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Spitze Zungen: Würzburger Sportleiden


Anja Weisgerber

Man(n) kann einerseits voller Neid in unsere Nachbarstadt blicken, aber auch mit ein bisschen Schadenfreude in diesen Tagen. Würzburg ist eine absolute Sportstadt, keine Frage. Und es gibt nicht wenige Schweinfurter, die würden auch jetzt noch sofort tauschen.

Die Kickers, klar: Stehen dicht vor dem Wiederabstieg aus der 2. Bundesliga. Spielen mit aufgeblähtem Kader, mit jährlich wechselnden Akteuren ohne echten Bezug zum „Dalle“. Schmeißen Trainer nach Lust und Laune. Genau das will man als Fußball-Romantiker an sich nicht. Die Schnüdel-Fans werden sich freilich daran gewöhnen müssen, dass auch beim FC 05 im Falle eines Aufstiegs in die 3. Liga wohl gilt: Unterfränkische Fußballer reichen da nicht aus, um zu bestehen oder um vielleicht noch höher zu kommen. Wer heute nach Würzburg schaut, muss sich im Klaren sein, dass bemitleidenswerter Misserfolg eine Etage höher im schlimsten Fall auch in Schweinfurt drohen könnte.


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Der FC 05 plant beim Frauenfußball ein paar Schritte nach vorne. In Würzburg sind die Kickers-Damen bereits in der 2. Bundesliga, aktuell nach einem – immerhin – Remis in Saarbrücken sind sie freilich mit nur einem Sieg Vorletzter. Auch das ein zweischneidiges Schwert: In einer Liga mit zudem Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zu spielen ist klasse. Hinten zu stehen macht wenig Spaß.


Neue Sportart: Basketball: Die Jungs von s.Oliver Würzburg sind wie meistens das schlechteste von vier bayerischen, drei fränkischen Bundesligisten. Aktuell droht acht Partien vor Saisonende sogar noch der Abstieg nach dem unfassbaren 66:116 (!) zuhause gegen die in der Tabelle auch gerade mal Rang vier belegenden EWE Baskets aus Oldenburg. Mit 50 Punkten Unterschied zu verlieren… Zum Glück waren keine Fans in der Halle.

Null Zuschauer sahen am Tag zuvor das 27:19 der DJK Rimpar Wölfe über den vorne platzierten VfL Lübeck-Schwartau. Handball, 2. Bundesliga. Würzburg, oder eben die umgesiedelten Rimparer, sind hier halbwegs auf Augenhöhe mit Hamburg, Großwallstadt oder Gummersbach. Aktuell beheimatet im Tabellenmittelfeld. Coole Sache an sich.

Unterm Strich: Mit dem ein oder anderen Team muss man in Würzburg leiden. Aber Schadenfreude? Aktuell würde selbst bei vier Abstiegen jeder der genannten Vereine noch – teils weit – über Schweinfurter Clubs spielen. Gerade bei den boomenden Sportarten Handball und Basketball kommt man in der Kugellagerstadt über Hobby-Bemühungen vor – abseits von Corona – kaum mehr als mal 50 Zuschauern nicht hinaus. Es mangelt zudem an einer attraktiven Halle. In Würzburg wird gerade eine neue Arena mit bis zu 8000 Plätzen geplant.

Michael Horling
redaktion@sw1.news

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