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Spitze Zungen: Olympia nur am Rande


Sporttreff 2000 - Niederwerrn Oberwerrn

Ich muss zugeben, dass mich die Olympischen Spiele in diesem Sommer nur am Rande interessieren. Das liegt natürlich vor allem daran, dass die Wettkämpfe überwiegend zu nachtschlafender Zeit stattfinden und ich auch morgens oder mittags ungerne Fernsehen schaue.

Früher war das anders: 1984 beispielsweise baute ich mir im Fernsehzimmer ein zweites Bett auf und blieb lange wach, stellte auch den Wecker, wenn beispielsweise in Los Angeles Michael Groß zu Gold schwamm. Schon danach ließ meine Leidenschaft für den Sport-Mix nach, was wohl auch daran lag, dass Deutschland in den Hauptsportarten Schwimmen und Leichtathletik zu oft die zweite bis dritte Geige spielte.


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Und ehrlich: Ich kann einfach nichts anfangen mit Schießen, Rhythmischer Sportgymnastik, Kanufahren, Dressurreiten, Judo oder Synchronschwimmen. Auch die neuen Sportarten: 7er Rugby, BMX-Rennen, Baseball, Skateboard oder Sportklettern – alles nicht so mein Ding.


Und da Deutschland in den Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball, Handball und nun auch überraschend Hockey keine große Rolle spielt, fällt in den letzten Tagen der Veranstaltung auch das Schauen von Halbfinals und Finals weg. In Rio durfte man ja noch mit beiden Fußballteams bis zum Ende zittern.

2012 waren die Spiele in London deshalb klasse, weil viele Wettbewerbe live liefen am Abend. Man konnte zu den Entscheidungen im Beachvolleyball langsam einschlummern. Das war schön. Auch die Winterspiele zwei Jahre zuvor in Vancouver liefen – so weit ich noch weiß – zu einigermaßen fernsehtauglichen Zeiten.

2018 war es schon schwer, aus Südkorea vieles mitzubekommen. Das Eishockeyfinale an einem ganz frühen Sonntagmorgen – da fiel das Aufstehen zunächst sehr schwer. Ehe dann die Augen immer größer wurden angesichts der sich andeutenden Sensation, aus der dann ja doch nichts wurde.

2021 könnte es wieder unschön werden, wenn in Peking die Winter Games stattfinden – es sind ja eigentlich nur noch recht wenige Monate bis dahin. Warum zum dritten Mal nacheinander Spiele nach Asien vergeben wurden, muss man nicht unbedingt verstehen.

In drei Jahren freilich heißt es dann: Paris ist nahe – und es erwarten uns zwei Wochen lang die Entscheidungen zur besten Zeit am Abend. Da schaut man sich dann auch gerne mal Rudern, Bahnradrennen oder Trampolinspringen an, wenn die Erdnüsse und der Rotwein parat stehen.

In Sachen Medaillenspiegel zeichnet sich heuer ab, dass Deutschland maximal Siebter werden dürfte. Mit den großen Sportnationen können wir im Sommer schon lange nicht mehr mithalten. Dass aktuell jetzt gerade Norwegen Rang 29 sogar hinter dem Iran und Taipeh belegt, ist da kein Trost. Schön wäre, wenn es in Peking wieder zu einem Zweikampf mit der führenden Wintersportnation kommen könnte. Und wenn dann 2024 Deutschland im Schwimmen und in der Leichtathletik weiter Boden gut macht.

Michael Horling
redaktion@sw1.news


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