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Spitze Zungen: Gute Aussichten für die Fußball-Nationalmannschaft


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Der Deutsche Fußball lebt – und zumindest das eine der beiden Spiele der Champions League am Dienstagabend war die perfekte Antwort auf das 0:6 der Nationalmannschaft die Woche zuvor in Spanien. Und selbst Rote Blubberbrause Leipzig überzeugte bei der unverdienten Niederlage bei Paris der Heiligen Kataris.

Gerade die Sachsen sind ja bekannt dafür, dass sie jungen Spielern eine Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Das ist perfekt für Joachim Löw, wenn Talente auf höchstem Niveau gefordert werden. Nun gut, Torwart Peter Gulasci ist bereits 30 Jahre alt und Ungar. Aber im Kasten der Nationalmannschaft haben wir ja auch dank des unverwüstlichen Manuel Neuer eh keine Nachwuchssorgen.


AOK - Keine Kompromisse

Die Leipziger Vierer-Abwehrkette: Links Angelinho. Spanier. Egal. Rechts Nordi Mukiele, Franzose. Geschenkt. In der Mitte seine Landsmänner Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté, Was soll´s: Muss Jogi seine Defensivprobleme halt anderweitig in den Griff bekommen. Ist eh seine Sache. Auch bei den defensiven Mittelfeldleuten sind wir ja gut besetzt, brauchen also Amadou Haidara aus Mali genauso wenig wie den Österreicher Marcel Sabitzer. Österreicher….


Dafür bieten die Rasenballer dem Nationalteam Offensivkräfte ohne Ende an. Gestern im Mittelfeld rechts: Dani Olmo. Spanier. Pipapo. Links Christopher Nkunku. Ein ganz interessanter Mann mit seinen 23 Jahren. Franzose? Nun ja… Aber in der Mitte: Emil Forsberg, ein Spielgestalter vor dem Herren. Schwede? Merkt doch keiner bei dem Vornamen, wenn Jogi den einlädt…

An vorderster Front stürmte Yussuf Poulsen. Der ist Däne. Was egal ist, weil wir da ja eh Timo Werner haben. Eingewechselt wurden Willi „Viktor“ Orban, Ungarn. Dann Justin Kluivert, ein Holländer. Und Alexander Sörloth, ein Norweger. Wobei die Norweger derzeit ohnehin die weltweit besten Stürmer haben.

Siehe Borussia Dortmund, das Parallelspiel. Tolles 3:0 gegen Brügge. Mit zwei Toren von Erling Haaland. Der ist erst 20 Jahre alt, und irgendwie gibt´s da bestimmt noch eine Möglichkeit, ihn für Deutschland auflaufen zu lassen. Für „Die Mannschaft“. Weiter zum Kader des tollen BVB: Der rechte Mittelfeldmann Jadon Sancho erzielte den dritten Treffer. Engländer wie sein erst 17 Jahre alter Kollege Jude Bellingham? Ach, Engländer sind doch nett!

Amerikaner auch, wie Giovanni Reyna. Der ist ja erst 18 Jahre alt! Und wirbelte neben Thorgan Hazard, mit seinen 27 durchaus noch Kandidat für Löw und viel jünger als Thomas Müller. Belgier? Sind doch unsere Nachbarn! Wie auch die Dänen. Aus dem Norden stammt Thomas „Develey“ Delaney. Jetzt haben wir das Dortmunder Mittelfeld komplett. Und schauen schnell in die Abwehr: Hinten rechts verteidigte Hazards Landmann Thomas Meunier.

Hinten ließ im Kasten Roman Bürki nichts zu und blieb Manuel Akanji fehlerfrei. Beides Schweizer? Och, schade, der Manuel vor dem Manuel hätte uns so gut getan! Links verteidigte der Portugiese Raphael Guerreiro. Nun gut, das muss man der Borussia schon zugestehen, dass sie einen Spieler aus dem Land des amtierenden Europameisters hat.

Immerhin entdecken wir dann als 22. Mann in der Startformation der beiden Vertreter Deutschlands am Dienstagabend dann ja doch noch den einen, der für die Nationalmannschaft in Frage kommt: Den absolut überragenden Innenverteidiger Mats Hummels, Stammkraft bei Joachim Löw seit nahe zu zehn Jahren und aktuell der vielleicht beste Fußballer unseres Landes. Was, den hat er aussortiert?

Dafür sind ja Emre Can, Julian Brandt und Marco Reuß weiter international gefragt. Bei Jogi sogar mehr als bei Lucien Favré, der dem Trio immerhin ab der 70. Minute Einsatzpraxis gönnte, nachdem beim Stand von 3:0 nun wirklich nichts mehr anbrennen konnte. Bei Mahmoud Dahoud und Nico Schulz hatte er da Bedenken, sie könnten den Sieg noch verdaddeln. Bedeutete: Bankplatz bis zum Ende für zwei von Löws Lieblingen.

Um diese Geschichte mal so einzuschätzen, wie sie ist: Unsere Bundesligisten setzen auf junge Engländer, junge Franzosen, auf Belgier, Spanier oder Portugiesen, sogar auf Ungarn, finden anscheinend in Deutschland keine Spieler mehr, die gut genug sind für Champions League. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eigentlich müssten wir bei der nächsten Europameisterschaft gar nicht mehr antreten! Oder?

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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