13. 12. 2017

Bleibender Eindruck für Videnin Dojo beim 5. World Cup im Kyokushin Vollkontakt Karate in Indonesien



SCHWEINFURT / INDONESIEN – Das Videnin Dojo war beim großen, internationalen Kampfsport Event des Kyokushin Vollkontakt Karate, dem 5. World Cup in Indonesien, mit dabei. Der Event findet alle zwei Jahre statt. Kyokushin gehört zu den härtesten Vollkontakt Karatearten der Welt – somit sind die Turniere des Kyokushin nichts für schwache Nerven.

Am 08. November dieses Jahres startete das Team des Videnin Dojos mit dem Trainer, Shihan Dmitrij Videnin 5.DAN, und der Kämpferin Andrea Schmidt 1.DAN ihre Reise nach Jakarta, Indonesien. Dort trafen sich Teams aus aller Welt, wie zum Beispiel aus Südafrika, Russland oder Zimbabwe. Der kulturelle Austausch untereinander, aber auch das Land und seine Bewohner hinterlassen bleibende Eindrücke.

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Am darauffolgendem Tag wurde dem Trainer Dmitrij Videnin, Träger des 5. Dans und somit Shihan des Kyokushin, zum wiederholten Mal die Ehre zu Teil, an der großen Hauptversammlung als Repräsentant Deutschlands teilzunehmen. Dort wurden die zeitlichen Abläufe des diesjährigen Turnieres, der zukünftigen Turniere, ihre Standorte und die Verwaltung der gesamten Organisation besprochen und bestimmt. Ebenso fand an jenem Tag die Kämpferregistrierung statt. Es nahmen in allen Gewichtsklassen ca. 150 Kämpferinnen und Kämpfer teil. Die Teilnahme an diesem Turnier ist für unter 18-Jährige nicht erlaubt: Der Kampfstil ist zu hart und Schutzausrüstung sieht dieses Turnier nicht vor.

Am Samstag starteten in den Vorrunden die anspruchsvollen Kämpfe um die Halbfinale der verschiedenen Gewichtsklassen. Andrea Schmidt 1.DAN stand als erstes einer mexikanischen Kämpferin gegenüber, die sie noch mit Leichtigkeit besiegte. Doch die nächste Gegnerin aus Kasachstan hatte mehr zu bieten. Nach der ersten Runde des harten Kampfes entschieden sich die Schiedsrichter für eine Verlängerung von zwei Minuten. Was wie eine kurze Zeit erscheint, fühlt sich für einen Kämpfer in Wirklichkeit wie eine lange Zeitspanne mit Schmerzen und Entkräftung an. Doch Andrea Schmidt 1.DAN überwand dies und zeigte puren Kampfgeist. Damit entscheid sie den Kampf klar für sich und ging an diesem Tag als Siegerin hervor.

Nach einer Nacht, in der sich Andrea Schmidt 1.DAN von den Blutergüssen, Prellungen und weiteren Verletzungen erholen konnte und nach einer erneuten Taktikbesprechung mit Shihan Dmitrij Videnin 5.DAN, ging es für die deutsche Kämpferin nun um das Halbfinale. Deutschland gegen Kasachstan: Andrea Schmidt 1.DAN kämpfte drei Minuten lang mit größtem Einsatz gegen ihre deutlich schwerere Gegnerin. Durch ihr Gewicht konnte die Kasachin heftige Schläge und Tritte austeilen, doch Andrea Schmidt 1.DAN reagierte schnell auf die Angriffe. Ein genauer Knietreffer der Kasachin ließ Andrea Schmidt 1.DAN wanken. Obwohl sie danach weiter kämpfte, konnte sie diesen Kampf nicht mehr für sich entscheiden.

Doch das bedeutete noch lange nicht das Ende. Das hohe Ziel, auch auf dem Podest der Sieger zu stehen, galt es noch zu erreichen. Der an die Gesundheit seiner Kämpfer denkende Trainer Dmitrij Videnin 5.DAN erkannte, wie angeschlagen seine Schülerin war. Nach einem Gespräch mit seiner Kämpferin war klar, dass sie nicht aufgeben wird. So gab es noch eine Runde gegen Chile zu bestreiten. Mit einer angepassten Taktik begann der Kampf gegen die 30kg schwerere Chilenin. Beide Parteien lieferten sich einen erbitterten Kampf, schenkten sich nichts außer Schmerzen, um auf den 3.Platzzu kommen. Die Schiedsrichter entschieden sich auch hier für eine Verlängerung. Beide Kämpferinnen schienen am Ende ihrer Kräfte, doch dann setzte Andrea Schmidt 1.DAN zu besonders harten Kniestößen in den Solarplexus, einem besonders empfindlichen Bereich des Bauches, an. Die Wirkung zeigte sich sofort und Andrea Schmidt 1.DAN dominierte die Runde. Mit einer einstimmigen Entscheidung wurde sie zur Siegerin erklärt. Somit steht Deutschland, mit der Kämpferin Andrea Schmidt 1.DAN und ihrem Trainer Shihan Dmitrij Videnin 5.DAN, auf dem 3. Platz des 5. World Cup im Kyokushin.

Andrea Schmidt 1.DAN: „Natürlich will man gewinnen. Beim letzten World Cup vor 2 Jahren wurde ich Platz 2. In diesem Jahr wollte ich den Titel für Deutschland holen. Das setzt einen schon sehr unter Druck, aber es ist auch eine Ehre. Doch zum Schluss ist es nicht wichtig, welchen Platz man belegt. Denn wenn man mit ganzem Herzen seinen Kampfgeist, Mut und Stärke zeigt, dann erfüllt das einen mit Stolz. Schon in der Vorbereitungsphase, beim Training an sechs Tagen die Woche, habe ich alles gegeben. Eine sehr große Stützte ist unser Trainier Dmitrij Shihan 5.DAN. Er ist für alle seine Schüler immer da und holt aus einem immer das Beste raus, so wie er es bei diesem Turnier auch bei mir getan hat. Der 3. Platz ist damit genauso sein Verdienst, wie es meiner ist. Deswegen freue mich, dass wir diesen Sieg mit Nachhause nehmen können.“

Shihan Dmitrij Videnin 5.DAN: „Ziel, Zeit, Ergebnis.“

Nachdem die letzten Kämpfe vorüber waren, fand die Siegerehrung statt. Stolz stand unsere deutsche Kämpferin auf dem Siegerpodest und wurde geehrt. Zertifikate und große, prachtvolle Pokale wurden an die Sieger vergeben. Sogar Shihan Shigeru Tabata aus Japan, ein direkter Schüler des Kyokushin Gründers, Sosai Masutatsu Oyama, ehrte das deutschen Team für den Kampfgeist und gratulierte zum wohlverdienten Sieg. Auch die kleinen Fans baten um Autogramme und Fotos. Noch am Abend dieses Tages gab es die traditionelle Sayonara-Party für alle Teilnehmer des World Cups. Damit werden nicht nur die Sieger, sondern auch der Mut, das Durchhaltevermögen und der Kampfgeist aller Teilnehmerinnen, Teilnehmer und natürlich der Abschied gefeiert.

Am Montag, den 12. November 2017, fanden im Laufe des Tages noch die Dan-Tests, die Gürtelprüfungen für den Schwarzgurt, statt. Shihan Dmitrij Videnin 5.DAN wurde aufgrund seines 5. Dans, seines Engagements und seiner Fähigkeiten von den japanischen Meistern gebeten, mit als Prüfer zu fungieren. So mussten die Prüflinge unter den Argusaugen der japanischen Meister und des Shihans des Videnin Dojos die Katas, den Formenlauf, richtig ausführen und den Teil der Kumite, den Kampfteil, erfolgreich überstehen. Nach stundenlanger Prüfung entschied der Pädagoge Dmitrij Videnin 5.DAN über die erbrachten Leistungen der Prüfungsteilnehmer.

Doch die Reise des deutschen Teams bestand nicht nur aus harten Kämpfen und langen Prüfungen, sondern es gab auch einen Sightseeing Teil für alle Teams. Eine von den Indonesiern geplante Tour durch Jakarta führte sie zu interessanten Orten und zu historischen Plätzen. Das indonesische Essen wurde natürlich auch mit Genuss verkostet. Das Miteinander der Karateka wurde gestärkt und alle genossen den gemeinsamen Ausflug. Leider kam die schöne Zeit ihrem Ende entgegen und am darauffolgendem Tag flog unser Team wieder nach Schweinfurt, zu ihren aufgeregten und sehnsüchtig wartenden Fans, Eltern, Freunden und Bekannten.

Alles in allem war der 5. World Cup ein voller Erfolg. Durch die Erfahrungen der harten Kämpfe konnten sich die Teilnehmer weiterentwickeln, sich stolz fühlen und die Kyokushingemeinschaft wurde wieder gestärkt. Die Trainier konnten sich austauschen und Neues dazu lernen. Die Prüflinge des Dan-Tests haben Großes erreicht und durch die Versammlung konnte die Zukunft des Kyokushin Karates weiter geplant und ausgebaut werden. Eine abschließende Rundreise ermöglichte tiefere Einblicke in die Kultur Indonesiens.

Die Reisenden bedanken sich herzlich bei den Unterstützern des Videnin Dojo und wir danken auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die fairen und eindrucksvollen Kämpfe. Glückwünsche gehen an alle Kämpferinnen und Kämpfer, speziell an die Sieger dieses Turnieres. Besonderer Dank gebührt den Meistern aus Japan.

Laura Burger, Videnin Dojo; Schweinfurt; 05.12.2017

 

 







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