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Bayerischer Ministerpräsident Söder

Spitze Zungen: Wer wird Corona-Kanzler?


Kauzen Bier

Corona bestimmt nach wie vor in fast allen Bereichen unser Leben. Und da es noch fast ein halbes Jahr hin ist bis zu den Bundestagswahlen am 26. September, spielen diese bislang eine eher untergeordnete Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch in den Parteizentralen dürfte es in diesen Wochen heiß hergehen. Vor allem bei CDU und CSU.

Vertraut man den aktuellen Umfragen, dann verliert die Union – Stand jetzt – über sieben Prozent und kommt auf nur noch um die 25. Was angesichts der zahlreichen Affären teils schon zurückgetretener Politiker, die ihr Mandat ausnutzten, um mehrere 100.000 Euro einzusacken durch die Vermittlung von Maskenverkäufen, sogar noch eine erträgliche Zahl ist.


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Man muss davon ausgehen, dass zu Herbstbeginn, wenn Markus Söder die Nachfolge von Angela Merkel antreten will, das willige Volk der Deutschen weitestgehend geimpft ist und die vierte Corona-Welle gerade überstanden wurde. CDU/CSU werden sich dann feiern lassen als Retter des Landes – und in der Bundesrepublik steigt die Lust auf Schwarz wieder. 33 Prozent dürften dann drin sein. Prognose: Söder wird der nächste Bundeskanzler!


Ja, so wird das kommen. Weil Otto Normalprotestler eben schnell wieder vergisst. Und weil letztlich die Alternativen zu Söder als Sonnenkönig durchfallen werden. Olaf Scholz, Stand heute der bislang noch immer einzige wirklich feststehende Kandidat, träumt nicht ernsthaft davon, ins Amt zu kommen. Laut letzten Umfragen greift die SPD knapp 16 Prozent ab. Nochmals ein historisches Tief. Alle vier Jahre zeigt sich: Es geht immer noch tiefer!

Die Grünen haben gute Chancen. Und bis zu den Wahlen werden ja gut eine halbe Million Deutsche noch volljährig. Das sind die Jugendlichen, die eher wohl Grün wählen werden, wenn sie denn wählen gehen. Mutmaßlich zumindest. Stand heute sagt man Robert Habeck über 22 Prozent voraus. Nur drei weniger als CDU/CSU. Würden noch ein paar korrupte Maskenleichen im Keller liegen und wären im Mai oder Juni die Wahlen – ein historischer Ausgang läge im Bereich des Möglichen.

So aber können die Schwarzen eigentlich ganz beruhigt abwarten. Notfalls fluten sie noch Rhein und Elbe und legen schützend beim Hochwasser die Hand auf. Oder sie lassen einfach Zeit verstreichen, das Virus aus den täglichen Sorgen verdrängen und darauf vertrauen, dass die Grünen schon unterstützend mitmachen werden beim Regieren.

Federführend Grün zusammen mit SPD und FDP (oder lieber den Linken, aber das wird nicht reichen…) dürfte Scholz und Christian Lindner nicht so recht in den Kram passen. Es sei denn, die Machtgeilheit siegt dann doch über die Bedenken. In der Politik niemals ausgeschlossen.

Und welche Rolle spielt die AfD? Laut Umfragen wird sie verlieren, aktuell prognostizierte elf Prozent aber sind dennoch ein gewaltiges Pfund, um die Protestbevölkerung ernst zu nehmen. Ernster, als man das bisher tut. Irgendwie – bei aller Sorgen wegen Covid 19 – mag man sich fast ja sogar noch eine längere Pandemie wünschen. Zumindest wenn man den Machtwechsel für erstrebenswert hält.

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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