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Action beim härtesten Karate der Welt: In Schweinfurt findet am Samstag die European Championship statt


FirstFloorSW

SCHWEINFURT – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am Samstag richtet der Verein SWK e. V., unterstützt von der XXL Sports GmbH aus Werneck sowie dem BLSV mit seinem Projekt  „Integration durch Sport“ von 9 bis 20 Uhr die 6th European Kyokushin Championship in der Schweinfurter Georg-Wichtermann-Halle aus. „Karate-Europameisterschaft“ wäre die vielleicht einfachere Umschreibung der Veranstaltung. Kate und Kumite im Kyokushin-Karate werden in Schweinfurt geboten. „Das bedeutet Vollkontakt, das härteste Karate der Welt“, verspricht Dmitrij Videnin, Trainer und Geschäftsführer im Schweinfurter Verein, vor allem eines: „Action!“

Wenn man Helena Seel und Andrea Schmidt so sieht, so mag man sich kaum vorstellen, dass die beiden jungen Damen harten Kampfsport betreiben. Seel ist gerade mal 14 Jahre alt, geht in Schweinfurt in die 8. Klasse. Durch eine Freundin kam sie zum Sport. Die Freundin hörte wieder auf, Helena machte weiter. „Das liegt mir halt“, sagt sie. Zwei Mal war sie schon German Open Meisterin in ihrer Altersklasse. „Ich gebe mein Bestes“, verspricht sie für Samstag. Genauso alt wie sie: Konstantin Kiel, Schweinfurts männlicher Teilnehmer, ebenfalls Achtklässler und durch den Bruder zum Karate gekommen. In Ingolstadt war er mal Dritter bei einem größeren Turnier. „Er ist in bester Form und sehr gut vorbereitet“, lobt Trainer Dmitrij Videnin (41) seinen Schützling. „Wir werden sehen…“, sagt er weiter und will mit Blick auf die schwer einschätzbare internationale Konkurrenz keinen Kommentar abgeben, was denn für sein Trio möglich ist am Samstag.


Wolf-Moebel

Deutlicher wird da schon Andrea Schmidt: „Ich strebe das Siegertrepppchen an“, sagt die 21-Jährige, die beim Bonner Cup, bei den German Open und bei Deutschen Meisterschaften bislang stets Zweite wurde. Und an der letzten EM in Italien nahm sie schon teil. Durch den Bruder ihrer besten Freundin kam Andrea Schmidt zu dem Sport. „Wir holten ihn ab und machten aus Langweile mit! So war das. Für manche Sachen gibt´s keine bessere Erklärung“, lacht die Abiturientin, die momentan gerade mitten in den Prüfungen in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch und Betriebswirtschaft steckt. Eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau hat sie bereits hinter sich, will nach dem Abi die Großhandelskauffrau folgen lassen – aber zunächst mal am Wochenende die Fäuste und Füße sprechen lassen.

In 16 Kathegorien wird gekämpft. „Eine EM ist eine EM“, drückt Dmitrij Videnin den Stellenwert aus. Karate kommt zwar ursprünglich aus Japan. Doch 19 nicht nur europäische Länder (Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Deutschland, Frankreich, Georgien, Kanada, Kasachstan, Kuwait, Marokko, Niederlande, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Ukraine, Ungarn, Venezuela) nehmen mit 150 Wettkämpfern im Alter von 14 bis 50 Jahren an diesen offenen Titelkämpfen teil. Die Spanier gelten auf dem Kontinent als sportlich führend. Insgesamt haben sich sogar 250 Personen angesagt, Verbandsmitglieder, Trainer oder Dolmetscher. Ohne dem Panorama-Hotel als Partner für Übernachtungen wäre so eine Europameisterschaft für den Verein kaum zu stemmen gewesen.


„Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen“, sagt Andrea Schmidt, „auch wenn unsere Sportart gesellschaftlich nicht so anerkannt ist wie Fußball!“ Gekickt wird am Samstag kaum noch, also dürften die Leute, sofern neugierig, Zeit haben für einen Besuch in der Wichtermann-Halle. Ursprünglich war mal angedacht, die Wettkämpfe im derzeit natürlich eisfreien Schweinfurter Icedome auszutragen, wo Kick-Boxer Sven Kirsten schon mal vor großer Kulisse seinen WM-Titel verteidigte. Doch für die Zuschauer ist die Sporthalle mit ihren Sitztribünen einfach geeigneter.

Kumite in Vollkontakt bedeutet, dass Tritte und Kniestöße zum Kopf erlaubt, dass Tief- und Brustschutz (letzteres für die Frauen) vorgeschrieben sind. Maximal neun Minuten dauert ein Kampf. „Karate ist weniger Sport, sondern mehr Kunst“, sagt Dmitrij Videnin, übrigens im Beruf Diplom-Pädagoge für schwer erziehbare Kinder. „Weil ein paar Stunden trainieren dafür nicht reicht. Man muss den Sport leben. Taktik, Ausdauer, Kraft – da gehört alles dazu“, weiß er und verspricht richtig attraktive Duelle.

Unser Bild zeigt Trainer Dmitrij Videnin sowie die drei Schweinfurter Teilnehmer Helena Seel, Konstantin Kiel und Andrea Schmidt (alle vom Verein SWK e. V.)



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