13. 12. 2017

Bezirksliga-Derbytime, Teil 1: „Jetzt hau´ ich mal eine Fußballfloskel raus!“



OBERSCHWARZACH – It´s Derbytime in der Fußball-Bezirksliga – mal wieder! Nach dem 1:0-Sieg auswärts im Eröffnungsspiel erwartet der TSV/DJK Wiesentheid nun zum Wiedersehen den SV-DJK Oberschwarzach. Für beide Teams lief´s zuletzt nur bedingt gut. Doch die Gäste könnten durchaus noch nach oben schauen.

Nun gut, ein Remis beim Kellerkind Sömmersdorf/Obbach ist nicht das Gelbe vom Ei. Und das nur eine Woche nach dem 7:1-Knaller gegen Spitzenteam Geesdorf im letzten Derby. Zuvor wiederum gelang dem Team nur ein Punktspielsieg in sieben Partien.

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Die Wiesentheider schlugen im letzten Hinrundenspiel den Gast aus Unterspiesheim und beendeten so eine sehr wechselweise erste Runde versöhnlich. Nach zwei Startsiegen setzte es vier Niederlagen mit nur einem geschossenen Tor. Seitdem wechselten sich eigentlich Sieg und Niederlage ab.

anpfiff.info sprach mit dem Oberschwarzacher Tobias Schäfer, der bei seinem neunten Saisonspiel seine Tore drei und vier erzielte. Und unser Portal unterhielt sich auch mit Sven Friedrich, dem mit vier Toren besten Schützen der Wiesentheider.

Herr Schäfer, freuen Sie sich überhaupt über Ihre zwei Tore in Sömmersdorf, wo Sie den 2:0-Vorsprung am Ende doch noh aus den Händen gaben?
Tobias Schäfer: Naja, sie haben einen sehr faden Beigeschmack. Klar freue ich mich, dass ich getroffen hab, aber leider überwiegt der Ärger über die verschenkten Punkte.

Haben Sie den Gegner vielleicht etwas ünterschätzt? Immerhin führten Sie schnell mit 2:0 – und das eine Woche nach dem famosen Kantersieg gegen Geesdorf?
Tobias Schäfer: Bis zur Halbzeit auf keinen Fall, da wäre eine höhere Führung durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Nach dem Seitenwechsel haben wir aber dann völlig den Faden verloren. Bezeichnend dafür ist, dass die beiden Tore aus Konter und nach einer vorausgegangenen Ecke für uns resultierten. Ich denke, da waren wir uns vielleicht zu sicher und es wurde nicht mehr in ganzer Konsequenz nach hinten gearbeitet und verteidigt. Noch ärgerlicher empfinde ich, dass es schon das zweite Mal in dieser Saison war, dass wir eine „sichere“ Führung aus der Hand gegeben haben. Gegen Knetzgau hab´s ein 3:3 nach 3:0-Führung, diesen Schlendrian müssen wir dringend abstellen.

Was war die Wochen zuvor los? Zu viele Unentschieden für ganz weit vorne, oder?
Tobias Schäfer: Allerdings! Leider schaffen wir es bisher nicht, durchgängig unser Potential über die gesamte Spieldauer abzurufen. Wenn man sich dann die Tabelle anschaut und sieht, dass wir gegen keine Mannschaft, die hinter uns steht, bisher gewinnen konnten, dann ist das vielleicht schon ein Hinweis darauf, dass wir manchen Gegner zwar nicht unterschätzt, aber vielleicht auf die leichte Schulter genommen haben.

Pokaltechnisch klappte ja alles. Freuen Sie sich schon auf das Finale gegen Forst, auch wenn es erst 2018 stattfindet?
Tobias Schäfer: Klar, das wird eine super Sache. Wir haben ja schon 2014 ein Finale erfolgreich spielen dürfen, was ein tolles Erlebnis war mit dem ganzen Drumherum und einer trotz des damals schlechten Wetters großen Kulisse. Da freut man sich wieder sehr drauf

Kann man da dann wieder ein Elfmeterschießen nach einem 4:4 nach 90 Minuten erwarten, so wie in Bergrheinfeld im Halbfinale mit den Strafstößen und dem aufregenden Remis im September in der Botensteigarena?
Tobias Schäfer: So was kann man nicht planen, aber das ist ja auch das Schöne am Fußball, dass man nie weiß wie eine Partie verlaufen wird. Ich hoffe natürlich, dass wir am Ende als Sieger den Platz verlassen – und sei es durch ein unverdientes 1:0…

Sie haben nach dem kommenden Derby schon neun Auswärtsspiele bestritten und erst fünf zuhause. Ein Vorteil für den Rest der Saison?
Tobias Schäfer: Ja, aber nur weil man sich die ganzen Auswärtsfahrten spart (lacht). Sonst macht es für mich keinen Unterschied, wo man spielt.

Gegen Strahlungen und Rannungen sind für dieses Jahr noch zwei Heimpartien angesetzt. Zumindest Rang zwei ist noch in Reichweite, oder?
Tobias Schäfer: Ich bin zwar kein großer Freund von diesen Fußballfloskeln, aber ich haui jetzt doch mal einen raus: Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und immer unser Bestes geben. Dann wird man sehen, ob es am Ende wieder für eine Platzierung oben reicht.

Ende November müssen Sie zu Tabellenführer Thulba. Überrascht Sie der Höhenflug des Aufsteigers aus der Rhön?
Tobias Schäfer: Ich war damals leider nicht dabei, als wir gegen sie gespielt haben, aber ich hab mir sagen lassen, dass sie ein sehr starker Gegner waren mit einer guten Organisation auf dem Platz. Vorhersehen konnte man das natürlich nicht, aber die Liga an sich ist doch relativ ausgeglichen, so dass alles möglich ist.

Erzählen Sie doch ein bisschen was über sich: Wo wohnen Sie, was machen Sie beruflich – und wo findet man Sie, wenn Sie nicht gerade auf dem Fußballplatz stehen?
Tobias Schäfer: Wenn ich nicht gerade Fußball spiele, dann bin ich momentan eigentlich die meiste Zeit meiner Freizeit auf meiner Baustelle in Handthal anzutreffen. Da geht es aber allmählich dem Ende entgegen und ich werde im Winter auch wieder mit meiner Familie dort hinziehen. Zurzeit wohnen wir in Stadelschwarzach. Beruflich bin ich in Iphofen bei der Firma Knauf als IT Berater angestellt.

Danke für das Gespräch und alles Gute!

In Teil zwei des Interviews unterhält sich anpfiff.info mit Wiesentheids Sven Friedrich. Dieses Interview ist aber nur auf dem fränkischen Fußballportal nachlesbar, das sich rund um die Uhr mit dem lokalen, unterklassigen Fußball der Region in und um Schweinfurt beschäftigt.







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