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Spitze Zungen: Leiden mit Leverkusen


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Stell´ Dir vor, die deutschen Fußballteams kacken international ab – und es juckt niemanden! So geschehen diese Woche. Dabei ist nicht die Chancenlosigkeit der Mönchengladbacher gegen Manchester gemeint. Diese Borussia, an sich bestens besetzt, durch den bald wechselnden Trainer selbst ins Dilemma geraten, liebt man hierzulande und hätte gerne Besseres gesehen.

Die Top-16 der Euro League hingegen müssen auf Beteiligung Deutschlands künftig verzichten. Granada ist hier noch dabei Villarreal, Molde, Bern, Donezk oder Piräus. Alles fußballerische B-Klasse, auch wie Teams aus Tschechien oder Schottland.


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Und unsere Bundesliga-Größen? Gnadenlos gescheitert! Wie schon in der Quali Wolfsburg erwischte es nun viel zu früh Leverkusen und Hoffenheim. Die Werks-Elfen von VW, Bayer und SAP haben dem Land also gar keinen großen Dienst erwiesen. Schande über Euch! Mutmaßlich hat – in den Stadien ohnehin nicht – auch am TV-Gerät niemand wirklich mitgefiebert.

Die Hoffnung besteht, dass nächstes Jahr wieder Frankfurt international kickt. Ein bisschen darf man auch noch auf Freiburg oder Union Berlin hoffen. Damit Emotionen zurück kommen, Leidenschaft durch Vereine, mit denen man auch wirklich leiden möchte, wenn es schief läuft. Doch wer leidet mit Leverkusen, Hoffenheim oder Wolfsburg? Ernsthaft? Doch noch nichtmal die Fans dort selbst…

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie man in Deutschland die Delle im Fußball wieder ausbügeln will. Bei Wolfsburgs Bundesliga-3:0 in Bielefeld jüngst standen drei Deutsche in der Startelf. Bei Leverkusens 0:2 gegen Bern waren es auch drei, inklusive patzendem Ersatz-Keeper. Normal steht ein Finne im Tor. Und bei Hoffenheim liefen insgesamt auch nur drei Mann auf, die für die Nationalmannschaft spielberechtigt wären.

Deren internationale Teamkollegen machten es natürlich nicht besser. Aber wie soll die Länderauswahl wieder in die Spur kommen, wenn die Bundesligisten lieber für jeweils über 10 Millionen Euro 19-Jährige Franzosen oder Engländer als Heilsbringer einkaufen? Nationale Talente gibt es anscheinend nicht. Wie ist es somit um die Zukunft unserer Bundes-Elite bestellt?

Irgendwie passt es ja, dass anscheinend Jamal Musiala nach ganz wenigen Einsätzen für die Münchner Bayern und kurz nach seinem 18. Geburtstag dicht vor dem ersten Länderspiel steht und Gerüchten zufolge auch für die EM nominiert wird. Früher musste man lange Jahre Konstanz zeigen, um für die Auswahl nominiert zu werden. Heute reichen drei gute Partien.

Natürlich müsste dann auch ein Thomas Müller längst wieder eine Rolle spielen im Nationalteam. Oder die Herren Hummels, Leverkusens Talent Wirtz, Unions Kruse oder Gladbachs Stindl. Für alle freilich gilt: Sie waren zuletzt verletzt, hatten Corona oder kickten – wie unter der Woche Wirtz und Stindl – eher unterdurchschnittlich. Für Jogi „Nivea“ Löw ein Grund zum Aussortieren. Und Musialas Tor bei zweifelsfrei zweitklassigen Römern bestärkte ihn da nur.

Unterm Strich bleibt: Es läuft irgendetwas schief im Deutschen Fußball. Aber wer erkennt das?

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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