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BLSV erlaubt Start in die neue Korbball-Saison – aber die Vereine sprechen sich mehrheitlich dagegen aus


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Fast sieben Monate ist es nun her, dass der letzte Schlusspfiff eines offiziellen Korbballspiels ertönte. Am Sonntagabend des 08. März in Bergrheinfeld standen sich dabei die Teams vom TSV Bergrheinfeld und SV Oberndorf in der Frauen-Landesliga gegenüber.

Die Entscheidungen waren an diesem Tag längst gefallen. Bergrheinfeld stand, damals auf Platz 1, als Teilnehmer der Bayerischen Meisterschaft in eigener Halle schon fest, hätte allerdings noch von der TG 48 Schweinfurt überholt werden können, die am letzten Spieltag noch zwei Spiele gehabt hätte. Doch 4 Tage später kam alles ganz anders. Die Korbballsaison wurde aus bekannten Gründen beendet, die Bayerische Meisterschaft abgesagt. Der Verband hatte auf einen sofortigen Saisonabbruch gedrängt und eine schnelle Entscheidung bzgl. der Saisonwertung gefordert. So wurde der zu diesem Zeitpunkt existierende Tabellenstand in allen Ligen für Auf- und Abstieg gewertet, unabhängig von der Anzahl der bereits ausgetragenen Partien.


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Im Nachhinein betrachtet, wären natürlich auch andere Lösungen möglich gewesen. Sogar eine komplette Annullierung der Runde wurde diskutiert. Damals herrschte ein unglaublicher Druck. Es wurden umgehend alle Termine abgesagt, der Lockdown folgte auch in der Öffentlichkeit. So war die Entscheidung des Fachausschusses, nach kurzer, intensiver, aber durchaus kontroverser Diskussion per E-Mailverkehr, dann eben so gefallen. Und ehrlich gesagt war das zum damaligen Zeitpunkt auch in Ordnung, denn selbst persönliche Treffen waren zu diesem Zeitpunkt ja bereits verboten.


Danach herrschte absoluter Stillstand wie in allen Sportarten. Die Feldrunde, die üblicherweise von Anfang Mai bis Mitte Juli ausgetragen wird, fiel komplett aus. Eine Deutsche Meisterschaft fand ebenfalls nicht statt. Recht bald wurde dann der komplette bundesweite Spielbetrieb bis zum Jahresende 2020 ausgesetzt. Das heißt, es war klar, dass in 2020 keine Bundesliga mehr spielen und auch kein Pokalturnier der Länder-Auswahlteams ausgetragen würde. Zu unterschiedlich waren noch immer die Vorgaben der einzelnen Bundesländer.

Die Option der Hallenrunde 2020/2021 in Bayern hingegen, hielt man sich bewusst lange offen. Die Planung war, einen Spielplan zu erstellen inklusive fiktiver Hallenplanung, um im Herbst möglicherweise in Bayern doch noch eine Runde starten zu können. Die Vorrunde wäre nach diesem Plan vor Weihnachten für alle Mannschaften und Altersklassen abgeschlossen, sodass im Falle einer erneuten Verzögerung auch der Start einer Einfachrunde (also nur die Rückrunde) ab Januar 2021 sein würde.

Am 09. September traf sich dann der Fachausschuss und hatte grünes Licht vom Dachverband BLSV (Bayerischer Landes-Sportverband), unter bestimmten Bedingungen die Hallenrunde zu starten. Basis war selbstverständlich das Rahmenhygienekonzept des Bayersischen Gesundheitsministeriums und eine Abstimmung mit den dort Verantwortlichen, nach dem ein Trainings- und Spielbetrieb frei gegeben wurde. Um nun das Rahmenhygienekonzept des Bayerischen Staatsministeriums und zugleich die verschiedenen Hygienekonzepte der einzelnen Hallenbetreiber realistisch umsetzen zu können, wurde entschieden zunächst ohne Zuschauer zu starten.

Denn: Der BTSV (Bayerischer Turnspiel-Verband) ist Veranstalter des Korbball-Spielbetriebs. Die jeweilige Hallenaufsicht (als Beauftragter des BTSV) ist verantwortlich für die Einhaltung beider Hygienekonzepte. Das ist schlichtweg unmöglich umzusetzen, wenn in jeder Halle unterschiedliche Bedingungen wie Lüftungskonzepte, Zuschauereinschränkungen, unterschiedliche Umkleideräume uund so weiter und somit individuelle Hallen-Hygienekonzepte existieren. Wir wollten den Verantwortlichen da nichts zumuten, was nicht umsetzbar ist.

Auf der Landesfacharbeitstagung am 26.09. in Bergrheinfeld wurden alle Vereine über diese Entscheidungen und die Voraussetzungen für den Spielbetrieb informiert. Geplant war der Rundenstart ab 17. Oktober 2020 in die neue Hallenrunde in der Hoffnung, dass diese auch komplett durchgespielt werden kann. Sollte das nicht möglich sein, wurde ein Abbruchszenario erarbeitet. Gültig würde die Runde sein, wenn mindestens die Hälfte der Saison absolviert wurde. Bei einem Abbruch würden dann die Tabellenstände nach der Quotientenregelung (Vorbild Handball) ermittelt. Das heißt: Die bis zu diesem Zeitpunkt erreichten Punkte werden durch die Anzahl der gespielten Spiele geteilt. Somit wird zumindest eine unterschiedliche Anzahl von Spielen kompensiert.

Doch leider kam es auch hier anders. Bei der Fachtagung, an dem Vertreter aller Vereine teilnehmen, stellte sich heraus, dass einige Vereine in absehbarer Zeit keinen Zugang zu Hallen haben würden, ein Trainings- und Spielbetrieb also kaum möglich würde. Der Kreis Kitzingen hatte berichtet, vorläufig weder Trainings- noch Spielbetrieb durchzuführen. Grund sind die oft kleinen Hallen in denen Trainings- und Spielbetrieb durchgeführt wird, in denen wohl nicht einmal die aktuell allgemein gültigen Hygienekonzepte nicht einhaltbar seien. Gleiches gilt auch für einzelne Vereine im Korbball-Kreis Schweinfurt. Die Mehrheit der Vereine stimmt deshalb gegen einen Rundenstart.

Folgende Schlüsse wurden deshalb gezogen und verabschiedet:

1. Die Spielrunde wird nicht wie geplant am 17. Oktober starten, sondern frühestens im Januar 2021 als „Einfachrunde“.

2. Darüber soll dann endgültig eine weitere, außerordentliche Fachtagung, mit Beteiligung aller Vereine, im November 2020 entscheiden.

In der Hoffnung, dass sich die Situation und einige Rahmenbedingungen bis dahin verbessern.

Beitrag: Michael Müller, Landespressewart Korbball



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