25. 05. 2017
Home / Fußball / Sennfeld und das Thema Platz 2: „Wir haben von allen die schlechtesten Karten!“

Sennfeld und das Thema Platz 2: „Wir haben von allen die schlechtesten Karten!“



SENNFELD – Mit dem 4:2-Sieg nach zweimaligem Rückstand in Prappach ist die SG Sennfeld dicht dran an Platz zwei in der Schweinfurter Fußball-Kreisliga 2. Nur zwei Punkte trennen das Team von Spielertrainer und Torjäger Dominik Barth vom neuen Zweiten FC Sand 2.

Allerdings hat die Mannschaft aus dem Landkreis Schweinfurt bereits eine Partie mehr bestritten und darf daher am kommenden Wochenende zuschauen. Nichtsdestotrotz befragte anpfiff.info auch gerade deshalb unter dieser Woche den 28 Jahre alten Barth.

ANZEIGE:
Blumen-Benkert

Dominik, erstmal zur Parte in Prappach: Der Verlauf klingt nach einer verdammt harten Arbeit für Ihre Mannschaft…
Dominik Barth: So war es auch tatsächlich. Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden und Prappach regelrecht zum Toreschießen eingeladen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann durch Auswechslungen und Umstellungen im System endlich Kontrolle über das Spiel bekommen und am Ende auch verdient gewonnen.

Ärgert es Sie umso mehr, dass die SG in der Vorwoche den FC Haßfurt nicht schlagen konnte? Bei einem Sieg anstatt dem 1:1 wäre Sennfeld nun punktgleich mit dem FC Sand 2 Zweiter….
Dominik Barth: Am Ende konnte Haßfurt sicherlich besser mit dem Punkt leben als wir. Es war ein rassiges Spiel mit vielen Zweikämpfen. Aufgrund des Chancenverhältnisses geht das Unentschieden in Ordnung, obwohl wir bis zur letzten Minute auf den Führungstreffer gedrängt haben.

Der FC Haßfurt hat jahresübergreifend nur eine seiner letzten sechs Partien gewonnen. Hatten Sie einen solchen Einbruch erwartet?
Dominik Barth: Erwartet: nein, gehofft: ja (grinst).

Sand 2 fügte dem TSV Knetzgau am letzten Sonntag die erste Saisonniederlage bei. Dass Ihnen das weniger gefiel, steht wohl außer Frage – aber hätten Sie damit gerechnet?
Dominik Barth: Es hat vor der Partie einiges für einen Sander-Sieg gesprochen. Zum einen ist Sand, ebenso wie wir, eine sehr heimstarke Mannschaft. Zum anderen trainieren sie jede Woche auf dem Kunstrasenplatz und wissen, wie man diesen zu bespielen hat. Außerdem war es nur eine Frage der Zeit, bis die Serie der Knetzgauer reißt – und so ist es nun auch gekommen.

Wird es bis Saisonende ein Dreikampf zwischen Sennfeld, Sand 2 und Haßfurt um Rang zwei?
Dominik Barth: Wir werden versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen und die restlichen Spiele zu gewinnen. Sollte das klappen, wird es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Vor allem da wahrscheinlich auch Haßfurt und Sand dieses Ziel verfolgen.

Was werden Sie, was wird Ihre Mannschaft am kommenden, freien Wochenende machen?
Dominik Barth: Wir werden Dienstag und Freitag trainieren und am Wochenende bekommen die Spieler frei. Es sind einige Akteure gesundheitlich angeschlagen und sollen sich bis zum nächsten Spiel auskurieren. Ich persönlich werde die freie Zeit nutzen und mit meiner Frau ein paar Tage in Österreich beim Skifahren verbringen.

Schauen wir doch mal auf die stattfindenden Partien. Der FC Haßfurt bei Röthlein/Schwebheim – ein Selbstläufer?
Dominik Barth: Ein Selbstläufer ist kein Spiel in der Kreisliga. Das haben wir letztes Wochenende gegen Prappach selbst erfahren dürfen. Ich denke, dass Röthlein/Schwebheim bis zum Ende der Saison alles versuchen wird, die Klasse zu halten. Und wie ich meinen Freund Klaus Keller kenne, wird er sich schon den richtigen „Schlachtplan“ ausdenken um sich selbst und seiner Mannschaft, aber auch uns einen Gefallen zu tun (lacht).

Sand 2 muss schon am Samstag in Obertheres ran. Da hoffen Sie bestimmt auf den TV. Hat der eine Chance?
Dominik Barth: Obertheres hat sich vor der Saison gut verstärkt und wurde von einigen ja sogar als Geheimfavorit gehandelt. Sicherlich ist die Saison bisher nicht ganz so verlaufen, wie man sich es vielleicht von Seiten der Oberthereser gewünscht hat. Dennoch hat die Mannschaft das Potenzial jede Mannschaft aus der Liga zu schlagen. Zumal man ja auch Heimrecht hat.

Die Knetzgauer empfangen die zuletzt starken Ebelsbacher: Schauen Sie überhaupt noch darauf, was der Erste macht? Oder ist Platz eins trotz Knetzgaus Niederlage in Sand bereits vergaben?
Dominik Barth: Knetzgau hatte ja bereits vor der Winterpause einen beachtlichen Vorsprung und konnten diesen, trotz der Niederlage gegen Sand, durch zwei Siege zumindest halten. Von daher würde mich es stark überraschen, wenn am Ende eine andere Mannschaft den ersten Platz belegt.

Königsberg empfängt den TV Jahn. Rechnen Sie noch mit den Schweinfurtern im Kampf um Platz zwei?
Dominik Barth: Der TV Jahn liegt direkt hinter uns in der Tabelle und hat auch noch jede Mannschaft auf den vorderen Plätzen als Gegner. Von daher besteht auch noch jede Chance auf Platz zwei. Im Spiel gegen uns in zwei Wochen wird man sehen, wozu es am Ende vielleicht reicht.

Westheim erwartet die FTS 2. Der TSV wird nicht mehr zu retten sein, kann aber die Turner nach unten ziehen. Auf wen tippen Sie als zweiten Absteiger und Releganten?
Dominik Barth: Da ist aktuell ganz schwer zu sagen. Bis Platz neun ist alles noch so eng zusammen und jede Mannschaft kann mit zwei Siegen einen großen Sprung in der Tabelle machen. Zumindest wünsche ich mir, dass Röthlein/Schwebheim den Klassenerhalt am Ende packt. Einerseits ist es eines der wenigen Derbys für uns in der Liga und zum anderen wünsche ich der „Ära Keller“ in Röthlein ein angemessenes Ende.

Ihre Sennfelder müssen nach der Pause zum TV Jahn und empfangen dann die FT Schweinfurt 2. Nach dem Spiel beim TV Haßfurt geht´s dann an Ostern im Heimspiel-Doppel nicht nur gegen den FC Röthlein/Schwebheim, sondern auch gegen den FC Sand 2. Grüßt die SG Franken danach als Zweiter?
Dominik Barth: Ein schöner Gedanke, mehr zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht. Uns ist bewusst, dass wir von den drei Teams, die um Platz zwei spielen, die schlechtesten Karten haben. Wir haben ein Spiel mehr absolviert, liegen im Torverhältnis, im direkten Vergleich und auch in der Punkteausbeute hinter den beiden anderen Mannschaften. Dennoch werden wir bis zum Schluss alles geben und dann schauen, was unterm Strich rauskommt.

Letzte Frage: Das Durchschnittsalter Ihrer Mannschaft in Prappach betrug fast 28 Jahre. Von einem jungen, unerfahrenen Team kann man da sicher nicht mehr unbedingt sprechen. Ist es nicht schon reif genug für die Bezirksliga?
Dominik Barth: Naja, man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass unsere Oldies Jens Fiedler und Marc Wozny den Schnitt ganz schön nach oben drücken (grinst). Ob die Mannschaft das Zeug hat, um in der Bezirksliga zu bestehen, ist schwer zu sagen. Wir haben eine hohe Fluktuation innerhalb der Mannschaft, da viele Spieler studieren und oftmals beim Training oder den Spielen fehlen. Wenn wir hier ein bisschen mehr Kontinuität reinbekommen, würde ich mich auf das Abenteuer „Bezirksliga“ freuen.

Danke für das Gespräch und alles Gute!

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info zur Verfügung. Dort erschien er bereits Mitte der Woche und mit vielen Fotos. Auf anpfiff sind die „kleinen“ Fußballer der Region die wahren Champions. Das Portal befasst sich rund um die Uhr mit den lokalen, unterklassigen Ligen und beleuchtet die Situation in der Schweinfurter Kreisligen 1 und 2 mit mindestens einer Geschichte pro Woche. Derzeit besteht bei anpfiff.info die Möglichkeit, bei einem Gratis-Abo in das Portal hinein zu schnuppern.



Sag uns Deine Meinung zu diesem Artikel!





© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Endzeiten der Events sind Schätzungen!
Fotos ggf. beispielhaft!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

#schlauwieharry #Schweinfurt #News #Nachrichten #Veranstaltungen #Events

Lesen Sie auch

Täter schlagen Kellerfenster ein: Weiterer Einbruch in einem Schulgebäude

SCHWEINFURT - In der Nacht von Montag auf Dienstag drangen unbekannte Täter in eine Schule in Schweinfurt ein. Sie entwendeten Bargeld und verursachten hohen Sachschaden. Die Kriminalpolizei prüft Zusammenhänge mit zwei weiteren Einbrüchen in Schulhäuser am Wochenende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.