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Spitze Zungen: Migranten auf der Straße


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Das grundlegende Übel packen wir einfach nicht an: Nämlich die Ursachen zu bekämpfen, weshalb Menschen von irgendwo wegfliehen müssen. Seien es Kriege, Hitze oder Hungersnot. Wir wollen weder auf Waffenlieferungen ins Ausland verzichten, noch den Klimawandel bekämpfen. Oder die dritte Welt ernähren. Lieber werfen wir Lebensmittel weg.

Menschen, die zu uns kommen, versprechen sich ein besseres Dasein. Lassen wir es mal dahin gestellt, ob die bei uns lebenden Asylanten aus echter Angst um ihr Leben zu uns kommen oder Teile von ihnen auch in Erwartung einer finanziellen Besserung. Stichwort Sozialstaat. So oder so ist es gewiss der verkehrteste Weg, diese Menschen in eine Einrichtung zu verfrachten und sie dort lange Monate im Unklaren zu lassen.


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Und genau jetzt prallen zwei Ansichten und Gefühlswelten aufeinander: Einerseits sind diese Menschen versorgt und müssen nicht mehr um ihr Leben fürchten. Andererseits mag das Ungewisse und das im Abseits Wohnen ohne geregelte Tätigkeiten und Tagesablauf natürlich auch frustrieren.

Nun gingen rund 90 dieser Flüchtlinge in Schweinfurt auf die Straße und demonstrierten. Weil sie mit den Umständen ihrer Unterbringung unzufrieden sind. Medienberichte darüber stoßen in den sozialen Netzwerken auf teils unfassbaren Fremdenhass in den hunderten Kommentaren.


Auch der Schweinfurter Richard Graupner kommentierte die Demonstration und zeigte einerseits kein Verständnis, sprach von „mehr als komfortablen Bedingungen im ANKER-Zentrum“. Anderseits kritisierte er aber auch die Bundesregierung für ihre Migrationspolitik und bezeichnete die Demonstranten als „Opfer“, die „mit völlig überzogenen Erwartungen“ nach Deutschland kommen würden.

Eine Veröffentlichung dieser Pressemeldung Graupners stieß auf extreme Kritik. Weil es sich halt um die Meinung eines AfD-Abgeordneten und -Stadtrats handelt. Dass Graupner in dieser Sache fraglos nicht komplett daneben liegt, muss man ja wohl auch zugeben dürfen. Ohne gleich in eine braune Ecke geschoben zu werden.

Wenn dann kurze Zeit nach der Meldung über die Demonstration die Polizei berichtet, dass nach einer Auseinandersetzung in besagter Ankereinrichtung nun fünf Somalier wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags in Haft sitzen, trägt das natürlich nicht gerade dazu bei, Verständnis für die Flüchtlinge aufbringen zu können.

Natürlich darf man nicht alle Asylanten in einen Topf werfen. Mag sein, dass sich der friedlich Großteil unbedingt integrieren, Deutsch lernen und Arbeit annehmen will. Doch man darf dann auch nicht grundsätzlich alles verdammen, was seitens der Alternative für Deutschland gefordert wird. Im konkreten Fall sind die lokalen Vorkommnisse dieser Tage in der Tat nämlich der Beweis, dass in Sachen Migrationspolitik irgendetwas nicht zu stimmen scheint.

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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