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Bei fränkisch-thüringischem Tischtennis-Derby sind die Gäste aus Nühlhausen favorisiert


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BAD KÖNIGSHOFEN – Für den Tabellenachten TSV Bad Königshofen kam es zuletzt und kommt es demnächst knüppeldick, was die Qualität und das Renommee der Gegner betrifft: Erst der amtierende Meister Ochsenhausen (3.), dann vergangenen Sonntag in Maxhütte der Serienmeister Düsseldorf (2.), das nächste Auswärtsspiel in Saarbrücken (1.), so dass sich dieses vorletzte Heimspiel der Tischtennis-Bundesliga gegen Mühlhausen (5.) vergleichsweise leicht anhört.

Es liegt aber deutlich im Bereich mittelschwer bis nur lösbar, wenn das komplette Trio in Bestform spielt. Nur im ersten TTBL-Jahr konnte man daheim die Westthüringer schlagen. Danach setzte es vier Niederlagen, die letzte im Hinspiel mit 0:3. Dafür, dass der TSV krasser Außenseiter ist, gibt es mehrere Argumente, umgedreht nur jenes: Der Klassenerhalt ist sicher, Druck, wenn auch positiver, liegt nur auf den Gästen.


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Das nahe liegendste ist das, dass die Postler vor einer Woche gegen den Tabellenvierten Werder Bremen mit Vizeweltmeister Mattias Falck mit 3:0 gewannen. Die besonderen Umstände in der dortigen Halle sind schon manchem Favoriten zur Falle geworden. Doch damit sind die Thüringer den Bremern (4.) bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt und hegen vor den letzten vier Spielen berechtigte Hoffnungen zur Teilnahme an den Play Offs. Dies wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Auch deshalb wird damit zu rechnen sein, dass die Gäste mit einer großen Fan-Gemeinde anrücken und die Stimmung in der Shakehands-Arena auf ihre Weise mit prägen werden.

Apropos Stimmung: Die war am vergangenen Sonntag in der Stadthalle von Maxhütte-Haidhof, mit 1300 Zuschauern ausverkauft, vom Feinsten. Kenner der Szene behaupten aber, besonders durch den Beitrag der rund 70 Königshöfer Fans, die ihren Basti in seine Heimat begleiteten. Er sorgte auch mit seinen Matches gegen Timo Boll und Kristian Karlsson für die absoluten Highlights, denen Mizuki Oikawa (gegen Boll) kaum nachstand. Besonders Steger hatte Boll mehrfach am Rand seiner ersten Saison-Niederlage. Während Kilian Ort (1:3 gegen Ricardo Walther) weniger an den physischen Folgen seiner Verletzung und auch nicht an Technik und Taktik scheiterte, sondern an sich selber. Er hat es aber auch schwerer als jeder andere Spieler dieser Liga. Drei Verletzungen in einer Saison, das bedeutet lange Zeit zuschauen müssen, wie es bei anderen vorwärts geht, und sich dann immer wieder heran arbeiten müssen. Und das ohne Selbstzweifel und die Angst vor dem nächsten Genickschlag.


Während sich Mizuki Oikawa diese Woche in Bad Königshofen bei seinem Ziehvater Christian Fischer aufhielt und sich sogar ins Jugend-Training einbrachte, stellten sich Steger, Ort und Filip Zeljko bei den Hungarian Open in Budapest internationaler Konkurrenz – mit ausbaufähigen Erfolgen. Zeljko verschaffte sich wieder mal ein Erfolgserlebnis, hielt in der Qualifikation die deutsche Nachwuchshoffnung Nils Hohmeier (4:0) nieder. Hier scheiterte Kilian Ort nach 2:0-Führung am Rumänen Cristian Pletea. Bastian Steger bezwang den Italiener Jordy Piccolin 4:2, verlor dann gegen einen Tschechen 3:4.

Doch was macht Mühlhausen so stark? Das Trio Daniel Habesohn (Weltrangliste 31./Einzelbilanz 13:8), Ovidiu Ionescu (55./10:6) und Lubomir Jancarik (89./6:6.) spielt seit einer gefühlten Ewigkeit bei den Postlern. In der zweiten Saison Steffen Mengel (129./10:6), alles andere als ein Ersatzmann. Das Quartett lebt von seiner Ausgeglichenheit, alle vier von ihrer kollektiven Nervenstärke. Jancarik hat nach seiner 0:3-Niederlage gegen Filip Zeljko im ersten Königshöfer Bundesligajahr nie wieder gegen einen TSV´ler verloren. Der Ex-Nationalspieler Mengel konzentriert sich vorwiegend auf Einsätze in der Mannschaft. Der Österreicher Habesohn, Nr. 8 in Europa, war zwei Mal Europameister im Doppel, ein Mal mit der Mannschaft. Der Rumäne Ionescu ist amtierender Vize-Europameister im Einzel und Vizeweltmeister im Doppel, der Tscheche Jancarik Olympiateilnehmer. Mengel hatte 21 Einsätze in der Nationalmannschaft, wurde 2014 Vizeweltmeister mit dem Team. Prognosen: Es ist alles möglich. Vielleicht bringt auch wieder mal ein Doppel die Entscheidung.

TISCHTENNIS
1. Bundesliga Herren
Sonntag, 23. Februar, 15 Uhr:
TSV Bad Königshofen – Post SV Mühlhausen

Auf dem Bild: Kilian Ort und der TSV Bad Königshofen möchten nach vier Niederlagen gegen Mühlhausen in Folge endlich wieder einmal jubeln.

Rudi Dümpert für sw1.news



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