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Daniel Dirolls Knie-Karriereende: „Von draußen zuschauen zu müssen wird hart werden!“


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SCHWEINFURT / EIBELSTADT – 26 Partien letzte Saison, immerhin vier Tore. Das war gar keine so schlechte Bilanz für Daniel Diroll nach seinem Wechsel von den Würzburger Kickers zum FC Schweinfurt 05. Doch diese Runde kam er auf nur vier Punktspiele. Das 13. Match der Spielzeit gegen Garching war sein letztes. Wohl für immer.

Diroll muss seine Karriere nämlich beenden. Im Pokalspiel im Sommer in Mitwitz ging er nach schon zehn Minuten verletzt vom Feld, feierte mit Kurzeinsätzen gegen 1860 München 2, in Rosenheim und gegen Garching bei zusammen 16 Minuten als jeweils Wechselspieler bei drei Niederlagen zwar ein Comeback. Doch nun geht nichts mehr für den Eibelstäter, der 2003 von der TSG Sommerhausen, seinem Heimatverein, zum Würzburger FV wechselte, um nach drei Jahren dort für gleich fünf Saison die wichtigsten Nachwuchsmannschaften des 1. FC Nürnberg zu durchlaufen.


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Der 24 Jahre alte Sportmanagement/Sportmarketing-Student stand für ausführliche Erklärungen zur Verfügung. Und das am Tag, an dem sein altes Team beim vorletzten Test des Winters zu einem 2:2 bei Bayernligist Don Bosco Bamberg kam. Andi Bauer und Johannes Golla schossen die Schnüdel in Führung, nach acht Schweinfurter Auswechslungen aber kamen die Oberfranken noch zum Ausgleich.

Zurück zu Diroll: Daniel, was ist los? Warum kehren Sie nicht mehr auf den Rasen zurück?
Daniel Diroll: Zuerst einmal Hallo von meiner Seite und Danke für das Interview. Es stimmt: Ich musste meine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Grund hierfür ist mein lädiertes linkes Knie, mit welchem ich auch während meiner aktiven Karriere schon einige Verletzungen hatte. Nach der letzten Operation Ende des Jahres 2016 kam dann heraus, dass es das nun gewesen ist. Natürlich habe ich mir mehrere Meinungen geholt und alle waren sich einig, dass es das Beste ist, wenn ich aufhöre. Diesen Entschluss habe ich dann schweren Herzens getroffen.


Was war das damals für eine Verletzung, die sich sich in der Partie in Mitwitz zuzogen?
Daniel Diroll: Ich hatte mir eine Zerrung in der Wade zugezogen, eine etwas ärgerliche, aber durchaus häufige Fußballveretzung…das war halb so wild.

Danach kamen Sie aber nochmals zurück für drei Kurzeinsätze. Was passierte danach?
Daniel Diroll: Wie bereits erwähnt, machte mir mein Knie wieder Probleme. Weshalb ich mich auch dazu entschied, dass in einer Operation der genaue Zustand diagnostiziert werden sollte. Diagnostiziert wurden mehrere Knorpelschäden, teilweise irreparabel.

Wann folgte der Entschluss, komplett mit dem Fußball aufzuhören?
Daniel Diroll: Nach der Diagnose dachte ich mir im ersten Moment „scheiß drauf“, ich probiere es einfach nochmal. Aber nach mehreren ärztlichen Einschätzungen und nach acht Wochen auf Krücken, als ich Zeit zum nachdenken hatte, habe ich doch einsehen müssen, dass es keinen Sinn mehr macht.

Haben Sie´s in der Wintervorbereitung noch mal versucht?
Daniel Diroll: Nein, aktuell befinde ich mich noch in der Rehabilitation in Würzburg. Ich bin dort fünf Mal die Woche in physiologischer Behandlung zum Muskelaufbau, um mein Knie wieder alltagstauglich zu machen. Selbst Joggen ist noch nicht möglich.

Wie bewerten Sie nun Ihre eineinhalb Jahre im Dress der Schnüdel?
Daniel Diroll: Ich habe die Zeit, trotz einiger Verletzungssorgen, sehr genossen. Ich wurde herzlich aufgenommen und immer vertrauensvoll behandelt. Wenn es Probleme gab, konnte man mit Gerd Klaus und dem Team über alles reden. Hier nochmal ein Dankeschön für diese Zeit.

Welches Ihrer Tore war denn das schönste oder wichtigste im Dress des FC 05?
Daniel Diroll: Ich hätte gerne mehrere zur Auswahl, denn so viele waren es ja nicht (lacht). Das Tor, welches mir direkt einfällt, ist mein Treffer in meinem ersten Spiel im Schweinfurter-Trikot gegen Nürnberg 2. Das war ein geiles Gefühl.

Und was kommt nun in Ihrem Leben?
Daniel Diroll: Nun konzentriere ich mich auf meine berufliche Karriere. Im kommenden Sommersemester werde ich meinen Bachelorabschluss machen und dann werde ich mich um einen Job bemühen. Außerdem möchte ich in naher Zukunft einen Trainerschein machen, um dem Fußball nicht ganz fern zu bleiben.

Mit 13 Minuten in zwei Partien und einem Tor beim 10:0 im Pokal in Karlstadt hatten Sie 2014/2015 immerhin Aktien am Aufstieg der Würzburger Kickers in die 3. Liga und beim bayerischen Pokalerfolg. Waren das Ihre Highlights im Bereich des „Erwachsenen-Fußballs“?
Daniel Diroll: Der Aufstieg in die 3. Liga war natürlich eines meiner Highlights, wenngleich ich selbst kaum dazu beitragen konnte. Aber mein persönliches Highlight war der TOTO-Pokal Erfolg mit den Würzburger Kickers 2013/14. Wir spielten in Schalding-Heinig und ich konnte kurz vor Schluss den 2:2-Endstand selbst erzielen. Im anschließenden Elfmeterschießen holten wir uns den Pokal.

17 Tore in der A-Jugend-Bundesliga für den Club: Das klang ja einst mal nach großer Karriere. Haben Sie danach irgendwas falsch gemacht – oder hat´s einfach nicht zu mehr gereicht als 4. Liga?
Daniel Diroll: Nach der A-Jugend Bundesliga hatte ich die Möglichkeit, bei Nürnberg 2 erste Einsätze in der 4. Liga zu sammeln. Die Umstellung von Jugendfußball zum Herrenfußball ist enorm. Es wird viel körperbetonter gespielt und daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Leider riss ich mir im ersten Herrenjahr das Kreuzband und fiel fast zwei Jahre aus.

Wer war denn damals in der Jugend ein bekannter Mitspieler oder Gegenspieler, der man heute vielleicht bundesweit kennt?
Daniel Diroll: Mitspieler: Mit Marvin Plattenhardt habe ich im Internat in Nürnberg gewohnt. Oder Jann George, er spielt bei Regensburg in der 3. Liga. Gegenspieler? Gegen David Alaba habe ich schon mal verloren (grinst). Auch gegen Johannes Geis habe ich zu seiner Fürther Zeit oft gespielt. Ansonsten gibt es schon noch einige andere Spieler, die in der 2. und 3. Liga auftauchen.

Sind Sie ein bisschen traurig über das Aus oder mittlerweile schon wieder gefasst und gefestigt?
Daniel Diroll: Ich würde sagen, dass es nochmal sehr schwierig wird, wenn ich die Physiotherapie beendet habe und kaum Probleme im Alltag auftreten. Dann von draußen zuschauen zu müssen, wird sicherlich nochmal hart werden.

Werden Sie in der Rückrunde nochmal zum FC 05 gehen und auch bei den Kickers 2. Liga schauen?
Daniel Diroll: Ich werde natürlich weiterhin Kontakt zum Fc 05 pflegen und mir jedes Spiel anschauen. Außerdem wünsche ich den Jungs für die Zukunft alles Gute.

Haben Sie sich schon vom Team verabschieden können?
Daniel Diroll: Nein, noch nicht. Ich werde in der Rückrunde auf jeden Fall öfters in Schweinfurt vorbei schauen, daher bin ich noch nicht ganz aus der Welt.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!



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