Tafel. Alles klasse, wirklich. Ein bodenständiger Typ, der freiwillig in Frankfurt/Oder lebt, hochsympathisch, geerdet.


AOK - Keine Kompromisse



Doch der rund einstündige Termin endete mit einem Skandal. Schulz gab Autogramme, ließ sich vor dem Tafel-Wagen fotografieren. Auch meine Partnerin Petra, die einen freien Tag hatte, wollte natürlich ein Bild haben und bekam eine Karte mit persönlicher Widmung. Bis dahin: Alles gut!


Beim Verabschieden dann der Lapsus: „Pass gut auf Deinen Papa auf!“, sagte Schulz zu meiner Petra. Überraschte Blicke unsererseits trafen auf den Brandenburger und der legte grinsend nach mit einem: „Isser doch, oder?“ Und dabei hatte ich ihm vorher noch erzählt, dass wir beide 68er Jahrgang sind und ich zwei Monate älter bin als er.

Nur weil ich meine Boxhandschuhe zufällig nicht dabei hatte, verzichtete ich auf eine Tracht Prügel und warf Axel S. ein verächtliches „Dich würde George Foreman heute noch fertig machen!“ hinterher. Das saß. Wimmernd verließ Schulz die Tafelräume. Die nächsten Tage wird er Albträume haben. Von mir, dem frisch gebackenen Vater.

Michael Horling
redaktion@sw1.news


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