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Spitze Zungen: Krass spaltende Themen

Spitze Zungen: Krass spaltende Themen


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Deutschland wird gerade wieder geteilt. Und Schweinfurt steht dabei im Mittelpunkt. Den gesamten Montag über war unsere Stadt in den Schlagzeilen. Zusammengefasst: Corona-Leugner und Impfgegner demonstrieren ohne Erlaubnis zusammen mit Rechtsradikalen und sind gegenüber Polizisten gewalttätig.

Holger Laschka, Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen im Schweinfurter Stadtrat, sagt: „Es gibt kein Grundrecht auf Krawall. Was Sonntag für Sonntag hier in Schweinfurt passiert, ist schlicht Landfriedensbruch. Dabei ist Demokratie so einfach: Veranstaltung anmelden, Auflagen beachten, friedlich und unter dem Schutz der Polizei für die eigenen Anliegen demonstrieren. Wer bei dieser Spaziergang-Verarsche mitmacht, will nicht wirklich gegen Coronamaßnahmen demonstrieren. Hier versucht eine laute Minderheit unseren Staat und dessen Institutionen bloßzustellen. Corona ist eine Herausforderung für uns alle – Geimpfte, Ungeimpfte, Erkrankte und Genesene. Zusammen können wir sie bewältigen. Wer spaltet, verstärkt die Krise.“


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Damit hat er natürlich voll Recht. Anderseits zeigt ein Video aber auch zu genau Gewalt anwendende Polizisten, die zudem mit Pfefferspray auf ein kleines Kind losgingen. Aussagen stehen gegen Aussagen. Wurde das Kind als Schutzschild verwendet? Hat der nieder geknüppelte Mann zuvor die Polizei angegriffen? Wer sind die Guten, wer sind die Bösen? Hier wird gespaltet, genau!


Man darf gespannt sein, wie es kommenden Sonntagabend in Schweinfurt weiter geht. Mutmaßlich kommen noch mehr Leute zum unangemeldeten Spazieren ab Einbruch der Dunkelheit, sicherlich werden Polizeikräfte in noch größerer Zahl das zu verhindern versuchen. Das birgt Konfliktpotenzial, noch mehr als bisher. Und teilt auf in Gute und Böse. Mehr denn je.

Doch nicht nur das Thema Corona spaltet: Auch die Schweinfurter Stadttauben finden einerseits Befürworter dafür, dass man sie im Winter füttern müsse, während gleichermaßen Menschen der Meinung sind, dass verendende Tiere absolut kein Problem sind, um das man sich kümmern müsse.

Hier spaltete unlängst im Stadtrat der Ordnungsreferent Jan von Lackum, als er meinte, das Lesen von Beiträgen in Telegram-Gruppen, in denen es um die Sonntags-Spaziergänge in Schweinfurt geht, sei für ihn Schmerzensgeld pflichtig wie die ein oder andere Stadtratssitzung. Das als gezielter Hinweis auf die Diskussion über die Stadttauben – und direkt gerichtet an die sich für Tiere einsetzende Dr. Ulrike Schneider.

Michael Horling
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