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Beide Bayerischen Teams holen beim Korbball-Nachwuchspokal bei Hannover den zweiten Platz


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STÖCKEN / BAYERN – Michael Müller, Pressewart Korbball, berichtet aus Stöcken bei Hannover vom Nachwuchspokal, wo die beiden Bayerischer Vertreter der Altersklassen Jugend 15 und Jugend 17 jeweils den zweiten Platz belegten.

Spielberichte Jugend 15:


Mezger

Die bayerische Jugend 15 ging als Titelverteidiger ins Rennen und wollte den Pokal zum dritten Mal in Folge mitnehmen. Auch als „Abschiedsgeschenk“ für Auswahltrainerin und Korbballlegende Inge Dittmar, die heuer zum letzten Mal an der Seitenlinie stand. Die Verbände aus Weser-Ems und Mittelrhein hatten keine Mannschaften nach Hannover geschickt, alle anderen, vor allem die starken Landesverbände, waren aber vollständig vertreten. So fand das Turnier nach 2 Jahren Corona-Pause auch nicht nur quantitativ in einem würdigen Rahmen statt, sondern auch in einer wunderschönen Sporthalle, mit großer Tribüne und gewohnt vielen Zuschauern. Man hat förmlich gespürt, dass alle froh waren, sich endlich wieder auf nationaler Ebene messen zu können.


Bayern – Bremen 15:4 (9:0) (Vorrunde)

Die J15 eröffnete das Turnier und legte gleich mächtig los. Nach 3 Minuten hätte es schon 4:0 stehen können, vielleicht sogar müssen, doch die Abschlüsse waren in der Anfangsphase etwas zu hektisch. Den Bann brach dann Jule Hirschmann mit einem 6m. Danach ging es Schlag auf Schlag. Teresa Eusemann, Sophie Kleinhenz und zwei Mal Kara Eduard trafen vom Kreis. Gespielt waren da gerade 9 Minuten. Immer wieder wurde der Ball beim Bremer Kreisspiel abgefangen und man konnte kontern. Anna Strobel erhöhte mit zwei Hebern aus der Ecke auf 7:0 nach 12 Minuten in der ersten Hälfte. Zur Pause stand dann bereits ein eindrucksvolles 9:0 gegen einen allerdings wirklich überforderten Gegner. Bremen war mit einer sehr jungen Mannschaft angereist und hatte sogar Jugend 12-Spielerinnen im Einsatz. Die zweite Halbzeit wurde dann etwas das Tempo herausgenommen. Bremen kam auch zu ein paar Treffern und die Bayern konnten schon etwas Kraft sparen. Am Ende stand ein nie gefährdeter 15:4-Kantersieg und ein perfekter Start ins J15-Turnier.

Körbe/Vorlagen: Jule Hirschmann (3/2); Teresa Eusemann (4/3); Anna Strobel (2/2); Sophie Glaser (2/0); Sophie Kleinhenz (1/0); Kara Eduard (3/0); Finja Philipp (0/3); Lena Volpert (0/3)

Bayern – Hannover-Süd 7:1 (3:0) (Vorrunde)

Mit Hannover-Süd wartete ein etwas schwererer Gegner im zweiten Spiel auf die Jugend 15. So brauchte es auch zwei 6m, jeweils durch Jule Hirschmann sicher verwandelt, um in Führung zu gehen. Hannovers Abwehr hielt ansonsten den Kreis hinten schön dicht. Gleiches gilt freilich auch für die bayerische Jugend 15, die sich hinten keine Fehler erlaubte. Und wenn dann doch mal ein Ball kam, war Teresa Eusemann am Korb hellwach. Kara Eduard konnte schließlich einen Konter, herrlich eingeleitet mit einem langen Ball von Jule Hirschmann, zum 3:0 sicher abschließen, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Eine Minute nach der Pause dann der Anschlusstreffer für Hannover, nach einem schön herausgespielten Konter. Das Spiel war längst noch nicht entschieden. Zu bemängeln war in dieser Phase allenfalls, dass die Ecken „übersehen“ wurden, die mitunter sträflich frei waren, aber hin und wieder vergeblich auf den Ball warteten.

Dennoch zahlte sich das beharrliche Kreisspiel aus, denn Jule Hirschmann und Lena Volpert verwandelten beide von der Linie. Es stand 5:1 und man hatte nicht mehr das Gefühl, dass Hannover noch einmal zurück ins Spiel kommen könnte. Als Sophie Glaser bei einem Konter, exakt 5 min vor Schluss, Jule Hirschmann bediente und diese sicher einnetzte, war das Spiel endgültig gelaufen. Am Ende stand ein 7:1-Arbeitssieg, der aber auch in der Höhe in Ordnung ging.

Körbe/Vorlagen: Jule Hirschmann (4/1); Kara Eduard (2/1); Teresa Eusemann (0/1); Sophie Kleinhenz (0/1); Lena Volpert (1/0); Sophie Glaser (0/1)

Bayern – Westfalen 4:2 (3:0) (Vorrunde)

Die Jugend 15 eröffnete den zweiten Turniertag am Sonntagmorgen. Nach zwei recht überzeugenden Spielen am Samstag warteten hier allerdings nochmal stärker eingeschätzte Gegner auf unsere jüngste Auswahlmannschaft. Westfalen hatte am Vortag Bremen geschlagen, jedoch gegen Hannover-Nord recht deutlich verloren. So lag die Favoritenrolle nach dem ersten Turniertag im Expertenkreis für das Jugend 15 Turnier klar auf Seiten von Bayern und Hannover-Nord.

Gegen die Westfalen sollte also erstmal wieder Sicherheit gewonnen werden, bevor man danach im ersten „Showdown“ mit Hannover-Nord messen würde. So der Plan zumindest.

Allerdings gab es dann nach nur einer gespielten Minute erstmal einen Schockmoment. Die Korbhüterin der Westfalen knickte um und musste ausgewechselt werden. Nach einer Unterbrechung ging es dann weiter. Es dauerte bis zur 10. Minute, ehe Bayern von der Ecke durch Kara Eduard in Führung ging. Zuvor hatte man genau diese Ecken des Öfteren „übersehen“. Sophie Kleinhenz hatte schön vorbereitet. Anna Strobel erhöhte dann auf 2:0, ebenfalls durch einen Heber. Als Kara Eduard sich 10 Sekunden vor der Pause den Ball abfing, selbst zum Alleingang vorlegte und zum 3:0 abschloss, war bereits eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn erst Halbzeit war. Bayern spielte das ganz seriös zu Ende, setzte vorne immer wieder Nadelstiche und stand in der Abwehr sehr stabil. Die erste richtige Lücke nutzte Westfalen dann aber gleich zum 4:1-Anschluss. Westfalen verkürzte kurz vor Schluss noch zum 4:2. Der Sieg war gleichbedeutend mit dem hoch verdienten und vorzeitigen Einzug ins Finale.

Körbe/Vorlagen: Jule Hirschmann (0/2); Sophie Kleinhenz (0/1); Kara Eduard (2/1); Lena Volpert (2/0)

Bayern – Hannover-Nord 8:5 (3:2) (Vorrunde)

Der Spielplan wollte es so, dass der Gegner des letzten Vorrundenspiels gleichzeitig der Gegner des späteren Finals war. Beide Teams hatten sich bereits in ihrem vorletzten Match für das Finale qualifiziert. So konnte man sich in einem letztlich unbedeutenden Spiel schonmal vorab „kennenlernen“. Es wurde zunächst das erwartet ausgeglichene Spiel mit leichten Vorteilen für Bayern. So führte man auch Mitte der ersten Hälfte mit 2:0. Bis zum Wechsel behielt die Partie ihre Spannung und es stand 3:2 für Bayern.

Danach fast umgehend der Ausgleich aber zwischen der 3. und 7. Minute in Hälfte zwei konnte man die Führung auf 6:3 ausbauen. Einerseits verhinderte Hannovers starke Korbfrau eine noch höhere Führung, andererseits hatte Bayern auch ein paarmal Glück bei Distanzwürfen der Niedersachsen. Fünf Minuten vor Schluss stand es jedenfalls nur noch 6:5. Hannover war wieder dran. Hannover versuchte jetzt ohne springende Korbfrau einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Der gelang aber trotzdem zwei Minuten vor Schluss zum 7:5. Kara Eduard fand die Lücke. Kurz darauf sogar das 8:5 durch Anna Strobel, die Entscheidung in einem eigentlich unwichtigen Spiel war gefallen. Aber natürlich wollten das beide Teams trotzdem für sich entscheiden. Zwei Stunden später sollte man sich im Finale ja wieder sehen.

Körbe/Vorlagen: Jule Hirschmann (1/1); Teresa Eusemann (1/3); Sophie Kleinhenz (0/1); Kara Eduard (2/1); Anna Strobel (3/0); Sophie Glaser (1/0)

Fazit nach der Vorrunde:
Die Jugend 15 erreichte relativ deutlich und souverän das Finale im Pokalturnier. Drei klaren und hoch verdienten Siegen, folgte zum Abschluss der Vorrunde ein Spiel gegen den späteren Finalteilnehmer für das beide Teams bereits qualifiziert waren, sich aber dennoch nichts schenkten. Auch das Spiel konnte gewonnen werden und so zog man als einzige Mannschaft ohne Punktverlust dann auch als Favoritnins Finale um den Jugend-15 Nachwuchspokal ein. Vorsicht war dennoch angesagt, wie Korbball-Landesfachwart Klaus Tropsch vor dem Finale bemerkte: „Man muss dich entscheidenden Spiele gewinnen.“

Bayern – Hannover-Nord 4:5 (0:3) (Finale)
Das erste Highlight des Turniers stand an. Die beiden Mannschaften wurden beim Einlauf lautstark von ihren Fans begrüßt und bei der Einzelvorstellung der Spielrinnen herrschte Gänsehautatmosphäre. Bayern galt nach dem Sieg in der Vorrunde als leichter Favorit, aber was heißt das schon in einem Finale, bei dem es wieder bei 0 beginnt.

Hannover erwischte den besseren Start und ging nach zwei Minuten vom Kreis mit 1:0 in Führung. Die kleinste Spielerin Hannovers traf sehr platziert aus der Ecke vom Kreis. Nach gut sieben Minuten dann ein 4m zum 2:0. Bayern stand nun schon ein wenig unter Druck. Hannover hatte weitere Chancen, während Bayern vorne zwar ordentlich am Kreis spielte, der letzte Wurf jedoch, kam oft nicht. Ein Korbroller nach neuneinhalb Minuten bescherte das 3:0. Dreimal sprang der Ball auf den Rand, bevor er in den Korb fiel. Beide Teams hatten hinten neben einer ordentlichen Abwehr auch noch eine hervorragende Korbhüterin, die mehr Treffer verhinderte. Der Druck auf die Bayern wuchs natürlich, denn es waren nun schon elf Minuten gespielt. Leider waren bis dato die Abschlüsse einfach weiterhin zu ungenau. Auch ein 6m kurz vor der Pause ging auf den Hinteren Rand, statt rein. Halbzeitstand deshalb: 0:3-Rückstand

In der zweiten Hälfte galt es die Abschlüsse zu verbessern, den Wurfchancen am Kreis gab es genug. Ganze fünf Minuten in Hälfte zwei waren gespielt, ehe ein verwandelter 6m von Jule Hirschmann den ersten bayerischen Treffer brachte. Es stand nur noch 1:3. Exakt zwei Minuten später schlug aber Hannover wieder von Kreis zu. Mit 4:1 war der alte Abstand wieder hergestellt. Noch 7 Minuten zu spielen und Hannover legte nach. Das 1:5 war ein echter Tiefschlag. Aber Bayern steckte nicht auf. Wieder ein 6m durch Jule Hirschmann brachte nochmal einen Anschlusstreffer. Und die Bayer Bayern legten Nach Lena Volpert mit einem Heber, der die Korbhüterin Hannovers überwand. Auszeit Hannover fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 3:5. Bayern jetzt auch noch im Pech. Korbroller, doch zweieinhalb Minuten vor dem Ende rollte im wahrsten Sinne des Wortes dann doch auch mal einer rein: 4:5. Die Spannung auf dem Siedepunkt. Hannover wurde nun nervöser. Bayern machte immer mehr Druck. Bayern öffnete die Abwehr. Noch 30 Sekunden. Die Uhr lief herunter. Endstand 4:5. Sieg für Hannover-Nord.

Körbe/Vorlagen: Jule Hirschmann (2/1); Teresa Eusemann (1/0); Kara Eduard (0/1); Lena Volpert (1/0);

Körbe gesamt / Korb-Vorlagen (in Klammern) – Jugend 15:
Körbe/Vorlagen: Finja Philipp (0/3); Jule Hirschmann (10/7); Teresa Eusemann (6/7); Sophie Kleinhenz (1/3); Kara Eduard (9/4); Lena Volpert (4/3); Anna Strobel (5/2); Sophie Glaser (3/1)

Spielberichte Jugend 17:

Bei der Jugend 17 waren zwar nur 4 Mannschaften gemeldet, aber unter den startenden Landesverbänden befanden sich die ersten drei des letzten Pokalturniers, also hier eher Qualität als Quantität. Und der Modus mit einer Vorrunde (jeder gegen jeden), anschließend Halbfinale und Finale, machte die Veranstaltung sehr attraktiv. Die bayerische Mannschaft wollte dabei unbedingt den Pokal holen und quasi Revanche nehmen für die Finalniederlage der J17 im Jahr 2019 gegen Westfalen. Potential steckt zweifellos genügend in der Mannschaft, spielen doch alle in Bayerns höchster Spielklasse und alle haben auch schon Erfahrung bei großen Turnieren auf Landes- oder Bundesebene gesammelt. Sicher kein Nachteil bei einem Turnier mit einer solchen Kulisse, das über zwei Tage geht. Wichtig würde sein, dass aus den TOP-Spielerinnen eine echte Mannschaft geformt wurde.

Bayern – Hannover-Süd 9:6 (5:2) (Vorrunde)

Mit Hannover-Süd hatte man zu Beginn des Turniers keinen Favoriten als Gegner. Mit Platz 5 beim letzten Nachwuchspokal, befand sich der Gastgeber eher in der Außenseiterrolle, das merkte man allerdings lange Zeit überhaupt nicht. Hannover ging sogar mit 1:0 in Führung. Lina-Marie Hirschmann traf dann vom Kreis zum Ausgleich und fortan lief es immer besser. Hannover stemmte sich zwar lange gegen das bayerische Team, aber das 2:1 durch Stella-Sophie Neundörfer und zwei weitere Treffer (alle vom Kreis) brachten Bayern erstmals deutlicher in Führung. Zur Pause stand es 5:2. Hannover steckte nicht auf und konnte bis zum 4:7 den Rückstand gleich halten. Hannovers Trainer nahm eine Auszeit, ca. 10 min. vor Schluss. Danach hatten die Bayern einen „Hänger“. Überhastete Abschlüsse, teilweise ungenaue Pässe. Eine Auszeit sollte nochmal die Konzentration steigern. Vier Minuten waren noch zu spielen. Es stand 8:4, Hannover konnte durch einen Weitwurf erneut verkürzen, aber Celina Rothkamm traf von außen zum 9:5. Das war die Entscheidung, auch wenn ein 6m noch zum 6:9-Endstand führte.

Körbe/Vorlagen: Leonie Schulz (4/3); Lina-Marie Hirschmann (1/3); Celina Rothkamm (2/1); Stella-Sophie Neundörfer (2/1); Nele Lutz (0/1)

Bayern – Westfalen 9:10 (5:6) (Vorrunde)

Das mit Spannung erwartete Spiel gegen den Titelverteidiger Westfalen, das ohne springende Korbfrau begann, war zunächst ausgeglichen. Chancen auf beiden Seiten. Ein 4m durch Jana Stürzenberger brachte die Führung, aber Westfalen glich mit einem 6nm nach vier Minuten aus. Nach 7 Minuten ging Westfalen gar in Führung und wieder war es Jana Stürzenberger, diesmal nach einem Konter, die für Bayern ausglich. Eine Minute später dann die Führung für die Bayern durch Leonie Schulz. Jana Stürzenberger vergab dann bei einem 4m die erstmalige 2-Körbe Führung und Westfalen glich postwendend zum 3:3 aus. Es hatte sich ein völlig offenes Spiel entwickelt. Dem 4:3 durch Leonie Schulz, folgte der Ausgleich Westfalens durch einen Weitwurf. Zur Pause stand dann auch eine knappe 6:5-Führung für Westfalen.

Nach dem Wechsel wurden teilweise hochkarätige Chancen zum Ausgleich vergeben. Die Folge: Westfalen versenkte einen Heber zum 7:5 nach sechs Minuten. Als Westfalen gar das 8:5 erzielte, nahm Bayern eine Auszeit. Bayern stellte auf Manndeckung um. Das 6:8 brachte wieder etwas Hoffnung und Celina Rothkamms 7:8 brachte die Bayern endgültig wieder ins Match. Noch 5 Minuten standen als Restzeit auf der Uhr. Aber Westfalen schlug mit einem Distanzwurf zurück: 7:9. Zweieinhalb Minuten vor Schluss dann das 8:9, die Spannung stieg nochmal. Durch eine direkt verwandelte Ecke baute Westfalen wieder auf 10:8 aus. Im Gegenzug das 10:9. Dabei blieb es.

Körbe/Vorlagen: Leonie Schulz (2/4); Celina Rothkamm (2/1); Jana Stürzenberger (2/0); Stella-Sophie Neundörfer (2/0); Lina-Marie Hirschmann (1/0); Chiara Grimmer (0/1); Nele Lutz (0/1)

Bayern – Hannover-Nord 9:12 (5:7) (Vorrunde)

Im letzten Vorrundenspiel ging es gegen Hannover-Nord, die zuvor bereits beide Spiele gewonnen hatten und für Bayern sollte ein Sieg her, um nicht schon im Halbfinale einen ganz dicken Brocken zu bekommen. So entwickelte sich zunächst auch ein sehr spannendes Spiel von der ersten Minute an. Bayern ging mehrfach in Führung, aber Hannover glich immer wieder aus. Das 4:3 war dann auch die erste Führung für Hannover, die wiederum das Team Bayern egalisierte. Als exakt 10 Minuten gespielt waren, foulte Leonie Schulz ihre Gegnerin beim Konter und musste für 2 Minuten auf die Bank. Den fälligen 4m verwandelte Hannover-Nord sicher zum 5:4. Nach 12 Minuten (man war gerade wieder komplett) sogar das 6:4 für die Niedersachsen. Nach 14 Minuten dann gar das 7:4 aus gut sieben Metern, doch Leonie Stark verkürzte im Gegenzug zum 5:7, was gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Erst nach vier Minuten fiel der erste Korb der zweiten Hälfte. Ein Konter der Bayern brachte das 6:7. Hannover legte wieder vor und Bayern verkürzte erneut. Es stand nun 7:8. Die Spannung stieg, aber es waren noch fast 10 Minuten zu spielen. Hannovers Korbhüterin wurde nun immer besser und Bayern ließ etliche hochkarätige Chancen aus. Oft fehlte auch das Auge für die besserplatzierte Nebenspielerin. Dann doch mal ein schnell weiter gebritschter Ball auf Nele Lutz in der Ecke und die trifft zum 8:9-Anschluss. Stella-Sophie Neundörfer glich danach zum 9:9 aus. Doch Hannover ging wieder in Führung. Wahnsinn! Noch 3 Minuten auf der Uhr. Zwei Minuten vor Schluss dann, schön am Kreis freigespielt, das 11:9 für Hannover. Auch ein 6m brachte keinen weiteren Anschlusstreffer mehr. 10 Sekunden vor Schluss dann das 12:9. Das wars – verdienter Sieg für Hannover-Nord.

Körbe/Vorlagen: Stella-Sophie Neundörfer (2/3); Celina Rothkamm (3/0); Lina-Marie Hirschmann (1/2); Jana Stürzenberger (1/1); Nele Lutz (1/1); Leonie Stark (1/0); Leonie Schulz (0/1)

Bayern – Westfalen 15:11 (9:6) (Halbfinale)

Nach der doch enttäuschenden Vorrunde mit zwei Niederlagen, wollte es die Jugend 17 am Sonntag deutlich besser machen, schließlich waren die beiden Niederlagen am Vortag sehr knapp und wer den Anspruch hat, mindestens das Finale zu erreichen, der muss halt im Halbfinale nochmal eine Schippe drauflegen.

Doch zunächst ging Westfalen in Führung. Leonie Schulz konnte vom Kreis ausgleichen und Nele Lutz brachte die Bayern erstmals mit einem 6m in Führung, die Westfalen aber wieder egalisierte. Es stand 2:2 und das Spiel schien sich so spannend wie erwartet zu entwickeln. Nach sieben Minuten das 3:2 vom Kreis durch Jana Stürzenberger, aber im Gegenzug der erneute Ausgleich. Stella Neundörfer brachte Bayern nach acht Minuten wieder mit 4:3 in Führung. Es ging munter hin und her. Bayern brauchte etwas, um sich auf die Manndeckung der Westfälinnen einzustellen, aber in der 10. Minute gab es die erste 2-Körbe Führung. Celina Rothkamm verwandelte dann in der elften Minute per 4m zum 6:3. Erstmals hatte man sich etwas Luft verschafft. Das 7:3 durch Leonie Schulz (Heber) ließ nicht lange auf sich warten. Westfalen nahm eine Auszeit. In der Folge war Westfalen vor allem aus der Distanz gefährlich, kam bis auf 5:8 bzw. 6:9 heran. Das war auch gleichzeitig der Pausenstand.

Celina Rothkamm verwandelte dann kurz nach Wiederanpfiff einen 6m zum 10:6. Celina war es auch, die in der Folge ihr Punktekonto deutlich aufbesserte. Sechs Treffer und eine Vorlage standen am Ende auf ihrer Scorerliste in diesem Halbfinale. Insgesamt spielte die Mannschaft deutlich dynamischer als am Vortag und so gingen der Sieg und der Finaleinzug auch völlig in Ordnung.

Körbe/Vorlagen: Celina Rothkamm (6/1); Leonie Schulz (5/3); Jana Stürzenberger (1/5); Lina-Marie Hirschmann (1/0); Stella-Sophie Neundörfer (1/0); Nele Lutz (1/0)

Bayern – Hannover-Nord 5:8 (4:4 ; 2:3) n. V. (Finale)

Im mit Spannung erwarteten Finale der J17 wartete erneut Hannover-Nord als Gegner. Die Mannschaft, gegen die man am Vortag mit 9:12 den Kürzeren zog. Wiedergutmachung war also angesagt, so wie das schon im Halbfinale gegen Westfalen gelang.

Sichtlich beflügelt vom Erfolg im J15 Finale kurz zuvor war es allerdings Hannover-Nord, die zunächst besser ins Spiel fanden. Die 1:0-Führung gelang nach gut einer Minute. Bayern hatte bis dato zwar Chancen, aber auch der Jugend 17 fehlte es an Präzision im Abschluss. Nach sechs Minuten erhöhte Hannover auf 2:0. Der Anschlusstreffer durch Lina-Marie Hirschmann war dann ganz wichtig, um nicht wie die J15 bereits frühzeitig den Anschluss komplett zu verlieren. Die Bayern waren wieder dran. Leider wurde auch eine 4m-Chance zum Ausgleich nicht genutzt. Als Leonie Schulz zum Ausgleich traf, dauerte es gerade einmal 15 Sekunden, ehe Hannover zurückschlug. Beide Teams schenkten sich nun nichts mehr bis zur Pause. Halbzeitstand: 3:2 für Hannover-Nord. Die Spannung, die in der Luft lag, war riesig. Fast sechs Minuten waren gespielt, da traf Celina Rothkamm fast schon „endlich“ zum erlösenden Ausgleich. Zuvor wurde schon ordentlich Druck gemacht, Hannovers Korbhüterin hielt jedoch fantastisch. Aber auch Hannover hatte immer wieder seine Chancen. Kuriose Szene dann fünf Minuten vor Schluss. Beim Kampf um den Ball im Mittelfeld behaken sich zwei Spielerinnen. Beide werden für zwei Minuten vom Feld geschickt. Es geht weiter vier gegen vier. Noch 3 Minuten – beide Mannschaften sind wieder komplett. Es steht noch immer 3:3. Die Frage war jetzt: Macht noch einer den lucky punsh? Dann der Distanzwurf von Hannover zum 4:3. Zu spielen noch 90 Sekunden. Celina Rothkamm findet die Lücke 15 Sekunden vor Schluss: 4:4 – Verlängerung!!!! Irre! Gespielt werden 2 x 5 Minuten extra.

Den besseren Start in die Overtime erwischte Hannover-Nord. Das 5:4 fiel nach zwei Minuten. Bayern lag wieder hinten. Nach vier Minuten dann das 6:4 für Hannover. Ganz bitter, nachdem kurz zuvor eine eigene gute Chance am Kreis liegengelassen wurde. Und Hannover legte nach. Das 7:4 fiel fünf Sekunden vor der Pause der Verlängerung. Jetzt war klar, dass es ganz schwer werden würde. Chiara Grimmer schaffte dann den wichtigen Anschlusstreffer zum 5:7 per 6m-Freiwurf. Man konnte jetzt wieder hoffen. Noch drei Minuten. Zwei Körbe waren noch nötig. Die Uhr lief unaufhaltsam herunter. Das 8:5 genau 90 Sekunden vor Schluss war die Entscheidung. Bayern hatte längst auf Manndeckung umgestellt, aber es half nichts. Hannover war in diesem Finale zu stark. Die letzte Minute spielten sie sicher herunter und gewannen am Ende mit 8:5, gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Team aus Bayern.

Körbe/Vorlagen: Celina Rothkamm (2/0); Leonie Schulz (1/1); Chiara Grimmer (1/0); Jana Stürzenberger (0/1); Lina-Marie Hirschmann (1/1);

Körbe gesamt / Korb-Vorlagen (in Klammern) – Jugend 17:
Körbe/Vorlagen: Celina Rothkamm (15/3); Leonie Schulz (12/12); Chiara Grimmer (1/1); Jana Stürzenberger (4/7); Leonie Stark (1/0); Lina-Marie Hirschmann (5/6); Stella-Sophie Neundörfer (7/4); Nele Lutz (2/3)

Am Ende der Veranstaltung wurde Inge Dittmar als Auswahltrainerin verabschiedet. Sie hatte die Jugend 15- und Jugend 17-Korbball-Auswahlmannschaften seit 2012 gemeinsam mit Ulla Willacker betreut und wurde nun im Rahmen des Nachwuchspokals in Hannover von Klaus Tropsch, Landesfachwart Korbball, Bayern, offiziell verabschiedet.

Das eine Foto zeigt Inge Dittmar und Klaus Tropsch

Die anderen beiden Fotos zeigen die jeweils zweitplatzierten Mannschaften:

Jugend 15 in den blauen Trikots v.i.n.r.: Marie Djalek, Jule Hirschmann, Kara Eduard, Lena Volpert, Sophie Kleinhenz, Sophie Glaser, Anna Strobel, Finja Philipp, Teresa Eusemann

Jugend 17 mit den beiden roten Korbhüterinnen : v.l.n.r.: Nele Lutz, Stella-Sophie Neundörfer, Leonie Stark, Jana Stürzenberger, Celina Rothkamm, Chiara Grimmer, Lina-Marie Hirschmann, Leonie Schulz

Mit dabei waren 2022:

Jugend 15:
Finja Philipp u. Sophie Kleinhenz, beide VfL Niederwerrn
Jule Hirschmann u. Teresa Eusemann, beide TSV Bergrheinfeld
Kara Eduard u. Lena Volpert, beide Spvgg Hambach
Sophie Glaser u. Anna Strobel, beide TSV Nordheim
Marie Djalek v. TSV Bergrheinfeld ist als „Backup“ mit dabei, sollte eine Spielerin ausfallen.

Jugend 17:
Jana Stürzenberger u. Leonie Stark, beide VfL Niederwerrn
Lina-Marie Hirschmann u. Stella-Sophie Neundörfer, beide TSV Bergrheinfeld
Leonie Schulz, Spvgg Hambach
Nele Lutz u. Chiara Grimmer, beide SV Rügheim
Celina Rothkamm, TSV Heidenfeld

 


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