25. 07. 2017
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Nürnberg II als Angstgegner? Denkste! Der Start der Schnüdel macht Lust auf mehr



NÜRNBERG / SCHWEINFURT – Hinter Bayern München 2 und 1860 München auf Platz drei: Nun gut, die Tabelle der Fußball-Regionalliga hat nach Spieltag eins natürlich noch längst keine Aussagekraft. Aber es soll Menschen geben, die den Schweinfurtern exakt diese Position hinter den beiden Favoriten auch am Ende der Saison zutrauen. Zum Start in die Runde glückte dem FC 05 ein ordentlicher 4:2-Sieg beim kleinen Club, der Lust auf viel mehr machte.

Vier Mal verloren die Schnüdel zuletzt gegen die Nürnberger Reserve: Vergangene Spielzeit zuhause unglücklich und im Rückspiel auswärts deutlich mit 0:5, als man die Partie angesichts de Pokals mehr oder weniger abschenkte. Dann während dre vergangenen Winter- und zuletzt auch während der Sommervorbereitung – mit jeweils vielen Gegentoren. ein Selbstläufer war das am Samstag also rein gar nicht auf dem Max-Morlock-Platz im Sportpark Valznerweiher, wo ein bisschen überraschend gespielt wurde. Die letzten Jahre musste immer das große und gähnend leere Grundig-Stadion als adresse herhalten – aus Sicherheitsgründen. Diesmal durften die vielen Schweinfurter Fans sogar unbewacht an den Nürnberger Anhängern vorbei laufen – natürlich ohne dass etwas passierte…

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Steffen Krautschneiders Elfmeter stellte die Weichen

Anders war´s auf dem Rasen. Da stellten die Schweinfurter nach nur anfänglichen Schwierigkeiten die Weichen flott auf Sieg. Als Nürnbergs Keeper Axel Hofmann etwas unnötig Marius Willsch legte, verwandelte Steffen Krautschneider den fälligen Elfmeter locker. Und kurz vor der Pause bediente Lukas Kling mit tollem Pass Nikola Jelisic, der zum 0:2 einschob. Kling, der Neuzugang aus Illertissen, lief als Kapitän auf, musste später mit einer Muskelverhärtung vom Feld. Adam Jabiri (33, Sturm) und danach Zugang Patrick Wolf (28, Abwehr) übernahmen die Binde. Der etatmäßige Spielführer Marco Janz (24, Abwehr) schaute 90 Minuten lang zu. Das zeigt, wie groß die neue Auswahl für Trainer Gerd Klaus ist. Trotz noch einiger fehlenden Akteure wie Lukas Billick oder Nic Görtler, die beide dennoch in Zivil mit nach Nürnberg reisten.

Kevin Fery kam als Stabilisator für Lukas Kling

Auch Kevin Fery und mit ihm das letzte verbliebene Eigengewächs im Kader diesen Samstag saß zunächst nur auf der Bank. Neben Kling räumte Christopher Kracun im defensiven Mittelfeld ab. Doch Fery kam nach einer Stunde, als Erik Engelhardt gerade nach einem Abspielfehler des ansonsten neben Patrick Wolf recht tadellosen Innenverteidigers Matthias Strohmaier auf 1:2 verkürzen konnte. Für den 23-Jährigen gab´s ein Sonderlob des Trainers, denn Fery nahm danach die Partie in die Hand, sorgte daür, dass der FC 05 nur kurzzeitig den Faden verlor und in Hektik verfiel. Steffen Krautschneiders zweiter Streich sorgte zwar nur 15 Minuten lang für Ruhe, weil der Club nochmals heran kam. Doch dann gelang Florian Pieper ein viel umjubeltes Jokertor. „Wenn er gleich im ersten Spiel trifft, dann ist das natürlich sehr, sehr gut und macht es leichter für ihn. Aber er braucht noch einige Wochen“, sagt Gerd Klaus über den lange verletzten Torjäger. Und der Coach lobte bewusst den Jubel der Ersatzspieler bei diesem 2:4: „Die sind ja alle auf das Feld gerannt!“

Nun geht´s gegen zwei Aufsteiger

Es lief also gut an für die Grün-Weißen. Die zwei kommenden Aufgaben gegen die beiden Neulinge aus Eichstätt (Freitag zuhause) und Pipinsried (Dienstag danach auswärts) fallen dann eher unter die Kategorie „Sollte man auch gewinnen, wenn man oben mitmischen will!“ Das 5:0 der kleinen Bayern über personell geschwächte Ingolstädter und das 4:1 der Löwen gegen Memmingen an den beiden Vortagen sah man beim FC 05 übrigens mit gemischten Gefühlen. Gerade das auftreten der Sechziger. „Das Ergsbnis war schon heftig, man hatte nie das Gefühl, als wenn die was abgeben. Die haben eine beeindruckende Qualität und gewannen ohne großen Aufwand. Aber wir sollten nicht so viel auf 1860 schauen. Von denen sind wir noch meilenweit entfernt“, sagt Gerd Klaus, was so klingt, als hätte er Rang eins bereits abgeschrieben. Anders klingt da Steffen Krautschneider: „So deutlich habe ich das nicht gesehen. Memmingen war nicht schlechter. Die Löwen haben halt zum richtigen Zeitpunkt ihre Tore gemacht!“ Beide Münchner Teams hätten „Bombenmannschaften“, sagt der Schweinfurter Doppeltorschütze. Aber eine Meisterschaft garantiere das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht…

Fußball-Regionalliga Bayern: 1. FC Nürnberg II – 1. FC Schweinfurt 05: 2:4 (0:2)
Nürnberg: A. Hofmann – Heußer (46. Eder), Pex, Wallner, Knipfer (46. Boesen) – Harlass, Rhein, J. Hofmann (76. Özlokman), Feil – Hercher, Engelhardt.
Schweinfurt: Eiban – Messingschlager, Strohmaier, Wolf, Paul – Kracun, Kling (61. Fery) – Willsch (82. Fritscher), Jelisic, Krautschneider – Jabiri (78. Pieper).
Schiedsrichter: Roman Potemkin (SV Friesen).
Tore: 0:1 Krautschneider (17., Foulelfmeter), 0:2 Jelisic (40.), 1:2 Engelhardt (58.), 1:3 Krautschneider (70.), 2:3 Boesen (85.), 2:4 Pieper (86.).
Gelb-Rot: Eder (90.+2).
Gelb: Wallner, Eder – Wolf, Strohmaier.
Zuschauer: 451.

Und hier vor vielen Fotos noch zwei Videos. Viel mehr weitere Bilder hat das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info parat, wo auch beide Trainer zu Wort kommen sowie Steffen Kreutschneider und wo alle Spieler benotet werden.




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