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Das erste Eishockey-Derby zwischen Schweinfurt und Haßfurt um Punkte seit genau zehn Jahren – Erinnerungen und Bilder aus alten Zeiten


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SCHWEINFURT – „Das verbotene Dorf!“ So redet man in der Schweinfurter Eishockey-Fanszene über Haßfurt. Über die Kreisstadt freilich in den Haßbergen. Gemeint ist dann das Team der dortigen Puckjäger. Die Hawks des ESC, die am Samstag, den 1. November, endlich mal wieder in einem Punktspiel im Icedome auf die Mighty Dogs treffen.

Nun gut, es ist Allerheiligen, ab 18.30 Uhr lockt im Fernsehen der Bundesligaknaller zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Um 17.15 Uhr freilich kann man, wenn das Eishockey-Derby beginnt, locker schon vom Friedhof zurück sein. Und man kann, wenn es denn unbedingt sein mus. zur zweiten Halbezit beim Fußball wieder daheim sein, wenn man sich beeilt. Die Geschäfte haben am Samstag zu, es gibt also keine Ausreden für Sportbegeisterte, das Spiel nicht live im Schweinfurter Eisstadion zu verfolgen.


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Unfassbar eigentlich: Es ist genau ein Jahrzehnt nun her, als beide Vereine letztmals um Punkte aufeinandertrafen. Wobei, nein, falsch, die Namen waren andere: Im Oktober 2004 spielten die Mad Dogs in der Oberliga gegen die Hawks des ERC Haßfurt. 5:1 gewann die Hausherren damals vor über 2300 Fans. Greg Schmidt, Lars Müller, Sergej Waßmiller, Dominik Hägele und Thomas Gödtel trafen für die Schweinfurter, die zwei Tage später bei den Blue Lions Leipzig mit 1:4 verloren, weil nur Garret Prosofsky traf. Haßfurt fegte da noch die Oberhausener weg, um dann nach einem eingeleiteten Insolvenzantrag die Runde früh beenden zu müssen.


OLYMPUS DIGITAL CAMERADann verschwand der Standort Oberhausen zügig, geriet Leipzig in finanzielle Nöte und zogen schließlich auch die Mad Dogs am Ende der Runde aus der Oberliga zurück. Dadurch freilich durfte die 1b in die Landesliga aufsteigen, weshalb die Mighty Dogs nun wieder unter dem alten Namen eine Liga höher spielten als die neu gegründeten und in der Bezirksliga startenden Haßfurter Hawks. Die kamen zwar auch schnell in die Landesliga, doch die Schweinfurter schafften es schon 2006 in die Bayernliga, wo sie bis 2012 spielten. Ehe sie in die Oberliga aufstiegen. Der Nachbar ESC kehrte erst 2013 und für nur eine Saison in die Bayernliga zurück. Nun ist man nach zehn Jahren wieder auf einer Ebene und auf Augenhöhe. Vorbei sind die Zeiten, als es für die Hawks in Vorbereitungsspielen teils heftige Prügel gab.

In der Saison 2003/2004 – um weitere Beispiele zu nennen – siegten die Mighty Dogs im ersten Heimspiel der Oberliga mit 5:1 gegen den ERC. Fast 2500 Zuschauer (darunter rund 500 Haßfurter) kamen damals und sahen unter anderem den Ex-ERV´ler Andrej Kolesnikov etwas überraschend für die Gäste auflaufen. Thomas Wilhelm im Kasten überragte, vorne trafen Marcel Juhasz (2), Sergej Waßmiller, Rob Frost und Steffen Görlitz bei einem Gegentor des späteren Schweinfurters Sebastian Buchwieser.

Mighty Dogs vor Hassfurt 3Weil die Oberliga eine Doppelrunde spielen ließ, gab´s schon im Dezember das nächste Heimspiel der Schweinfurter gegen Haßfurt. Erstmals fanden nicht alle Interessanten einen Einlass. Mit knapp über 3000 Fans war der Icedome komplett ausverkauft. 6:1 endete das Derby gar. Rob Frost, Danny Albrecht, Marcel Juhasz, Lars Müller, Sergej Waßmiller und  Chris Gustafson netzten für den ERV ein. Für Haßfurt traf Peter Bournazakis. Zwei Tage zuvor hatten die Mighty Dogs auswärts in Bremerhaven gewonnen.

Unfassbar, wenn man sich anschaut, gegen wen es damals ging. Die Schweinfurter wurden Fünfter der Oberliga Nordost, hatten es auch mit Dresden, Weißwasser, den Hannover Indians, Bayreuth, Selb, Berlin und Höchstadt zu tun. Nach 18 Heimspielen folgte die Meisterrunde mit neuen Gegnern wie Essen, München oder Ravensburg. Die ERV-Crew wurde nun gar Dritter, scheiterte aber in den anschließenden Play-offs früh an den Lausitzer Füchsen. immerhin sahen die Fans 28 teils faszinierende Pflichtspiel-Heimpartien.

Noch eine Begegnung mehr war es in der Saison zuvor. Die Vorrunde der so genannten Oberliga Süd-Ost schlossen die Mighty Dogs mit Rang eins ab – vor Weiden, Dresden, Neuwied, Haßfurt, Amberg, Bayreuth, Hannover, Höchstadt und Selb. Auch die Meisterrunde beendeten die Schweinfurter sensationell auf Rang eins, ließen nun auch noch Füssen, Klostersee, Peiting, Geretsried und Miesbach hinter sich. In die Play-offs starteten die Unterfranken also als Favorit auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, die heutige DEL 2.

Mighty Dogs vor Hassfurt 4Doch gegen den Achten aus Peiting setzte es eine 2:5-Heimniederlage, die der ERV mit dem klaren 7:2 auswärts wett machte. Es folgte an einem Dienstagabend das entscheidende Match drei im Icedome – doch wieder setzte sich Peiting durch, diesmal hauchdünn mit 3:2. Für die Mighty Dogs war die Saison beendet. Im Halbfinale wäre es zum Derby gegen die Haßfurter Sharks gekommen, die überraschend den EV Füssen aussschalteten und die dann gegen Dresden ran mussten. Die Sachsen setzten sich durch, verloren aber die Finals gegen Weiden. Gegen Blue Devils also, die nach dem Aufstieg und einigen Jahren in der 2. Bundesliga bald auch wieder unten anfingen, die mit den Schweinfurtern 2012 in die Oberliga aufstiegen und die nur deshalb am Grünen Tisch diese Oberliga Süd dieses Jahr hielten, weil die Mighty Dogs freiwillig runter gingen – um nun wenigstens mal wieder auf Haßfurt zu treffen.

Eishockey-Landesliga Nordost: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – ESC Haßfurt Hawks (Samstag, 1. November, 17.15 Uhr, Icedome)

Unsere Bilder zeigen zwei Mal eine tolle Derbykulisse im Icedome 2003 und 2004, eine Szene mit dem Schweinfurter Garret Prosofsky vor Haßfurts Goalie Joachim Appel sowie eine Szene vor Schweinfurts Torwart Thomas Wilhelm mit Josef Eckmair, Steffen Görlitz und Chris Gustafson.


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