Home / Spitze Zungen / Spitze Zungen: Stell´ Dir vor, Du verdienst über 10.000 Euro im Monat, musst aber trotzdem mehr als 3 Millionen im Jahr dazu verdienen – oder: Hallo, ihr armen Politiker!

Spitze Zungen: Stell´ Dir vor, Du verdienst über 10.000 Euro im Monat, musst aber trotzdem mehr als 3 Millionen im Jahr dazu verdienen – oder: Hallo, ihr armen Politiker!


Sparkasse

Am Mittwoch hatte t-online.de einen sehr informativen Beitrag online: Es ging und geht um eine interaktive Karte der Wahlkreise, durch die man mit einem Klick erfahren kann, wieviele die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nebenbei verdienen.

Das Portal deckte zusammen mit Abgeordnetenwatch und dem Spiegel auf, dass Politiker zum Teil Hunderttausende Euro dazu verdienen. Fast jeder dritte schnappt sich nebenbei gut 10.000 Euro im Monat – sei es als Rechtsanwalt oder mit Auftritten als Redner. Erlaubt ist das, die Parlamentarier müssen nur Auskunft darüber geben. Aber auch erst ab 1000 Euro im Monat oder mehr als 10.000 im Jahr.


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Der Linke Gregor Gysi, deckte das Portal auf, verdient mindestens 470.000 Euro NEBENBEI pro Jahr. Auch FDP-Chef Christian Lindner macht gut Kohle abseits seiner politischen Tätigkeiten. Den Vogel schießt Sebastian Brehm von der CSU ab: Er gibt an, als Steuerberater mindestens 3,13 Millionen brutto im Jahr zu verdienen. Auch das fällt noch immer unter den Begriff „Nebentätigkeit“….


Da machen es unsere lokalen unterfränkischen Politiker ja noch richtig gnädig. Im Wahlkreis Bad Kissingen (zusammen mit den Haßbergen) geben alle drei Abgeordneten an, dass sie Nebenjobs haben, aber unter den Grenzen des Vermeldens. Dorothee Bär (CSU), Sabine Dittmar (SPD) und Manuela Rottmann (Grüne).

Die gewählten Schweinfurter schlagen schon ein wenig deftiger zu: Bei Dr. Anja Weisgerber sind es monatlich 3.500 € bis 7.000 €, die sie bei GSK Stockmann & Kollegen, Frankfurt/Berlin bekommt, einer Rechtsanwaltskanzlei. Klaus Ernst (Linke) verdient laut eigener Angabe einmalig 1.000 € bis 3.500 € beim Sparkassenverband Bayern.

Nun möchte man trotzdem meinen, als Berufspolitiker sollte es an sich reichen, in Berlin im Parlament zu sitzen und ansonsten sich um den eigenen Wahlbezirk zu kümmern. Jeder Bundestagsabgeordneter erhält schließlich aktuell 9.542 Euro brutto im Monat. Dazu steuerfreie 4.318 Euro Aufwandspauschale. Nochmals 12.000 Euro gibt´s im Jahr für andere Anschaffungen. Und bis zu 20.870 Euro im Monat für Mitarbeiter, die ein Berufspolitiker anstellen darf.

By the way: Wer nur für eine Legislaturperiode gewählt wurde, hat schon einen Anspruch auf 954 Euro an Rente – zusätzlich zu der aus dem „normalen“ Berufsleben. Je länger die Verweildauer in Berlin, desto mehr gibt´s. Plus natürlich gratis Dienstreisen oder Fahrten mit der Bahn.

Und weil wir den Namen Dorothee Bär genannt haben: Die verdient als Staatsministerin für Digitales monatlich 14 594,79 Euro. Sollte an sich reichen für jeden Tag drei belegte Brötchen, eine Hühnersuppe und zwei Liter Apfelsaft. Zumal ihr Mann Landrat ist und auch nicht soooo schlecht verdient. Aber dennoch: Ohne Nebenjobs geht´s anscheinend trotzdem nicht…

Michael Horling
redaktion@sw1.news

 



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