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Das Tagebuch des Fußball-Wahnsinns: Fränkische Currywurst, Eichhörnchen, Unwetter & der Hirnhammer


Muster 300x300

SCHONUNGEN – Er hat es mal wieder getan: Mit Partnerin Petra besuchte der Schonunger Journalist 20 Entscheidungsspiele nach der offiziellen Fußball-Saison. Und das binnen gerade einmal zwei Wochen. Neben Relegationsspielen war auch ein Finale dabei. Und eine Partie, die nicht stattfand. Hier Teil eins des Tagebuchs des ganz normalen Fußball-Wahnsinns.

01: Bäckerei-Biere nach dem Bayreuth-Triumph


Fahrrad Schauer

Montag, 21. Mai:
Spvgg Oberfranken Bayreuth – 1. FC Schweinfurt 05: 1:3 (1:2)
Zuschauer: 3248, Tore: 4, Kilometer: 262


Relegation bedeutet Entscheidungsspiele. Und ein Finale ist natürlich auch ein solches. Das Endspiel im Bayerischen Totopokal leitet die ganz heiße Phase dieser Saison an – am Tag nach den letzten Punktspielen für alle Mannschaften mit beispielsweise der in Maroldsweisach errungenen Kreisklassen-Meisterschaft für die SG Stadtlauringen / Ballingshausen. Das machte Lust auf den Pfingstmontags-Ausflug nach Bayreuth. Wir stellten das Auto nach der Ankunft am Stadion ab und bummelten zunächst mal über das gerade stattfindende Volksfest. Dann ging´s zur Partie. Rund 1000 mitgereiste Fans des FC Schweinfurt 05 machten die Begegnung fast zu einem Heimspiel für die Schnüdel. Und die siegten dann auch noch. Wieder die erste Hauptrunde erreicht! Diesmal sind die Bayern fällig!! Erst zweieinhalb Wochen später wussten wir, dass Schalke 05 zum FC 04 kommen wird. Wir feierten den Triumph in der Bayreuther Innenstadt in und vor der Buschenschänke der Bäckerei Lang, die exakt vier Mal im Jahr ihr süffiges Bier bei einem kleinen Fest verkauft. Ausgerechnet an diesem Pfingstmontag. Klasse! Vor allem, weil ich nicht selbst heimfahren musste!! Danke, Petra, für´s Zurückhalten!!!

Warum das Bild?
Gänsehaut pur beim Anblick: Die mitgereisten Schnüdel-Fans hatten sich einiges ausgedacht und wussten es vor allem vorher schon: Der FC 05 holt sich wieder den Pokal!


02: Fränkische Currywurst beim Schoppen Franz

Mittwoch, 23. Mai:
DJK Altbessingen – SV Ramsthal: 2:2 (2:1)
Zuschauer: 710, Tore: 4, Kilometer: 68

Ich mag diesen Modus, den es seit ein paar Jahren gibt, einfach nicht. Klar, bei Hin- und Rückspiel ist es gerechter, weil sich nach 180 Minuten meist dann eben doch schon die etwas bessere Mannschaft durchsetzt. Und ein jeder Vizemeister bekommt sein Heimspiel. Aber: Wäre diese Partie die einzige gewesen, ausgetragen auf einem neutralen Platz zwischen beiden Orten, beispielsweise also in Sömmersdorf, Wasserlosen oder Fuchsstadt – es wären garantiert um die 1500 Zuschauer gekommen. Trotzdem Respekt vor beiden Teams, die ein überaus sehenswertes Match zeigen. Nach dem 2:0 steht Altbessingen bereits mit dem ersten Zeh in Runde zwei, ehe die ersatzgeschwächten Gäste aufmucken und die Weichen stellen für Samstag und das Rückspiel, wenn auch ihr Torjäger wieder an Bord ist. Wir nutzten diese relativ weite Fahrt für einen Ausflug, schauten uns zuvor die Homburg an und kehrten beim Schoppen Franz auf eine fränkische Currywurst und einen Gerupften ein. Es darf gerne auch immer mal etwas mehr sein als Fußball…

Warum das Bild?
Nicht ganz scharf, aber das spektakulärste Foto des Abends, das Altbessingens Keeper Daniel Lilienweiss zeigt und Ramsthals Enrico Ott, der an diesem Tag 23 Jahre alt wurde. Happy Birthday nachträglich!

Bilanz:
02 Spiele, 08 Tore, 3958 Zuschauer, 350 Kilometer

03: Schafft es Gochsheim in die Bayernliga?

Donnerstag, 24. Mai:
TSV Gochsheim – ESV Ansbach-Eyb: 3:0 (2:0)
Zuschauer: 586, Tore: 3, Kilometer: 14

Der Abend der schweren Entscheidungen: Spiel 3 in Steinbach gegen Rannungen fällt für mich aus, weil es geographisch kaum verbindbar ist und zudem für anpfiff.info von einem Kollegen aus dem Kreis Bamberg besetzt wird. Schade, weil ich die Saison über beide Mannschaften gerne betreut habe und wohl auch am Sonntag nicht zum Rückspiel nach Rannungen werde fahren können. Aber Gochsheim darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Nachdem ich die Mannschaft die letzten Wochen erst in Geesdorf und Unterspiesheim sowie gegen Forst und Strahlungen gesehen habe, muss ich wenigstens mal für eine Viertelstunde zum Aufstiegsspiel schauen gegen Ansbacher um den mal für Schweinfurt 05 spielenden Trainer Jörg Müller. Der Zuschauerandrang hält sich in Grenzen, für Gochsheim freilich sind fast 600 Fans einigermaßen gut. Wie immer wollen wir uns hinter das zum alten Friedhof grenzende Tor stellen, doch der Ordner signalisiert, dass der Bayerische Fußball-Verband das untersagt hätte, weil man da anscheinend den Torwart irritieren würde. Nun gut…. Wenige Sekunden später steht dort der Main-Post-Berichterstatter und macht seine Bilder, ohne dass es jemanden juckt. Ihr seit alle so verdammt konsequent…. Tags danach berichtet selbiger Journalist, die Gochsheimer hätten den ersten Schritt auf dem Weg zur BAYERNLIGA gemacht. Fachlich einwandfrei recherchiert! In Runde zwei werde ich wieder hinschauen. Die Partie endete 3:0. Leider sahen wir keine Tore bis zum schnellen Abgang. Das nächste Spiel rief nämlich schon wieder ganz laut.

Warum das Bild?
Die dynamischste Szene auf den insgesamt acht Bildern: Ansbachs Andre Volz gegen den Gochsheimer Nico Kummer

04: Wenige Fans und keine Parkplätze

FV Niederwerrn/Oberwerrn – FV Türkgücü Schweinfurt 4:1 (2:1)
Zuschauer: 257, Tore: 5, Kilometer: 56 nach Kützberg

Auf die Autobahn, um Schweinfurt herum – und keine 12 Minuten später kann man schon in Kützberg sein. Trotz der kaum mehr als 200 Zuschauer sind natürlich alle Parkplätze weg. Wir kommen rechtzeitig zum 2:1 der Niederwerrner und sehen danach sich kaum wehrende Türken. Ich stelle fest, dass wir die letzten Jahre beide Mannschaften oft haben relegieren sehen. Niederwerrn beispielsweise in Steinsfeld gegen Steinbach, Türkgücü in Üchtelhausen gegen Aidhausen. Beide stiegen danach auf, Niederwerrn dann wieder ab. Nun balgen sie sich gegeneinander um einen freien Platz in der Kreisklasse, den sich Niederwerrn / Oberwerrn holt. Die Türken haben eine weitere Chance gegen Ettleben / Werneck 2. Was dann an sich eine noch kleinere Kulisse verspricht. Ich frage mich, ob wir uns das dann die Woche darauf antun müssen. Denn was bleibt nach so einem Relegationsspiel hängen? Irgendwie ist´s nicht das, was man sich erwartet. Wir beschließen gegen Ende, auf die Bratwurst zu verzichten und lieber noch bei Mario und Partnerin im lieb gewonnenen Sportheim des SC Weyer auf eine Pizza und ein Bier einzukehren. Oder zwei? Also Bier…

Warum das Bild?
Türkgücü-Keeper Achmet Koudouz Sali hatte nicht seinen besten Tag erwischt, machte zwei entscheidende Fehler, sieht auch hier gegen den Niederwerrner Dominik Wiatowski und seinen Teamkollegen Hakan Durukan schlecht aus. Das Bild entstand von den Rängen an der Seite, nachdem wir dort ab der Pause stehen blieben. Neben Schleerieths Spielertrainer Thomas Pfeuffer, ein paar Wülfershäusern und Spieleiter Ludwig Kuhn, der dankenswerter Weise eine Aufstellung hatte – auch wenn auf der ein paar Namen nicht stimmten….

Bilanz:
04 Spiele, 16 Tore, 4801 Zuschauer, 420 Kilometer

05: „Will da denn kenner aufsteich´?“

Freitag, 25. Mai: DJK Schweinfurt – TSV Grettstadt: 2:0 n.V. (0:0)
Zuschauer: 576, Tore: 2, Kilometer: 36 nach Röthlein

Was kann man machen an einem Freitagabend im Mai bei rund 20 Grad kurz nach einem heftigen Schauer? Na klar: Den Rest des Tages genießen, irgendwo in einem Biergarten in der Sonne oder auf dem eigenen Balkon. Oder man geht zum Fußball, schaut sich 90 Minuten lang einen nahezu ereignislosen Kick an. „Will da denn kenner aufsteich´?“, rief irgendwann ein Zuschauer auf´s Feld und missachtete die Tatsache, dass ja nur der TSV Grettstadt um den Aufstieg spielte, die DJK Schweinfurt hingegen den Abstieg vermeiden wollte. Was letztlich nach Etappensieg eins klappen könnte, wobei sich sicherlich kein Eichhörnchen dieser Welt so mühsam ernährt. Relegation kann geil sein, aber eben auch ernüchternd, wenn zäh und langweilig. Zumindest für einen neutralen Beobachter. Schön hingegen: Udo Geyer und sein Team haben aus dem Röthleiner Sportheim wieder ein Wirtshaus gemacht, in dem das Einkehren Spaß bereitet. Zudem war an diesem Freitag Schnitzeltag. Wir gönnten uns zu einem Kellerbier einen Jäger und einen Zigeuner, empfahlen das Essen dann auch dem Schiedsrichtertrio Marcel Geuß, Kristin Dünninger und Cornelius Göb. Fünf Schnitzel für einen Tisch! Der Abend endete so mit einer netten Plauderei mit den drei Leitern der Partie. Und jetzt ein Insiderwitz: Der Sylbacher Geuß hätte uns bestimmt auch nach Hause gefahren….

Warum das Bild?
Ausgerechnet vor den Zuschauern aus Grettstadt feierte die DJK Schweinfurt das späte Tor zum 1:0.

Bilanz:
05 Spiele, 18 Tore, 5377 Zuschauer, 456 Kilometer

06: Der doppelte Klassenerhalt des Herrn Reuß

Samstag 26. Mai: SG Stadtlauringen/Ballingshausen 2 – TSV Burgpreppach: 0:1 (0:0)

Zuschauer: 532, Tore: 1, Kilometer: 54 nach Friesenhausen

Vor ein paar Jahren war ich in Marktsteinach dabei, als die Füchse aus Burgpreppach unter Spielertrainer Markus Simon den Jubel des Gegners anschauen mussten. Ein Jahr später stiegen sie selbst auf. Simon gelang selbiges nun mit dem TSV Zell am Ebersberg. Und ausgerechnet in diesem Monat sollte sein einstiges Team wieder absteigen? Undenkbar an sich! Auch wenn der TSV eine gruselige Rückrunde erwischte. Aber gegen eine zweite Mannschaft sollte es doch reichen… Wir fuhren ein zweites Mal binnen acht Tagen ins schöne Friesenhausen bei Hofheim, hatten einen Heißhunger auf diesen Relegations-Marathon-Samstag. An dem sollten die Relegations-Touristen aus Fahr bei Volkach unseren ständigen Begleiter sein. Der Fahrplan war eng gestrickt, deshalb bangte ich ein wenig, als nach 90 Minuten noch kein Tor gefallen war. Doch dann das: Bei seinem letzten Einsatz vor seinem Wechsel als Spielertrainer zu Pfaffendorf/Gemeinfeld schoss Daniel Reuß unmittelbar vor dem Abpfiff das Goldene Tor für Burgpreppach. Und das wenige Stunden nachdem er erfuhr, dass Pfaffendorf am Grünen Tisch die A-Klasse gehalten hatte. Die Füchse feierten den Klassenerhalt, wir wussten, dass wir ohne eine Verlängerung halbwegs zeitig zur nächsten Partie nach Schweinfurt würden fahren können. Alles gut also!

Warum das Bild?
Hat Burgpreppachs Trainer Markus Rappelt vielleicht deshalb relativ lichtes Haar, weil ihm seine Spieler immer mal wieder Bier über den Kopf schütten?

Bilanz:
06 Spiele, 19 Tore, 5909 Zuschauer, 500 Kilometer

07: Down & away

Samstag, 26. Mai: FC Schweinfurt 05 2 – FC Sand: 1:2 (0:2)

Zuschauer: 527, Tore: 3, Kilometer: 24

Wir waren rund ein Jahr zuvor im weit entfernten Kahl dabei, als die U23 der Schnüdel nach dramatischen 90 Minuten aufstieg. Also schauten wir uns auch das „Abstiegsspiel“ an, nach dem die ganz große Enttäuschung allerdings ausblieb. Mehr als die halbe Mannschaft wird den Verein verlassen, nach Aubstadt, Abtswind oder Euerbach wechseln, wo man sich freut, gut ausgebildete Spieler zu bekommen, die man beim FC 05 für zu schwach hält für die erste Mannschaft. Schade eigentlich, weil es Aubstadt ja vormachte und mit vielen dieser Jungs wie Steffen Behr, Philipp Kleinhenz oder Christopher Schmidt fast den Aufstieg in die Regionalliga schaffte. Neuer Anlauf also mit neuem Personal in der Landesliga, wo die Derbys gegen Euerbach und Schwebenried warten und das Wiedersehen mit Fuchsstadt und Ex-Coach Martin Halbig. Dachten wir zumindest. ein paar Tage später meldete der FC 05 seine U23 komplett aus dem Spielbetrieb ab. Schade auch, weil der Erhalt der Bayernliga sicher möglich war. Und Daumendrücken nun für den FC Sand für Runde zwei gegen Erlenbach, das ein 0:4 aus dem Hinspiel bei Illertissen 2 noch wettmachte. Relegation ist schon geil. Aber das geilste Spiel aller Zeiten sollte nun erst noch kommen….

Warum das Bild?
Tobias Fleischer erzielte gegen Joe Bechmann das 1:2 für die Schnüdel, das den Abstieg aber nicht verhindern konnte.

Bilanz:
07 Spiele, 22 Tore, 6436 Zuschauer, 524 Kilometer

08: Hirnhammer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Samstag, 26. Mai: Sportfreunde Unterhohenried – TSV Ettleben/Werneck: 5:6 (5:0)

Zuschauer: 700, Tore: 11, Kilometer: 24 zur FT Schweinfurt

Ja, was soll ich schreiben? Bis zu diesem Tag dachte ich immer, dass das 3:3 der Schnüdel im Mai im 1990 das geilste Fußballspiel der Geschichte war. War´s auch, weil über 30.000 Leute zuschauten und der FC 05 den Münchner Löwen die Meisterschaft vermieste. Könnt ihr Euch erinnern? Jetzt ist der TSV 1860 wieder Drittligist, machte den Weg frei für die Schweinfurter. Ich schweife ab. Das an der Maibacher Höhe war der Hirnhammer! Ich versprach den uns begleitenden Andreas ein geiles Spiel – und nahm nach etwas mehr als einer halben Stunde alles Vorausgesagte zurück. Unterhohenried führte mit 5:0. 5:0! 5:0!!!!!! Nach 2017 scheiterte der TSV Ettleben/Werneck auch diesmal wieder in den Aufstiegsspielen. Niemand holt so einen Rückstand auf. Nach 70 Minuten hieß es 5:5 und ich bereute meine (real nicht getrunkenen) acht Bockbiere, die ich in der Sommersonne angesichts des einseitigen Spiels genossen hatte. So sehen sie also aus, die Halluzination! Aus einem 0:5 macht niemand noch ein 5:5. Selbst die Ettlebener nicht. Nein! Denn die trafen nochmal. Das 6:5 in vorletzter Minute machte das Fußball-Märchen perfekt. Wann schon feiert ein Team einen Sieg, der noch nicht mal für einen Aufstieg reichte, eine Stunde lang auf einem fremden Platz? He, TSV: Heuer geht ihr hoch, ja? Aidhausen spielt drei Tage später gegen die DJK Schweinfurt, gegen den Verlierer findet danach das entscheidende Match statt. Und bitte: Macht´s dann nicht wieder so dramatisch!

Warum das Bild?
Fete an der Höh´: Ettleben/Werneck feiert. Keinen Aufstieg, aber ein Legendenspiel. Danke dafür, Jungs. Und Kopf hoch, Höred. Morgen ist gestern schon ganz weit weg!

Bilanz:
08 Spiele, 33 Tore, 7136 Zuschauer, 548 Kilometer

09: In Augsfeld schneit´s im Sommer!

Sonntag, 27. Mai: SG Dürrfeld / Obereuerheim – TSV Goßmannsdorf: 8:9 nach Elfmeterschießen (4:4; 1:3)

Zuschauer: 771, Tore: 17, Kilometer: 42 nach Augsfeld

So was wie bei den Turnern am Samstagabend – das gibt´s maximal alle Schaltjahre, in denen es im Juli schneit. Denkste! Wir kommen eine Viertelstunde zu spät im verbotenen Dorf Augsfeld (Insidergag!) an, hören, dass gerade das 3:0 für Goßmannsdorf fällt. Klasse! Danach trifft Dürrfeld, nach einer Wende schaut´s trotzdem nicht aus. Aber: Nach 90 Minuten steht´s dann halt doch 3:3. Und als Martin Sowka in der Verlängerung gar einen Elfmeter zum 4:3 verwandelte, war die Partie gänzlich gekippt. Plötzlich schneite es in Augsfeld… Nein, das nicht, aber Fußball kann schon ziemlich genial sein. Der für diese Abteilung zuständige Gott dort oben strafte im anschließenden Elfmeterschießen – Goßmannsdorf ließ uns wenigstens bei einem Tor zuschauen – den Dürrfelder Herren Sowka, der beim Elfmeter heftig jubelte. Von den zehn Schützen scheiterte nur er. So ein Pfosten ist schon ein Arsch – ein Vollpfosten halt! Danach rannten die Goßmannsdorfer meine filmende Petra um und bespritzten mich mit Sekt. Aber genau DAS wollen wir ja. Relegation, Du bist so geil!

Warum das Bild?
Endlich mal hübsche Mädels! Zur nächsten Feier ladet Ihr mich nach Goßmannsdorf ein, oder?

Bilanz:
09 Spiele, 50 Tore, 7907 Zuschauer, 590 Kilometer

10: Der längste Bart der Welt

Sonntag, 27. Mai: SG Traustadt / Donnersdorf – Spvgg Untersteinbach: 2:3 n.V. (1:1, 1:0)

Zuschauer: 722, Tore: 5, Kilometer: 54 nach Knetzgau

Nach dem Elfmeterschießen in Augsfeld war´s höchste Zeit, über den Main nach Knetzgau rüber zu fahren. Unser Plan, zwischenzeitlich schnell irgendwo in den Haßbergen einzukehren, vielleicht im Landgasthof Schmitt zum Schwanen (Insiderwitz!) wurde torpediert. Wir kamen halbwegs rechtzeitig an, sahen vor ähnlicher Kulisse wieder 90 Minuten ohne Entscheidung. Dafür aber eine Verlängerung, die es in sich hatte. Traustadt ging in Führung, schien den Kreisklassen-Platz zu verteidigen. Doch in den letzten Minuten schlug Untersteinbach zwei Mal zu. Der Ausgleich resultierte aus einem umstrittenen Elfmeter. Das und die Tatsache, dass der extra seinen Türkei-Urlaub unterbrechende Udo Mauer nach seinem 2:1 für die SG wegen des ausgiebigen Jubels vom Platz flog, machte Traustadt aber mal so richtig sauer. Ohne Mauer müssen die Jungs drei Tage später nochmal ran – und wenn sie siegen, dann nochmal. Und auch dann dürfen sie nicht verlieren. Weil sonst steigen sie ab…

Warum das Bild?
Kàri Reyr Jonsson Beck ist ein echter Kulttrainer. Der Untersteinbacher Coach stammt aus Island, hat einen Bart vom Kinn bis zu den Zehen und lag in Knetzgau in der Verlängerung nach Traustadts zwischenzeitlichem 2:1 kurz benommen auf dem Boden. Weil ihn ein Zuschauer umrempelte…

Bilanz:
10 Spiele, 55 Tore, 8629 Zuschauer, 644 Kilometer

11: Dunkler Himmel, dunkle Biere!

Dienstag, 29. Mai: TSV Aidhausen – DJK Schweinfurt: Spielausfall!

Zuschauer: keine, Tore: keine, Kilometer: 36 nach Hesselbach

Herrgott Petrus! Musste das denn sein? Wir hatten es so schön geplant. Nach einem freien Montag – an dem ich mit der Energie früherer Jahre auch noch nach Bayreuth gegen Aubstadt gefahren wäre – wollten wir Aidhausen aufsteigen oder die DJK Schweinfurt den Ligaerhalt feiern sehen. Und mit den sicher zuschauenden Ettlebenern eine Vorschau-Story machen, weil die ja auf den Verlierer treffen im letzten Match. Und dann das: Rund eine Stunde vor Spielbeginn schüttete es zuhause in Schonungen wie aus Eimerm. In drei Zimmer drang Wasser ein, weil die wir Fenster nicht schnell genug zumachten. Ich ahnte schon Übles. Auf der Fahrt ins OberLand wurde meine Befürchtung vom Himmel nicht gemildert. Angekommen oben machten sich die Spieler gerade in den Kabinen warm. Draußen tagten die Verantwortlichen. Als es weiter gewitterte und schüttete, erfolgte kurz vor 19 Uhr die logische Absage. Schade, weil bei der DJK Schweinfurt Martin Schneider aufgelaufen wäre und bei Aidhausen Miroslav Mikolaj. Echte Größen von früher also, Letzterer ist bereits fast 56 Jahre alt. Na dann eben nicht. Wir fuhren stattdessen nach Üchtelhausen, wo in einem unserer Stammlokale Pizzatag war. Eine Mary und eine Peperoni bitte, dazu zwei Krautheimer Urtyp dunkel! So dunkel wie der Himmel über Hesselbach.

Warum das Bild?
Nein, es war nicht Mitternacht, als dieses Bild entstand. Sondern der Himmel kurz nach 18.30 Uhr, als in Hesselbach das Fußballspiel eigentlich längst schon laufen wollte…

Bilanz:
10 Spiele, 55 Tore, 8629 Zuschauer, 680 Kilometer

12: Die Mutter von Udo Mauer heißt…. Mamamauer…

Mittwoch, 30. Mai: SG Traustadt / Donnersdorf – SF Dürrfeld – Obereuerheim: 4:3 (1:1)

Zuschauer: 517, Tore: 7, Kilometer: 34 nach Steinsfeld

Einen Tag später: Wieder geiles Wetter, mehr als 30 Grad – und ein höchst belastender Abend für die beiden Verlierer von 72 Stunden zuvor, die jeweils da schon über 120 Minuten gehen mussten und mächtig abschwitzten. Diesmal treffen die Dürrfelder „nur“ drei Mal. Auch das reicht nicht, trotz dreifacher Führung. Mit acht Gegentoren in zwei Partien bleibt man eben A-Klassist. Sieger Traustadt hofft weiter auf das Halten der Kreisklasse, besingt nach dem Ende den Namen der Mutter des fehlenden Spielertrainers Udo Mauer, der aber aus dem Urlaub in der Türkei zurück sein wird, wenn am Sonntag das entscheidende Match gegen die SG Stadtlauringen/Ballingshausen stattfinden wird. In Sylbach und leider parallel zum Rückspiel der Gochsheimer in Karlburg. Schade, dass der Verband einfach nicht alle Partien entzerren kann. Gerade an Feiertagen könnte man locker um 14 Uhr, um 16 Uhr und um 18 Uhr spielen – und viele Relegationstouristen würden immer mal wieder flotte Dreier machen. Ach ja: Die Mutter von Udo Mauer heißt Mamamauer!

Warum das Bild?
Dürrfelds Philipp Lenz köpft vergeblich gegen mehrere Traustadter. Die Bildausbeute ließ Wünsche offen an diesem Tag. Das lag einerseits an den schweren Lichtverhältnissen mit wechselweise Schatten und heißer Sonne auf dem Platz, am fehlenden ganz großen Jubel danach, an der Hitze generell und daran, dass wir vorher in Wohnau beim legendären „Schnitzel-Schorsch“ eingekehrt waren und ich zu einem gefühlt drei Kilo schweren Hacksteak zwei Bier trank bei über 30 Grad. Ich war fix und fertig!

Bilanz:
11 Spiele, 62 Tore, 9145 Zuschauer, 714 Kilometer

13: Einmal Rhön muss immer sein

Donnerstag, 31. Mai: TSV Maßbach – Poppenlauer: 2:4 (0:2)

Zuschauer: 1171, Tore: 6, Kilometer: 40 nach Pfändhausen

Ein unterklassiges Spiel im Kreis Rhön muss jährlich dabei sein, steht in der weltweit gültigen Gebrauchsanleitung für eine gut flutschende Relegationszeit. In der Tat gilt doch einfach nach wie vor, dass hier die Begeisterung am größten ist. In Pfändhausen beginnt die Partie sogar 15 Minuten später wegen des Andrangs. Schlecht für mich, weil wir eigentlich nur maximal zehn Minuten bleiben wollten, um von der Parallelpartie in Hesselbach so wenig wie möglich zu verpassen. So wurde es letztlich eine Hetzerei und ich konnte mir nur zwei Minuten des Spiel genehmigen. Partnerin Petra gar keine, sie holte da schon wieder das im Dorf geparkte Auto. Maßbach spielte ja mal ziemlich weit oben. Das ist längst Vergangenheit. Diese beiden Nachbarorte hätten an sich besser sogar in Rannungen gegeneinander gespielt, was aber nicht machbar ist, da eben diese Rannunger ja auch in der Relegation tätig sind. Man sieht sich am Samstag…. Hoffentlich kommen wir dann einfacher auf das Gelände. Diesmal wollte ein mir unbekannter BFV-Funktionär doch tatsächlich meine Begleitung abkassieren. Und von uns beiden den BVF-Solidaritäts-Euro…

Warum das Bild?
Die Weichtunger schauten zu! Die DJK wurde in der A-Klasse Rhön 2 Meister vor Maßbach. Glückwunsch nachträglich! Schönes Foto, gell?

Bilanz:
12 Spiele, 68 Tore, 10316 Zuschauer, 754 Kilometer

14: Aidhausen steigt immer wieder auf!

Donnerstag, 31. Mai: TSV Aidhausen – DJK Schweinfurt: 2:0 (1:0)

Zuschauer: 765, Tore: 2, Kilometer: 36 nach Hesselbach

Kurz vor der Pause kommen wir erst an, weil wir auch keinen Parkplatz fanden. Aber wir verpassten nicht so viel. Nur ein Tor. Ein zweites sahen wir – sitzend vor den Stadtlauringern, die gerade wegen eines Punktspielsieges in Hesselbach am Ende die Nase vorne hatten vor Aidhausen. Doch nun landet auch der Vizemeister oben. Es muss mein fünfter Aufstieg mit dem TSV sein, nachdem ich einst den Weg ab den 90er Jahren unter Wolfgang Hau von der damaligen A-Klasse in die Landesliga verfolgte. Und auch 2016 stieg das Team auf, damals als Vizemeister in Üchtelhausen mit einem Sieg gegen Türkgücü Schweinfurt, die wir ja an diesem ereignisreichen Donnerstag auch noch sehen sollten. Für die DJK Schweinfurt ist die Niederlage bitter, müssen sie nun doch drei Tage danach noch gegen Ettleben/Werneck unbedingt siegen. Und wie soll das bloß klappen, wenn man die Euphorie rund um diesen TSV kennt? Nach kurzer Siegesfeier düsen wir schnell los. Wir haben exakt 30 Minuten Zeit, um in Gochsheim halbwegs rechtzeitig anzukommen. Relegation ist eben Stress. Aber warum ist es im Mai immer so heiß?

Warum das Bild?
Die Fans der DJK sind sauer, sicher nicht ohne Grund. Denn nachdem sich ja der TV Obertheres nach der letzten Saison zurückzog, sind eigentlich für sie sechs Releganten drei Plätze freigewesen in der Kreisliga. Man hätte also alle drei Sieger der ersten Runde aufsteigen oder eben drinbleiben lassen können.

Bilanz:
13 Spiele, 70 Tore, 11078 Zuschauer, 790 Kilometer

15: Gochsheim bleibt unvollendet

Donnerstag, 31. Mai: TSV Gochsheim – TSV Karlburg: 2:2 (0:1)

Zuschauer: 947, Tore: 4, Kilometer: 16

Dankenswerter Weise übernahm Kollege Marco Heumann das Spiel für anpfiff.info. Ein Dank auch an meine Partnerin Petra, die mich direkt vor dem Eingang rausließ und einen Parkplatz suchte. Immerhin zehn Minuten konnte ich deshalb sehen. Wobei es in den letzten fünf zu schütten begann und wir einen Schutz suchten unter einem Dach, wo an sich Fahrräder abgestellt waren. Man sah nichts mehr vom Spiel. Das fand vor großer Kulisse statt. Gochsheim bleibt im Rennen um den Aufstieg in die Landesliga. Aber ich ärgerte mich, weil ich nun schon das dritte Aufstiegsspiel nicht ganz oder gar nicht sehen konnte. Dafür waren wir die letzten Wochen auswärts in Unterspiesheim und Geesdorf dabei, sahen die Gochsheimer auch gegen Forst und Strahlungen komplett. Beim Rückspiel in Karlburg werden wir dabei sein, müssen aber auch von dort wieder eher los, weil es der Verband tatsächlich schaffte, die drei in der Region am Sonntag noch stattfindenden Entscheidungsspiele nahezu parallel anzusetzen. Hier fehlt dem BFV einfach das Gespür, was der kleine, Fußball liebende Mann will. Zwischen 15 und 18.30 Uhr wären verschiedene Anstoßzeiten ja möglich.

Warum das Bild?
Es war die einzige halbwegs vernünftige Spielszene, die ich machen konnte in der kurzen Zeit und bevor es regnete.

Bilanz:
14 Spiele, 74 Tore, 12025 Zuschauer, 806 Kilometer

16: Fleischküchli als Belohnung

Donnerstag, 31. Mai: TSV Ettleben/Werneck 2 – SV Türkgücü Schweinfurt: 1:3 (0:1)

Zuschauer: 500, Tore: 4, Kilometer: 52 nach Zeuzleben

Von Gochsheim über die Autobahn kommt man schnell nach Zeuzleben, wo ich gefühlt noch nie beim Fußball war. Wieder also ein Lückenschluss, erneut verpassen wir wenig bis nichts, weil wir gerade in dem Moment ankommen, als Türk-Gücü das 1:0 macht. Und das vor unerwartet ordentlicher Kulisse. Ettleben 2 gleicht zwar aus, doch der Kreisklassist verteidigt seinen Ligenplatz letztlich gegen den Herausforderer aus der A-Klasse. Für die Reserve des TSV freilich käme der Aufstieg vielleicht auch ein bisschen zu früh. Immerhin entscheidet sich ja erst drei Tage später, ob die erste Mannschaft den Sprung in die Kreisliga schafft. Und wenn nicht, dann hätten beide eventuell in der selben Klasse spielen müssen. Und das würde ja keinen Sinn ergeben. Nachhaltig in Erinnerung leiben wird uns diese Partie nicht. Den anstrengenden Abend ausklingen ließen wir bei einem Besuch im Sportheim des TSV Werneck bei verdammt leckeren Fleischküchli und je einem hellen wie dunklen Frankonia-Bier der örtlichen, lieb gewonnenen Brauerei.

Warum das Bild?
Das ist die beste Spielszene des frühen Abends. Der Keeper der Türken boxt seinen eigenen Mann nieder.

Bilanz:
15 Spiele, 78 Tore, 12525 Zuschauer, 858 Kilometer

17: Der Schnauzer-Peter

Samstag, 02. Juni: TSV Rannungen – DJK Altbessingen: 2:2 n.V. (1:1; 0:0)

Zuschauer: 841; Tore: 4, Kilometer: 58

Freitag ohne Fußball. Das war irgendwie auch erholsam. Und ließ die Vorfreude anwachsen auf das letzte Wochenende mit einem stressfreien Samstag. Nur in Rannungen wurde gespielt. Vor großer Kulisse. So richtig viel passierte nicht. Wie auch das Hinspiel endete das Match 1:1. Bedeutete: Verlängerung. Und in der schien Rannungen nach dem 2:1 auf der Gewinnerstraße Richtung Klassenerhalt. Und dann das: In Unterzahl gelang Altbessingen in der 123. Minute, also in der Nachspielzeit, das 2:2. Das war der Aufstieg. Mit einer einzigen finalen Aktion änderte sich der Ort der jubelnden Fans. Zweifelsfrei haben es die Altbessinger verdient. Kapitän Peter Reitz, an sich ein Innenverteidiger, besorgte beide Treffer selbst und erklärte hinterher seinen dünn gewachsenen Schnauzer damit, dass vor 30 Jahren die Väter der heutigen Spieler so einen getragen hätten, als die DJK auch schon mal in die Bezirksliga aufstieg. „Und ich will mal genauso geil im Sportheim hängen!“ Kann passieren. Viel Erfolg nächste Saison. Und alles Gute für Rannungen bei der letzten Chance. Mittwoch steht noch ein Spiel an. Hurra, die Relegation geht in die Verlängerung!

Warum das Bild?
In dem Moment musste die ganze Anspannung raus. Wenige Sekunden zuvor war der Altbessinger Aufstieg amtlich.

Bilanz:
16 Spiele, 82 Tore, 13366 Zuschauer, 916 Kilometer

18: Der Maibock von Pfarrbräu

Sonntag, 03. Juni: TSV Karlburg – TSV Gochsheim: 0:0

Zuschauer: 1310; Tore: 0, Kilometer: 110

Bei Pfarrbräu in Stadelhofen machten wir zunächst Station. Um in diesem Karlstadter Ortsteil Leergut abzugeben und auch ein paar Maiböcke mitzunehmen. Da wir eine halbe Stunde vor Anpfiff in Karlburg ankamen, schlug Petra vor, gleich mal die ersten zwei zu testen. Ich liebe dieses Vorglühen vor aufregenden Fußballpartien. Bei mehr als 30 Grad war´s aber weniger ein Spaß für die Akteure. Und auch wir wurden in der Euphorie gebremst, weil wir 55 Kilometer entfernt leicht zeitversetzt eine weitere Partie hatten und deshalb nur eine (torlose) Halbzeit bleiben konnten. Erst in Schweinfurt erfuhren wir, dass die Gochsheimer es nicht geschafft hatten aufzusteigen. Schade. Ärgerlich auch, dass es der Verband einfach nicht fertig bringt, an einem der längsten Tage des Jahres solche Partien NACHEINANDER anzusetzen. Sicherlich wären viele Anhänger der Gochsheimer oder neutrale Personen der Zuschauenenden aus dem Landkreis Schweinfurt dann danach auch noch dorthin, wohin es uns verschlug.

Warum das Bild?
Wenn´s um was geht, dann kann sogar der TSV Gochsheim seine Fans mobilisieren. Normal finden Heimspiele vor kaum mehr als 150 Zuschauern statt – und bei Friedhofsruhe…

Bilanz:
17 Spiele, 82 Tore, 14676 Zuschauer, 1026 Kilometer

19: Wenn kümmert denn der Ramadan?

Sonntag, 03. Juni: TSV Ettleben/Werneck – DJK Schweinfurt: 1:3 (1:3)

Zuschauer: 1052, Tore: 4, Kilometer: 24 zum TV Oberndorf-Schweinfurt

Als wir beim TVO ankamen, wurde gerade zur Halbzeit geblasen. Wir entschieden uns zu einer Verteilaktion weiterer Flyer, um Werbung in eigener Sache zu machen. Rund um den Platz sangen die Ettlebener Fans. Hinterm Tor dann angekommen erfuhren wir, dass die DJK Schweinfurt 3:1 führt. Wie schon acht Tage zuvor kassierte der TSV schnelle Gegentore, diesmal zwar nur drei. Aber die Partie war damit diesmal dennoch gelaufen, der Kreisligist verteidigte seinen Platz gegen den Kreisklassisten, der also nach 2017 ein zweites Mal in der Relegation scheitert. Kopf hoch, Ettleben/Werneck, ihr seid bald dran und geht nach oben! Matchwinner war der Schweinfurter Malick Gaye mit zwei Toren. Ramadan-fastend und kaum Deutsch sprechend netzte er doppelt ein. Und das auch, obwohl er erst wenige Wochen zuvor seine Spielerlaubnis bekam. Ettlebens geile Fans feierten trotzdem, unterstützt von Jungs aus Aidhausen und Altbessingen, die in den Tagen zuvor aufgestiegen waren. Nach der Partie erwischte es einen der Altbessinger. Ein paar der Biere zu viel landeten über Hals und Mund am Zaun des TV Oberndorf. So wie auch die Ettlebener den frühen Abend zum Kotzen fanden…

Warum das Bild?
Träumen darf man ja wohl – und rein rechnerisch scheint es möglich zu sein. Wird die DJK Schweinfurt bald Deutscher Fußball-Meister?

Bilanz:
18 Spiele, 86 Tore, 15728 Zuschauer, 1050 Kilometer

20: Ein unbefriedigendes Finale

Mittwoch, 06. Juni: TSV Rannungen – TSV Uettingen: 1:3 (0:2)

Zuschauer: 675, Tore: 4, Kilometer: 110 Kilometer nach Güntersleben

Alle Jahre wieder…. gibt´s zumindest seit 2016 noch ein Zusatzspiel für die Verlierer der zweiten Relegationsrunde zur Bezirksliga. Erst war´s Forst, dann Riedenberg, jeweils mit Siegen über Hettstadt. Und nun durften die Rannunger und die Uettinger eine fünfte (!) Entscheidungspartie bestreiten, waren darüber jeweils alles andere als begeistert. Aber was macht man nicht alles, wenn der Klassenerhalt doch noch möglich ist? Dass irgendwann die alte Saison drei Tage nach dem Trainingsstart zur neuen endet, wird der Verband erst dann mitbekommen, wenn niemand mehr Lust auf Fußball hat… Zumal diese Partie eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Tags zuvor meldete der FC Schweinfurt 05 2 seine Mannschaft aus der Landesliga ab. Hätte man die Gochsheimer nachrücken lassen, in Güntersleben wären beide Mannschaften nicht angewiesen gewesen, einen Absteiger auszuspielen. Aber warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht? Immerhin kommen fast 700 Zuschauer nach Güntersleben. Dort war ich schon ewig nicht mehr. Ohne konkreten Auftrag lässt sich die Partie als Fans recht gut genießen, wenngleich das Resultat nicht so sehr Spaß macht angesicht der Sympathien für die nun abgestiegenen Rannunger. Wir sehen zwei Eigentore und das traumhafte 1:0 von Uettingens Peter Endres, ein Sonntagsschuss. Und wir durften vorher die Einkehr in den Waldbiergarten des Gramschatzer Waldes genießen. In Sachen Ausflug war´s ein schönes Relegationsfinale zwei Wochen nach dem Start, sportlich freilich eher unbefriedigend.

Warum das Bild?
Gute Ausbeute: Ich habe zwei Mal abgedrückt, beide Bilder wurden gut. Dieses zeigt den Rannunger Michael Röder gegen zwei Uettinger und vor der tollen Kulisse.

Bilanz:
19 Spiele, 90 Tore, 16403 Zuschauer, 1160 Kilometer

Und nun? In Mittelfranken startet erst jetzt die Relegation. Pünktlich zum Beginn des Urlaubs von Partnerin Petra. Wir werden bestimmt noch die ein oder andere Partie anschauen…

 



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