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Spitze Zungen: Königsblaue rote Hosen


Kauzen Bier

Fußball ist ein Geschäft. Und sonst nichts. Nur das erklärt, dass in schlimmsten Corona-Zeiten unbedingt auch ohne Zuschauer gespielt werden muss im Profibereich. Nur damit Fernsehgelder fließen, auch wenn das Fußballschauen im Fernsehen ohne Zuschauer gar keinen Spaß macht.

Über die Würzburger Kickers war auf diesem Portal immer mal wieder was zu lesen. Vor allem die letzten Wochen, als das nun schon ein wenig abgeschlagene Schlusslicht der 2. Bundesliga nach dem Aufstieg völlig unnötig Trainer Michael Schiele entließ und kurze Zeit später auch gleich seinen Nachfolger Marco Antwerpen hinterher warf. Solche Personalentscheidungen muss niemand verstehen, genauso aber auch nicht den Plan der DFL, die Rothosen trotz eines Corona-Falles und Quarantäne am Samstag bei Darmstadt 98 anscheinend antreten lassen zu wollen.


AOK - Keine Kompromisse

Jedenfalls haben die Würzburger Kickers ihre Rolle als Chaos-Verein am Freitag endlich weiter geben können an das Schlusslicht der ersten Bundesliga. Dort wütet seit Jahren die komplette Planlosigkeit und könnte bald ganz Gelsenkirchen wegfegen. Zumindest mag man Schalke 04 nun endgültig den Abstieg wünschen.


Huub Stevens ist jetzt das vierte Mal Trainer und der dritte in dieser Saison nach David Wagner und Manuel Baum. Vor Wagner übernahm Stevens nach dem Rauswurf von Domenico Tedesco, der den Verein im Jahr zuvor zur Vizemeisterschaft geführt hatte. Vor Tedesco durften sich Markus Weinzierl, André Breitenreiter, Roberto Di Matteo und Jens Keller versuchen, die heute allesamt in irgendwelchen Kellern hocken und vergessen sind.

Vorher war mal wieder Huub Stevens dran nach durchaus erfolgreichen Zeiten unter Felix „Schleifer“ Magath oder Ralf „Schlaubischlumpf“ Rangnick. Vor denen wiederum scheiterten Fred Rutten, Jupp Heynckes (!), Mirko Slomka und Frank Neubarth teils gnadenlos. Nach Stevens erste Ära mit fast der Meisterschaft und vor allem dem Sieg im Europacup durften sich seit 2002 mittlerweile 24 (!) Trainer versuchen. Einige interimsmäßig oder eben wie Stevens immer wieder. 24 Trainer in 18 Jahren. Das müsste Rekord sein. Weltweit womöglich.

Wer erinnert sich eigentlich noch daran, wie Huub Stevens im Oktober 1996 als damals 42-Jähriger (heute ist er also 67…) ins Amt kam? Schalke 04 war international dabei, schaltete in Runde eins Roda Kerkrade aus – und entließ gleich danach Trainer Jörg Berger. Um Stevens zu holen, der ausgerechnet von Kerkrade kam. Angesichts des Laufs durch Europa mit Erfolgen über Trabzonspor, Brügge, Valencia, Teneriffa und Inter Mailand spielte es nie eine Rolle, dass schon damals der Wechsel eigentlich eine Frechheit war.

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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