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Los geht´s für die Mighty Dogs – und gleich mit einem Heimderby: Steffen Reiser: „In Schweinfurt ist die Erwartungshaltung von Natur aus groß!“


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SCHWEINFURT – Der Auftakt der neuen Eishockey-Saison hat es gleich in sich: Die Mighty Dogs reisen nach Erding zum Schlusslicht der Vorsaison und erwarten dann im ersten Heimspiel die Bayreuth Tigers. Den Aufsteiger also, Derbyrivalen und Verein von Sergej Waßmiller und Marcel Juhasz. Attraktiver kann´s kaum losgehen für den Schweinfurter Oberligisten, dessen Sportchef Steffen Reiser unsere Fragen im Saisoneröffnungsinterview beantwortet.

Vor rund einem Jahr war trotz Aufstieg und Neuland Oberliga wenig von Euphorie rund um die Mighty Dogs zu spüren. Ist das heuer anders?
Steffen Reiser: Ich denke, schon. Auch wenn eine von Beginn der letzten Saison herangetragene und wenig hilfreiche Skepsis nach wie vor zu spüren ist. Obwohl wir ab Mitte November letzten Jahres bis Ende der Saison schon ganz anders aufgetreten sind. Allerdings haben die Fans, die bei den Vorbereitungsspielen gegen Hannover und Frankfurt im Stadion waren, schon einen ganz anderen neuen Eindruck. Aber wichtig wird sein, dass wir auch die breite Masse überzeugen und mitnehmen.


AOK - Keine Kompromisse

Anders als 2012 seid ihr bislang verschont von Verletzungspech. Garantiert das einen besseren Start wie letzte Saison?
Steffen Reiser: Garantien gibt es in dieser Oberliga Süd nicht. Weder was Verletzungen, noch was Ergebnisse angeht. Wir werden jeden Punkt hart erarbeiten müssen.


Was ist drin in dieser Runde, welche Ziele habt ihr Euch gesteckt?
Steffen Reiser: Wir werden jetzt zum Saisonbeginn noch kein Saisonziel definieren. Wir gehören sicher nicht zu den Topteams der Liga, wollen aber natürlich von Beginn an eine besser Rolle spielen als letzte Saison. Aber an der Underdog-Rolle in den meisten Partien ändert sich erst mal nichts

In Sachen Förderlizenzen hat man noch nichts gehört. Wolltet ihr nicht mit Zweitligist Bad Nauheim kooperieren?
Steffen Reiser (Foto): Wir sprechen mit mehreren Vereinen. Ob Bad Nauheim dabei ist, werde ich nicht kommentieren. Wir wollen uns aber auf ein Team beschränken. Allerdings war hier terminlich bedingt noch kein Abschlußgespräch möglich.

Wird sich am Kader noch etwas tun oder hängt das davon ab, ob ihr Euch mit Dimitrij Litesov auf einen neuen Vertrag einigt?
Steffen Reiser: Wenn wir uns mit Dimitrij einigen sollten, war´s das erst mal.

(Anmerkung der Redaktion: Kurz vor dem Punktspielauftakt haben die Mighty Dogs Dimitrij Litesov fest unter Vertrag genommen. Die in den beiden Spielen gegen Haßfurt und Frankfurt überzeugten die sportliche Leitung und Trainer. Durch die Verpflichtung von Litesov, dessen Vertrag erst einmal bis zur Länderspielpause gültig ist, hat die Offensive der Schweinfurter noch einmal an Qualität gewonnen. Litesov wird bereits am Freitag mit der Nr. 91 auflaufen.“

So oder so wird der Kader wieder recht dünn sein und maximal drei Blöcke zulassen. Was verhindert in Schweinfurt einen Kader mit vielleicht auch mal 20 Mann?
Steffen Reiser: Auf den ersten Blick mag diese Frage richtig erscheinen In Wirklichkeit ist sie aber etwas irreführend und suggeriert schon wieder, dass unser Kader viel zu dünn besetzt ist. Wir haben aber mit Niklas Zimmermann und Hannes Eller und Fabian Elbl 19 Feldspieler im Kader. Zudem kehrt mit Georg Lang ein weiteres Eigengewächs zurück, das gegebenfalls ebenfalls zur Verfügung steht. Für mehr bräuchten wir entweder einen größeren Unterbau im Nachwuchs oder aber ein erheblich höheres Budget.

Wer von den Eigengewächsen wird den Sprung ins Stammteam schaffen?
Steffen Reiser: Alle eben genannten Spieler haben das Zeug dazu.

Wer von den Neuen kann die Rolle von Peppi Eckmair als Publikumsliebling einnehmen?
Steffen Reiser: Seine Rolle kann so keiner übernehmen, er ist ein absolutes Unikat. Es gibt nur einen Peppi! Von seiner Spielweise her denke ich, kann sich sicherlich Schahab Aminikia in die Herzen der Fans spielen beziehungsweise kämpfen.

Mit diesem eben erwähnten Aminikia und mit Athanassios Fissekis habt ihr recht exotische
Neuzugänge mit persischen und griechischen Wurzeln. Wie verträgt sich diese Herkunft mit Eishockey?
Steffen Reiser: Schahab ist ein waschechter Kölner, auch von seiner Art her und mit Niko muss man sich nur mal unterhalten und man hört an seinem Dialekt, dass er Eishockey im Blut hat. Man muss nur mal einige Jahre an den farbigen Ted Laviolette zurückdenken, der auf Haiti geboren wurde um zu wissen: Wurzeln und Eiskockey schließen sich nie aus. Egal, wo diese liegen.

Könnt ihr verraten, wie die letzte Saison finanziell endete? Erst in der Schlussphase kamen ja mehr Zuschauer bei steigendem Erfolg. Seid ihr mit einem blauen Auge herausgekommen?
Steffen Reiser: Ja, aber Näheres müsste der Vorstand beantworten.

Wieviele Fans waren es nun letzte Saison am Ende im Schnitt? Und auf wieviele hofft ihr diese Saison?
Steffen Reiser: Wir hoffen natürlich auf wesentlich mehr als die rund 700, die letzte Saison kamen. Und das ist in Schweinfurt auch auf alle Fälle möglich. Aber die Stimmung die letztes Jahr erzeugt wurde und herrschte, war natürlich wenig hilfreich. Das breite Publikum in Schweinfurt ist nunmal sehr ereignis- und erfolgsfordern. Wir haben auf alle Fälle mehr Typen im Kader als die Jahre davor. Und an einem besseren sportlichen Verlauf arbeiten wir sehr hart.

Der Kader scheint annährend ähnlich stark zu sein wie letzte Saison. Kann man darauf hoffen, dass das Team von Beginn an um Rang acht mitspielt?
Steffen Reiser: Wie gesagt, dazu werden wir uns erst mal nicht äußern. Die Erwartungshaltung ist auch so in Schweinfurt von Natur aus groß genug.

Wen schätzt Du von der Konkurrenz stärker ein als letzte Saison, wen schwächer?
Steffen Reiser (auf dem Foto mit dem neuen Trainer Jukka Ollila): Bad Tölz und Peiting haben sich sicherlich nochmals verstärkt. Ebenso wie Selb. Bayreuth hat vom Papier her auch einen sehr starken Kader. Klostersee und Regensburg haben etwas Federn gelassen, aber dass muss nicht zwangsläufig heißen, dass sie als Mannschaft auch schwächer sind.

Was machen Eure Bemühungen, eine weitere MultiCard aufzulegen und diese Saison nun doch den in der letzten abgesagten Sonderzug an den Start zu bringen?
Steffen Reiser: Für beides laufen die Planungen.

Zum Saisonstart geht es erst zum sportlichen Absteiger, dann gegen den Aufsteiger. So gesehen sollten die Mighty Dogs da schon ein wenig Ernte einfahren…
Steffen Reiser: Beide sind sehr schwere Spiele, mehr braucht man dazu nicht sagen.

Kommen die Bayreuther mit Euphorie, hoffst Du auf einen Sieg der Tigers zum Saisonstart am Freitag zuhause gegen Freiburg?
Steffen Reiser: Über den Ausgang von anderen Partien mache ich mir höchstens zum Saisonende hin Gedanken, wenn es Richtung Abschlusstabelle geht. Aber wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Bayreuther ihr Team zum ersten Auswärtsspiel der Saison begleiten und gemeinsam mit unseren Fans für eine tolle Derbystimmung in der Halle sorgen.

Stichwort Bayreuth: Die Fans freuen sich auf ein Wiedersehen mit Sergej Waßmiller und Marcel Juhasz. Ob die beiden ganz besonders heiß auf die Partie sind?
Steffen Reiser: Möglich, aber beide sind in ihrer Arbeit sehr professionell. Ich denke nicht, dass sie gegen andere Gegner weniger heiß sind.

Bayreuth als zwölftes Team in einer Liga mit Derbyrivalen aus Selb, Weiden oder Regensburg, mit Traditionsteams wie Füssen oder Bad Tölz – gibt´s, was die Voraussetzungen betrifft, noch Wünsche Eurerseits, wie die Spielklasse noch attraktiver sein könnte?
Steffen Reiser: Von der Ligenstärke ist 12 optimal, jetzt müssten nur noch Höchstadt und Haßfurt eines Tages aufsteigen. Dann wären unsere Wünsche in diesem Punkt auf´s Erste erfüllt…

Wer fällt – Stand jetzt – aus und warum?
Steffen Reiser: Alex Funk wegen seiner Schulterverletzung.

Wie schaut ein optimales erstes Wochenende der Mighty Dogs aus?
Steffen Reiser: Zwei Spiele, in denen wir sehr konzentriert und mit Vollgas spielen und am Ende Punkte mitnehmen.

Eishockey-Oberliga Süd:
Ering Gladiators – ERV Schweinfurt Mighty Dogs (Freitag, 20 Uhr)
ERV Schweinfurt Mighty Dogs – Bayreuth Tigers (Sonntag, 18 Uhr, Icedome)

Unser Bild zeigt das offizielle Mannschaftsfoto – oben von links: Justin Zillla, Johannes Eller, Andreas Kleider, Pascal Schäfer,  Niko Fissekis, Fabian Elbl; Mitte von links: Christian Gessner (Physio), Frank Müller (Teamarzt), Stefan Keidel (Betreuer), Michele Amrhein, Jakub Vojta, Igor Filobok, Niklas Zimmermann, Jonas Knaup, Lukas Rindos, Dirk Grimm (Betreuer), Rainer Wirsching (Teamarzt), Johannes Albert (Physio); unten von links: Alex Funk, Markus Koch, Mikhail Nemirovsky, Benny Dirksen, Jukka Ollila, Ole Swolensky, Simon Knaup, Vitali Stähle, Schahab Aminikia.



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